Folge 07: Familienbett am Morgen: Wenn ein Kind wach ist und alle anderen Schlaf brauchen

Shownotes


In dieser Folge spreche ich über:
• warum frühe Morgenstunden so oft „Knotenpunkte“ sind – besonders im Familienbett
• was bei Kindern in solchen Momenten im Nervensystem passiert
• weshalb Erklärungen und Appelle gerade dann oft nicht hilfreich sind und wie es anders gehen kann
• wie Eltern gemeinsam Ruhe reinbringen können
• und welche Art von Struktur und Begleitung morgens entlasten kann

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In dieser Folge erwähnte Angebote und Informationen:

Der Gedanke der Woche stammt aus den 52 Affirmations- und Verbindungskarten von Katia Saalfrank – Das stärkende Kartenset für eine liebevolle Eltern-Kind-Beziehung

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Transkript anzeigen

00:00:04: Sprecher 1 Herzlich willkommen bei der Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank. In diesem Podcast geht es um Bindung und Beziehung, um das Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern und um das, was hinter dem Verhalten von Kindern wirkt. Ich bin Katia Saalfrank, Ich bin Diplompädagogin, Familientherapeutin und körperorientierte Eltern und Familienberaterin in eigener Praxis in Berlin. Ich bin Autorin, Podcasterin und Mutter von vier Söhnen.

00:00:30: Sprecher 1 Ich arbeite bindungsund beziehungsorientiert und begleite Menschen dabei, Kinder besser zu verstehen und sich selbst gleich mit. Ich freue mich sehr, dass du eingeschaltet hast. Schön, dass du da bist. Hallo und herzlich willkommen zu meinem Podcast Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank. Ich freue mich sehr, dass ihr mit dabei seid. Ich hoffe, es geht dir und deiner Familie gut und ich hoffe sehr, ihr seid wohlauf.

00:00:58: Sprecher 1 Bevor wir gleich zur Frage von heute kommen, möchte ich dich gern noch zu einem Gedanken einladen. Vielleicht kann das auch wieder ein Gedanke sein, den du mit in die gesamte Woche nimmst und immer mal wieder Experimentierst, wie's dir mit diesem Gedanken geht. Ihn neu verankern, eine Zeit finden, eine Möglichkeit finden, dich so auf den Tag einzustellen. Der Gedanke für diese Woche kommt aus meinen Affirmations und Verbindungskarten und lautet Ich bin offen und freue mich auf alles was kommt.

00:01:33: Sprecher 1 Du kannst mal einatmen, die Augen schließen und deinen Blick nach innen richten und dir selbst ein ganz liebevolles Lächeln mitten in dein Herz schicken. Spüre, wie du innerlich ganz weit führst und sich alle deine Antennen auf Empfang einstellen. Spüre, wie du dich auf alles was kommst, freuen darfst. Verankere diese innere Weite und das Gefühl der Freude. Atme noch mal tief ein.

00:02:10: Sprecher 1 Und wieder aus Und lass das noch mal wirken. Ich bin offen und freue mich auf alles, was kommt. Vielleicht fühlst du dich gerade belastet vom Alltag und allem, was dazugehört. Und gleichzeitig ist es so magisch. Wenn wir innere Widerstände wahrnehmen und gedanklich uns auch ganz bewusst umstellen und eher positiv darauf einstellen, auf alles was kommt, denn es kommt ja sowieso.

00:02:41: Sprecher 1 Und diese Einstellung. Ich bin offen und freue mich auf alles, was kommt, hat Energie und Offenheit und Kraft, das auch alles anzunehmen, was dann kommt. Alles das, was kommt. Nehmen wir an, was wir verändern können, verändern wir und erkennen hoffentlich das, was wir nicht verändern können und nehmen das dann eben auch an. Also wenn du magst, probier das mal für dich aus und schau, ob sich was für dich verändert.

00:03:11: Sprecher 1 Und wenn du interessiert bist, die Karten für dich zu nutzen Du findest sie auf meiner Webseite Katia Saalfrank de und dort im Shop. Und warum mache ich das auch hier? Wieder erinnerte ich an den Gedanken. Unsere innere Welt hat großen Einfluss auf die äußere. Wir haben viele Herausforderungen in der äußeren Welt, gar keine Frage. Und trotzdem hat diese innere Welt einfach einen großen Einfluss auf das, Wie wir das Außen gestalten.

00:03:40: Sprecher 1 Und deshalb, wenn wir in unserem Inneren Gedanken und Zusammenhängen verändern können und das tun, dann verändert sich oft auf magische Weise auch ganz viel im Außen. Also ich bin offen und freue mich auf alles, was kommt. Und der Vorteil, dass ich das jetzt mit euch gemacht habe, ist, dass es auch bei mir wirkt und dass ich mich jetzt sehr freue auf alles, was kommt und auf alles, was wir jetzt hier gemeinsam besprechen können.

00:04:11: Sprecher 1 Und jetzt kommen wir zur Frage, die ich heute von Paula, die natürlich anders heißt, bekommen habe und irgendwie auch ein bisschen zu diesem Fokus passt. Vorher aber noch. Paula hat mir ihre Frage an Podcast minus Familiensprechstunde Katia Saalfrank Punkte gesendet. Und das kannst du könnt ihr natürlich auch gerne tun, wenn ihr Fragen habt, wenn ihr hier mitgestalten wollt.

00:04:34: Sprecher 1 Und ich freue mich sehr auf eure Mails. Und jetzt zur Frage Paula schreibt.

00:04:46: Sprecher 1 Liebe Katia, vielen Dank für deine so wertvolle Arbeit. Bei uns kommt immer mal wieder folgende Situation auf, die sehr viel Konfliktpotenzial mit sich bringt Wir schlafen zu viert im Familienbett. Das funktioniert für uns sehr gut, außer an manchen Morgen. Denn wenn der 4-jährige relativ früh wach wird und nicht mehr schlafen kann. Er fängt dann an, gegen das Bett zu trommeln, an der Decke zu ziehen, zu jammern, zu weinen.

00:05:13: Sprecher 1 Wir bieten ihm an, dass jemand mit ihm aufsteht. Er kann sich ein Buch holen, wir können kuscheln usw Er sagt dann nur er weiß nicht, was er machen soll und weint. Das Problem ist, dass er seine Schwester weckt, die den Schlaf braucht. Mein Mann ist dadurch immer sehr getriggert und schon das ein oder andere Mal wutentbrannt aufgestanden und es kommt dann zum Streit zwischen mir und meinem Mann.

00:05:35: Sprecher 1 Der Morgen beginnt dadurch dann sehr gestresst und geladen. Wie können wir den 4-jährigen in dieser Situation unterstützen und ihm noch besser erklären, dass seine Schwester eben den Schlaf noch braucht und dass es nicht schön ist, wenn er sie dann weckt? Ganz liebe Grüße, Paula.

00:05:54: Sprecher 1 Ja, vielen Dank erst mal für die Frage. Und ja, das hört sich tatsächlich auch ein bisschen schwer an, wenn man morgens schon so in den Tag starten muss oder startet. Und wenn du jetzt hier sitzen würdest. Ich weiß, tust du nicht. Und gleichzeitig hätte ich doch einige Rückfragen und vielleicht kannst du dir diese Fragen selbst für dich schon mal beantworten.

00:06:19: Sprecher 1 Denn die helfen, die Situation besser zu verstehen und auf diesem besseren Verständnis dann eben auch unter Umständen andere Wege zu finden, mit dem Morgen umzugehen oder auch grundsätzlich noch mal zu überlegen was könnt ihr an der Situation verändern? Also du schreibst, dass dein 4-jähriger relativ früh wach wird und nicht mehr schlafen kann. Das ist ja erst mal nachvollziehbar, dass er relativ früh wach wird, also und vor allen Dingen, dass er nicht mehr in den Schlaf findet.

00:06:49: Sprecher 1 Das ist gar nicht so selten. Das höre ich ganz häufig auch in meinen Beratung. Und für mich wäre jetzt noch mal die Frage Was heißt denn relativ früh? Ist es um 4:00 ist es um 6:30. Also das sind so Sachen, die kannst du für dich noch mal tatsächlich einordnen, weil das nicht unrelevant ist, um dann eben auch zu gucken, wie viel Zeit überbrückst du denn dann?

00:07:12: Sprecher 1 Oder müsstet ihr überbrücken? Dann wie alt ist eigentlich eure Tochter? Also die Schwester ist die älter ist die Jünger. Also nach deinen Beschreibungen habe ich jetzt so die Assoziation, dass sie jünger ist, auch weil du den Hinweis gibt, dass sie den Schlaf braucht. Aber das kann ja auch bei Älteren so sein. Also das weiß ich nicht. Das wäre eben, um die Gesamtsituation auch nochmal sich anzugucken, gar nicht so schlecht.

00:07:38: Sprecher 1 Das auch noch mal zu überprüfen. Ist das noch ein Säugling? Ist das ein Kleinkind oder ist das eben auch ein älteres Geschwisterkind? Auch deshalb, weil es natürlich davon abhängt. Was könnte dann zu einer möglichen Veränderung auch hilfreich sein? Dann die nächste Frage Wie ist euer Tagesablauf? Wie ist euer Weg durch den Tag? Wie ist euer Waldweg Durch den Tag sozusagen euer Spazierweg?

00:08:03: Sprecher 1 Wie beginnt der also und wann beginnt er? Ich erwähne das ja immer mal wieder, wie wesentlich das ist, dass wir den Kontext mit einbeziehen und nicht das Phänomen, wo sich sozusagen der Stolperstein bildet, dass wir den nicht isoliert sehen, sondern wirklich präzise für uns schauen, wie hängt, was mit wem zusammen, mit was genau zusammen? Auch deshalb, wenn sich Klienten bei mir für eine Stunde anmelden, dann bekommen sie automatisch eine einen Anmeldebogen zugesandt, der eben neben den sachlichen Daten, die zur Orientierung helfen, wie zum Beispiel wie viele Kinder sind es, wie alt sind die, was ist die Frage usw auch eine Frage nach dem Tagesablauf.

00:08:49: Sprecher 1 Also was passiert wann, wie? Ja wann steht ihr auf? Was sind die Eckdaten? Wann müsst ihr aufstehen? Wann geht es in die Kita? Gibt es überhaupt eine Kita? Gibt es einen Fixpunkt, wo ihr alle aufgestanden sein müsst? Wann geht ihr oder wann gehst du aus dem Haus? Wie viel Zeit ist da am Morgen? Und was passiert in der Zeit?

00:09:13: Sprecher 1 Und es macht Sinn, das eben auch über den gesamten Tag sich mal klar zu machen. Wann checkt ihr sozusagen ein Morgens emotional, wann geht ihr aus dem Haus? Also wann trennt sich die kleine Familiengruppe oder Teile davon und wann kommt ihr eben auch wieder zusammen am Nachmittag? Was passiert dann am Nachmittag bis zum Abend? Wie kommt ihr in die Nacht?

00:09:37: Sprecher 1 Ja, eben auch, weil das entscheidend ist. Wie kommt ihr am nächsten Tag wieder in den Tag? Und ja, das kannst du für dich vielleicht mal wirklich detailliert auch aufschreiben und mal schauen, was dann passiert. Viele Klienten, das ist echt sehr, sehr spannend beschreiben dann auch und das kenne ich von mir auch, dass wenn man solche Dinge ausfüllt, so Reflexion macht für sich das an verschiedenen Stellen dann schon sehr unbewusst und schnell ablaufende Prozesse auf einmal ins Bewusstsein kommen und man alleine dadurch, dass man sich Dinge ins Bewusstsein holt, sie auf einmal anders tut oder auch schon leicht verändert.

00:10:15: Sprecher 1 Und dann manche Themen, manche Stolpersteine auf einmal Stolpersteine in Anführungszeichen gar nicht mehr so groß sind, wie sie erst mal gewirkt haben. Oder man sich eben auch in der Reflektion Dinge herleiten kann, weil man auf einmal die Gesamtzusammenhänge besser sehen kann. Ja, das nächste, was mich interessieren würde und was du für dich vielleicht noch mal Paula auch die angucken kannst.

00:10:37: Sprecher 1 Was heißt an manchen Morgen denn wann ist das genau und was ist da vielleicht auch anders? Sind das Wochenenden? Ist das mitten in der Woche? Wie war der Abend vorher? Wenn er früher aufwacht? Oder auch, wenn er länger schläft, Was hat da vielleicht von einem zum anderen auch geführt? Ja, also das sind ganz spannende Fragen, die man sich auch noch mal angucken kann und wo man eben auch noch mal Dinge über Zusammenhänge erfährt.

00:11:09: Sprecher 1 Impulse zum Mitnehmen. Es kann sehr hilfreich sein, wenn wir uns mit der Planung unseres Alltags und unseren Vorstellungen dazu intensiver auseinandersetzen. Hierbei ist es sinnvoll, den Alltag mit Kindern mit all seinen oft sehr schnell und unbewusst ablaufenden Prozessen genau und konkret unter dem Vergrößerungsglas anzuschauen, ihn zu entschleunigen und den Fokus auf bestimmte Abläufe zu legen. Das ist aus meiner Erfahrung hilfreich, um einerseits natürliche Knotenpunkte, zum Beispiel die Abendrunde oder auch das morgendliche Aufstehen und auch eigens in den Weg gelegte Stolpersteine für sich selbst ausfindig zu machen und neue Strategien für die Bewältigung zu entwickeln.

00:11:51: Sprecher 1 So kannst du dann den eigenen inneren Kompass neu justieren und darauf ausrichten, was dir wichtig im Alltag ist. Du kannst dir eure familiären Rhythmen bewusster werden lassen, Rituale und Routinen finden und gleichzeitig das, was sich bewährt hat, bewahren und in eurem Alltag manifestieren. Wenn du mehr dazu wissen willst, kann ich dir mein Buch Die Reise zur glücklichen Eltern Kind Beziehung sehr ans Herz legen.

00:12:15: Sprecher 1 Hier sind ganz viele Impulse zum Tagesablauf enthalten. Es gibt Hördateien, Übungen und auch Reflexionsfragen, wie zum Beispiel Welche persönlichen Rituale zum Beispiel vorm Schlafengehen hast du selbst für dich etabliert? Welche Rituale sind deinem Kind im Moment besonders wichtig und welche lebt ihr gemeinsam in eurer Familie? Es geht um Präsenz, um emotionale Atmosphäre, um Prioritäten, um die Art und Weise, wie wir führen können und um Prozesse, die wir für uns noch mal mehr synchronisieren können.

00:12:45: Sprecher 1 Im Sinne der unterschiedlichen Bedürfnisse in unserem Alltag, mit unserer kleinen Familiengruppe, auf unserer gemeinsamen Reise. Deshalb heißt das Buch auch die Reise. Schau da gerne rein, wenn du dich mehr damit beschäftigen möchtest.

00:13:03: Sprecher 1 Weiterhin schreibst du, dass es genau in dieser Situation am Morgen dann für deinen Mann und für dich schwierig wird. Vor allen Dingen erst mal für deinen Mann, dass er getriggert wird. Auch da wäre nochmal es gut, wirklich hinzugucken. Was heißt das genau? Also ein Trigger ist ja erst mal ein Reiz oder ein Ereignis, das eine spezifisch oft eben heftige emotionale Reaktion auslöst.

00:13:29: Sprecher 1 Und ich will es nur so ein bisschen differenzieren, weil ursprünglich kommt der Begriff ja aus der Traumatherapie und bezeichnet Sinnesreize, also Gerüche, Bilder, Geräusche, Ereignisse, also Reize, ja, die traumatische Erinnerung und Flashbacks hervorrufen können. Also ist das jetzt gemeint oder ist es eher so ein Alltagssprache? Ja, also wir benutzen das ja auch eben oft, wenn wir einfach nur sagen wollen, da ist ein Auslöser ein starker Reiz, der eben emotionale Reaktionen oder Verhaltensweisen in Gang setzt.

00:14:05: Sprecher 1 Also vermutlich eher das oder geht das tiefer? Und dann ist eben trotzdem noch mal die Frage Was wird denn da bei ihm genau ausgelöst? Also ich assoziiere jetzt aus dem, was du beschrieben hast, dass er ärgerlich wird, dass da vielleicht Wut dann da ist und dass ihr dann eben in Streit geratet. Das ist das, was du beschreibst. Worüber denn genau?

00:14:29: Sprecher 1 Also das wäre gut, wenn ihr da noch mal präziser schaut worum geht es denn da genau? Und dass ihr für euch das noch mal für Du, für dich und vielleicht auch ihr gemeinsam das in einem ruhigen, vielleicht auch nahen Moment besprechen und euch anschauen könnt, worum geht es da genau? Ist er unzufrieden mit der Gesamtsituation Und wird das vielleicht dann auch ihn in dieser morgendlichen Situation mit dem ganzen Stress dann mit hochgespült?

00:15:00: Sprecher 1 Ist er unzufrieden mit sich selbst? Ist er unzufrieden mit dir, mit euch beiden? Ist er unzufrieden mit dem 4-jährigen oder Und ist er einfach noch im Halbschlaf und noch gar nicht richtig da und dann einfach völlig unreguliert? Oder vielleicht wünscht er sich auch grundsätzlich etwas ganz anders und das kommt dann eben mit hoch und wird dann zu dieser heftigen Reaktion.

00:15:24: Sprecher 1 Also vielleicht könnt ihr euch da noch mal gemeinsam austauschen und ganz entschleunigt offen unvoreingenommen miteinander in den Dialog gehen und da noch mal ja draufschauen, verlangsamen, draufschauen, was da eigentlich für Gedanken, was da für Gefühle sind und warum das dann so zwischen euch, also in ihm und auch dann zwischen euch so stark eskaliert, weil das. Da gebe ich dir sehr recht, ist ja natürlich überhaupt nicht hilfreich dann für die Situation, wo natürlich sowieso schon Unruhe durch euern 4-jährigen da ist.

00:15:58: Sprecher 1 Ja, also was ich erst mal höre und ich bewerte das gar nicht, sondern ich höre das erst mal, dass es um verschiedene Ebenen geht. Also die eine Ebene ist, euer vierjähriges Kind wird früh wach und ist dann so interpretiere ich das, auf der Suche nach Verbindung, Basis, Grundbedürfnis, nach Verbindung. Und er ist irgendwie auch in Anführungsstrichen so ein bisschen unterversorgt mit Orientierung für seine Sicherheit.

00:16:27: Sprecher 1 Was mache ich denn jetzt? Fragt er und er sucht sozusagen Verbindung, Kontakt ko regulation. Ja, vielleicht gar nicht unbedingt Beschäftigung, sondern erstmal nur Kontakt und Verbindung. Und das äußert er über Trommeln, über Decke ziehen, über Jammern. Und das ist vielleicht noch gar nicht irgendwie ein Gefühl, sondern erstmal ein körperlicher Versuch näher Resonanz zu bekommen und auch in Kontakt zu kommen mit irgendjemandem, mit dir oder auch mit deinem Mann.

00:16:59: Sprecher 1 Und sein Satz Ich weiß nicht, was ich machen soll ist eigentlich ziemlich ehrlich. Den kann man erst mal so auch ernst nehmen. Denn in dem Alter, in dem er jetzt ist, ist er auch in einem Zustand, wo sozusagen seine innere Selbststeuerung auch gerade nach dem Aufwachen, aber auch in seinem Alter noch nicht so verfügbar ist. Da kann er noch nicht drauf zurückgreifen.

00:17:23: Sprecher 1 Das heißt, er braucht da wirklich Unterstützung. Das ist die eine Ebene. Die zweite Ebene ist die Schwester. Also egal jetzt, wie alt sie ist, sie braucht auf jeden Fall den Schlaf. Das stellst du fest und beschreibst du. Und natürlich ist sie da im Familienbett irgendwie automatisch Teil auch des Systems, also der Konstellation. Und ihr Schlaf ist jetzt tatsächlich ein realer Bedarf.

00:17:51: Sprecher 1 So stellst du das für dich fest. Und das macht natürlich diese Lage noch ein bisschen komplexer und auch irgendwie ein bisschen brisant, denn sie muss geschützt werden aus eurer Sicht. Sie braucht Ruhe und das Gegenteil ist der Fall. Durch die erste Ebene, durch euern Sohn. So, das ist die zweite Ebene gewesen, die Schwester. Jetzt kommt die dritte Ebene, nämlich dein Mann, mit dazu.

00:18:16: Sprecher 1 Wenn er sich in Anführungsstrichen getriggert fühlt, also wenn er in starke Gefühle kommt. Gehen wir mal von diesem Alltagsbegriff aus, dann würde ich das jetzt interpretieren. Erst mal als Schlafmangel, als Überforderung, als Hilflosigkeit und als ein Alarm im Nervensystem. Eine hohe Erregung, die da reinkommt. Und das kippt dann schnell in Wut. Nicht weil er ein schlechter Vater ist, weil er böse ist, sondern weil sein System sozusagen in einen sehr ursprünglichen Zustand verfällt, in einen unregulierten Zustand kommt oder ist und da dann sozusagen ein Stop kommt und er ja oder das Nervensystem auf Gefahr schaltet und dann das sofort abgeschaltet werden muss, was im Außen ist.

00:19:03: Sprecher 1 Hier muss sofort Ruhe her und das sozusagen ist dann das, was sich obendrauf setzt, eigentlich im Grunde auf die erste Ebene, Deinen, dein Sohn dann auch auf die Schwester, die das Ganze ja dann eben ruhig braucht und dann kommt sozusagen diese dritte Ebene dazu. Dein Mann, der sozusagen dann auch in hohe Erregung kommt. Und jetzt kommt noch eine Ebene dazu möchte man gar nicht meinen, dass so eine kleine Situation, die du beschrieben hast, so viele Ebenen hat, nämlich Dann kommst du mit rein als jemand, der zwischen zwei, drei Stühlen steht, im Grunde als Vermittlerin, als jemand, der versucht, alles zu halten, Weil du stehst erst mal zwischen zwei wirklichen, echten Bedürfnissen, Basis, Grundbedürfnissen.

00:19:49: Sprecher 1 Also das eine braucht Sicherheit, Dein deine, deine Tochter braucht Sicherheit. Das Ruhe ist. Ein anderes Kind braucht Verbindung und die Strategien, nämlich das eine Kind braucht Begleitung versus das andere Kind braucht Schlaf. Und jetzt kommt das dritte noch dazu, was du auch noch hältst, denn gleichzeitig willst du, dass ihr als panisch eskaliert. Also es ist irgendwie so ein bisschen so was wie ein klassisches Morgendilemma, weil ihr irgendwie oder du irgendwie versuchst, allen gerecht zu werden.

00:20:22: Sprecher 1 Gar nicht, weil ihr jetzt irgendwas falsch macht in Anführungsstrichen, sondern weil alle zu regulieren in dieser Situation, ohne dass es vorbereitet ist, irgendwie schwierig ist und vermutlich nicht so gut gelingt, wie du es auch gerade formuliert hast, dass du sagst, ich brauche irgendwie eine Lösung, ich brauche irgendwie Gedanken, wie man das lösen kann. Und letztlich ist es, wenn man es jetzt bricht, so was wie ein Regulationsund Synchronisationssthema.

00:20:52: Sprecher 1 So würde ich es interpretieren. Also wie kannst du in einem sehr engen Raum oder einem engen Raum ich weiß jetzt nicht, wie groß euer Schlafzimmer, wie groß euer Familienbett ist, aber es ist auf jeden Fall ein begrenzter und relativ enger Raum zu einer sehr sensiblen Zeit, nämlich am Morgen, wenn alle noch sehr durchlässig sind. Sehr wohl sind ja hier unterschiedliche Bedürfnisse regulieren und synchronisieren.

00:21:18: Sprecher 1 Und da braucht ihr euch gegenseitig Dein Mann und du. Und wenn du jetzt drei Personen regulieren möchtest, dann wird es schwierig. Also es wäre gut, wenn die erwachsenen Personen in dieser Konstellation auch in einen möglichst erwachsenen Zustand kommen könnten. Damit meine ich zumindest in dem in dem Nachgang noch mal Gefühle, Zustände sich angucken und dann eben auch Verantwortung übernehmen könnten und ihr das gemeinsam gestalten könntet.

00:21:50: Sprecher 1 Also wenn ihr ausschließlich am Verhalten des 4-jährigen arbeitet und da auf die Kognition setzt und auf erklären, Also erklär's ihm besser, erklär es ihm noch mal anders und darauf setzt, dass er irgendwie Einsicht hat, dann ist das etwas, was nicht wirken wird. Also er hat einfach zu wenig kognitive Strukturen in seinem Alter um, ja, um die Erklärung anzunehmen, um sich da vielleicht auch daran zu erinnern, wenn du es abends erklärst oder morgens dann noch mal erklärst, Ja, er ist da sehr mit diesem emotionalen System verschmolzen, sage ich ja immer und ist da sehr impulsgetrieben.

00:22:26: Sprecher 1 Und das, was ich gerne mit euch noch mal angucken wollen würde, jetzt wäre das ja ihr eine verlässliche Morgenstruktur noch mal euch zulegt, experimentiert, gestaltet. Also eine, die sozusagen den Auslöser, der dazu führt, dass dein Mann nach oben fährt, entschärft und auch noch mal eine Struktur, die eben vorausschauend ist und auch diesen Eskalationsmoment für dein Kind geringer hält.

00:22:57: Sprecher 1 Also dass es gar nicht erst dazu kommt. Was nicht heißt, dass es dann immer alles funktionieren wird. Und gleichzeitig braucht das erst mal etwas, was ihr für euch euch klar macht, was ihr gestalten könnt, was ihr gestalten wollt. Und diesen Weg erst mal zu legen und diesen Weg eben so zu legen, dass die Eskalation möglichst gering ist. Am Morgen auf allen Ebenen.

00:23:21: Sprecher 1 Impulse zum Mitnehmen. Das Gehirn ist bei der Geburt angelegt, aber noch lange nicht ausgereift. Es entwickelt sich durch Vernetzung gelebte Erfahrungen formen nach und nach die neuronalen Verbindungen vor allem durch Beziehung und durch Alltagserleben. Vereinfacht kann man sagen, es gibt ein emotionales und ein kognitives System. Das emotionale System reagiert schnell und impulsgetrieben. Es schützt, alarmiert und sucht Sicherheit.

00:23:48: Sprecher 1 Das kognitive System kann abwägen, verstehen, planen und Impulse bremsen. Entscheidend aber ist Unter Stress kann das emotionale System, das kognitive deutlich überlagern. Die emotionalen Hirnareale, die Grundgefühle wie Wut, Angst, Freude, Trauer verarbeiten, reifen viel früher. Die Bereiche für Vernunft, Einsicht, Überblick, Impulskontrolle, reifen sehr viel später. Deshalb sind Kinder einfach lange und in den meisten Momenten viel stärker im Gefühl als in der Vernunft und der Kognition verhaftet.

00:24:21: Sprecher 1 Wir erreichen sie dann also eher über Beziehungen und Koregulation als über Erklärungen. Sie dürfen erst Worte finden für das, was in Ihnen vorgeht und verlieren schnell die Orientierung und sind überflutet von den eigenen starken Emotionen. Kinder können also noch nicht auf die drei großen Ass, die ich immer nenne, Antizipation, Abstraktion und Assoziation, verlässlich zurückgreifen, also vorausschauend handeln, ein Prinzip übertragen und aus Erfahrung bestimmte Bilder im Kopf aufrufen und eine passende Idee ableiten.

00:24:52: Sprecher 1 Diese Fähigkeiten entwickeln sich über die gesamte Kindheit und Jugend und sind lange eher rudimentär ausgebildet und lange Zeit eben nicht zuverlässig erreichbar. Und sobald Stress dazukommt, gar nicht mehr abrufbar. Wir dürfen also von der Erwartung loslassen, dass Kinder nur auf unsere kognitiven Erklärungen reagieren und Einsicht zeigen im Sinne von. Vielen Dank, dass du es mir gesagt hast, dann mache ich es ab jetzt anders.

00:25:17: Sprecher 1 Und übrigens Auch Erwachsene können unter Stress plötzlich deutlich weniger flexibel, vorausschauend und reflektiert handeln, obwohl die Strukturen bereits sehr ausgereift sind. Wenn du Interesse hast, mehr zu den kognitiven Entwicklung von Kindern zu erfahren, kannst du dich auf meiner Website Katia Saalfrank Punkte über die Kinder besser verstehen. Kurse Modul eins und zwei informieren. Hier geht es konkret um die Entwicklungen in der Kleinkind und Schulkind Phase.

00:25:45: Sprecher 1 Beide Kurse starten demnächst wieder.

00:25:51: Sprecher 1 Also wenn wir jetzt noch mal darauf schauen wollen, was könntest du? Was könntet ihr morgens noch mal an Struktur gestalten? Was könntet ihr da als Beziehungsarchitekten sozusagen noch mal neu kreieren? Dann ist es eben genau wichtig, die Antworten, die du dir vielleicht jetzt oder ihr euch gegeben habt, auf die Frage Was heißt denn relativ früh einsetzen? Weil da entscheidet sich ja dann, wann beginnt diese neue Struktur?

00:26:23: Sprecher 1 Wie? Wie viel Zeit habt ihr dafür? Was muss überbrückt werden Usw. Auch die Frage nach bestimmten Tagen war dann ein stressiger Kita Tag war viel Action, war spätes Einschlafen. Auch das hilft alles um das da einzusetzen, um einen neuen Weg zu experimentieren. Auch die Frage wie reagiert eher auf Körperkontakt zum Beispiel. Also gab es schon mal Morgende, wo du ihn noch mal beruhigen konntest oder ist es immer eskaliert?

00:26:52: Sprecher 1 Also Körperkontakt damit, meine Hand halten, Arm um ihn rum legen, Rücken kraulen, im Bett halten sozusagen. Beruhigt ihn das oder macht es ihn eher wacher? Auch das kannst du noch mal für dich. Könnt ihr noch mal für euch euch anschauen. Und dann auch gibt es so was wie ein körperliches Bedürfnis, Also ist Hunger Durst vielleicht vorhanden? Spielt das eine Rolle?

00:27:15: Sprecher 1 Und auch noch mal auf euch zu gucken Was genau ist für deinen Mann so schwierig? Was ist das Schwierigste? Es sind es die Geräusche? Ist es das Wecken, was die Schwester betrifft, also dieses Gefühl, Das soll nicht sein? Oder fühlt er sich auch geweckt dadurch? Also das Gefühl, das keiner reagiert? Oder jetzt ist der Morgen kaputt oder die Aussicht darauf, dass jetzt alles stressig wird.

00:27:38: Sprecher 1 Also das könntet ihr euch alles noch mal angucken und berücksichtigen und dann könnt ihr konkret überlegen, zum Beispiel wenn ihr jetzt wisst, ein erstes Aufwachen passiert, dann könntet ihr für euch schon mal eine Zuständigkeit verabreden. Also das heißt, ihr diskutiert nicht am Morgen und ihr verhandelt das nicht, sondern es gibt vorher eine klar vereinbarte Regelung unter euch. Wer ist dran, Wer geht, wer kümmert sich das, nimmt Druck raus und hat ja auch was mit Verantwortung zu tun.

00:28:13: Sprecher 1 Wenn man das vorher verabredet, dann weiß man es ist mein Bereich, für den bin ich jetzt verantwortlich. Das heißt, ihr könnt das abends unter euch sozusagen festlegen, oder er könnte es auch grundsätzlich festlegen. Das weiß ich nicht. Das machen ja Paare auch unterschiedlich, wenn er dann und dann oder auch vor dieser uhrzeit wach wird, je nachdem, wie oft er wach wird und wie das ist, ob er ihr noch mal beruhigen könnt.

00:28:37: Sprecher 1 Dann steht eben die eine Person auf und wenn es danach ist, vielleicht die andere. Ja, also erst mal nur als verantwortlichen Bereich, den ihr auf euch nehmt oder verteilt und rein zur Orientierung in dem Moment dann selbst, sobald ihr merkt, er wird unruhig, schon sozusagen proaktiv die Situation annehmen. Also die zuständige Person flüstert dann nur Ich bin da, wir gehen gleich raus, Wege sind leise und dann direkt rausgehen, bevor Trommeln am Bett oder Decke ziehen oder lautes Schreien sozusagen eskaliert.

00:29:17: Sprecher 1 Also was da wichtig wäre, wäre eben nicht noch fünf Angebote zu machen und ihn im Bett halten zu wollen, Buch zu holen, kuscheln und so, weil das unter Umständen noch mal in mehr auch in die Überforderung reinbringt. Und euch auch. Und es bringt vor allen Dingen Unruhe rein und schon ein klarer Plan, den ihr dann eben auch führt.

00:29:37: Sprecher 1 So einer Lara weg, der könnte eben helfen, um an dieser Eskalation ein Stück vorbeizugehen. Also es könnte sich lohnen, das zu experimentieren auch noch mal, weil eben euer 4-jähriger dadurch ganz zügig Coregulation und auch eine Bewegung, eine Handlung bekommt, also einen Weg mit euch gehen kann. Die Schwester bleibt dadurch in der Ruhe, im Schlaf. Die Atmosphäre bleibt und dein Mann muss auch nicht in Anführungsstrichen aushalten, bis es dann richtig laut wird und es alles eskaliert.

00:30:12: Sprecher 1 Also das ist so das eine, was mir so einfällt, das könntet ihr mal experimentieren. Also bitte nehmt das nicht als Handlungsanweisung, sondern wirklich als eine Idee. Ich stell die sozusagen hier in den Raum und du darfst dir was davon. Du kannst es auch einfach stehen lassen, aber du kannst dir da was von rausnehmen, kannst es als Impuls nehmen, als kreativen pool und es für euch für dich anpassen.

00:30:35: Sprecher 1 Das zweite, was ihr machen könnt, ist sozusagen schon ein bisschen mehr in etwas Ritualisiertes zu gehen. Ihr könnt es auch kombinieren mit dem ersten Jetzt, aber ich sage es erst mal so ein bisschen als eigenständigen Gedanken. Das heißt, ihr könnt ein Ritual etablieren und so was wie eine vorbereitete Umgebung machen. Also der Morgen ist so was wie ein Übergang und ihr baut sozusagen einen Weg, die sein Nervensystem dann kennt.

00:31:08: Sprecher 1 Das heißt, ihr könnt schon am Abend zum Beispiel draußen vor dem Schlafzimmer einen kleinen Korb vorbereiten, da ist ein Buch drin oder kleine Figur, da ist vielleicht auch schon ein Snack dringen oder etwas zu trinken, Kopfhörer, wie auch immer, was ihr eben morgens als ruhige Aktivität oder als ruhiges Angebot für euch etablieren wollt. Ja, und im Flur oder auch im Bad, wenn er auf Toilette muss mit einem von euch ist dann eben auch ein eher gedämpftes Licht.

00:31:40: Sprecher 1 Schon, also kein helles Deckenlicht, weil es ist wirklich ein Übergang von einem sehr inaktiven, sehr ruhigen Zustand in eine Aktivität, also sozusagen von der rechten in die Senkrechte. Ja, und in der Situation, wenn einer von euch dann eben merkt er es wach, dann kann derjenige eben auch ihn ansprechen. Du bist wach, ich komme mit dir, Komm, wir nehmen das Körbchen.

00:32:07: Sprecher 1 Ja, und es ist dann ganz klar, dass ihr sozusagen rausgeht. Es ist gar nicht mehr die Option, dann liegen zu bleiben und es entsteht nicht mehr so dieses Vakuum. Was machen wir denn jetzt? Sondern ihr könnt dann ins Wohnzimmer gehen, Küche gehen, wie auch immer. Und kommt dort dann eben kuscheln und dann gucken, was bringt denn das Körbchen mit sich?

00:32:25: Sprecher 1 Was können wir jetzt machen? Weil da ist ja dann die Ruhe nicht mehr so entscheidend, sondern da kann man dann auch miteinander ein bisschen ins Überlegen gehen, ins Aushandeln gehen. Und was da noch mal so der Schwerpunkt ist, ist sozusagen es geht nicht um die Beschäftigung, also nicht ihn ruhigzustellen, sondern ihr bietet Beziehung an, ja, und er bekommt danach sozusagen eine Beschäftigung über die Beziehung und er sucht nicht.

00:32:50: Sprecher 1 Er muss nicht suchen nach Ideen, ja oder nach Halt, sondern ihr bietet ihm diesen halt eben schon an. Also wie gesagt, ihr könnt das eine machen, wo ihr die Absprachen im Vordergrund stehen und oder das andere machen, wo ihr eben guckt, wer wach wird. Ihr könnt es mit Ritual machen, ihr könnt es ohne Ritual machen, aber auf jeden Fall ist glaube ich wesentlich das keine langen Erklärungen morgens im Bett stattfinden, weil das kann er noch nicht aufnehmen.

00:33:20: Sprecher 1 Er kann sich nicht entsprechend diesen Erklärungen verhalten. Er wird überfordert und er gerät noch mehr in eine Orientierungslosigkeit Und es ist einfach ein ganz schlechter Zeitpunkt, morgens immer wieder darüber zu sprechen, dass er leise sein muss. Was ihr als Paar noch mal tun könnt, gleicht euch noch mal ab. Worum geht es im Streit? Seid ihr beide mit dem Familienbett einverstanden?

00:33:44: Sprecher 1 Manchmal. Deswegen sage ich das noch mal so will das nur einer und der andere macht nur mit. Also ich kenne das tatsächlich relativ zahlreich aus den Beratungen, dass es da immer wieder ja sehr klare Positionen von dem einen gibt und der andere hat irgendwie keine andere Lösung und macht das dann mit. Also vielleicht könnt ihr das noch mal besprechen, ob da ein grundsätzlicher Konflikt hochkommt, ob da irgendwo ein Widerstand ist bei deinem Mann oder auch bei dir, ob du da irgendwas über gehst oder ob es lediglich tatsächlich ein Regulationsthema Synchronisationssthema am Morgen ist, was ihr dann auch gemeinsam angehen könnt.

00:34:23: Sprecher 1 Das heißt, wenn ihr da mehr Klarheit habt und wisst, worum es jetzt geht, könnt ihr entweder grundsätzlich noch mal neu schauen, dann müsst ihr das noch mal neu aushandeln, vielleicht die gesamte Situation noch mal verändern oder eben am Morgen dann gemeinsam justieren. Ja, liebe Paula, danke sehr für deine Frage. Das ist erst mal das, was mir aus der Entfernung dazu einfällt und vielleicht kannst du mit meinen Gedanken und Impulsen was anfangen.

00:34:52: Sprecher 1 Gerne möchte ich den Kreis für heute auch noch mal schließen und Dir und euch noch mal den Gedanken vom Anfang mitgeben. Denn es geht ja jetzt auch ums Experimentieren und um etwas neu gestalten. Und da kann doch der Gedanke Ich bin offen und freue mich auf alles, was kommt vielleicht diese innere Einstellung noch mal ein Stück manifestieren, um besser ins Gespräch zu kommen, um auch ein bisschen Freude und Neugier am Experimentieren zu entwickeln.

00:35:23: Sprecher 1 Und vielleicht kann das noch mal hilfreich sein für dich oder vielleicht auch für alle, die jetzt hier auch gehört haben und Impulse für sich mitgenommen haben. Ihr Lieben, das war für heute die Familiensprechstunde. Schreib doch gerne mal in den Kommentaren bei Spotify zum Beispiel wie es eure ituation mit euren Kindern Wie habt ihr es gestaltet, welche Erfahrung habt ihr?

00:35:47: Sprecher 1 Also ich finde gerade mit mit Kindern, mit Familie ist doch das Schlafen. Die andere Hälfte des Tages, Das ist so ein wichtiger Teil und wie man den gestaltet, darüber reden wir oft gar nicht so viel, sondern wir reden immer über die Konflikte am Tag oder über das, was wir tagsüber machen. Und ich finde das hochspannend. Wie habt ihr das gestaltet?

00:36:08: Sprecher 1 Wie geht da jeder, Wie ist da jeder von euch aufgestellt? Und natürlich könnt ihr eure Fragen auch an Podcast, Familiensprechstunde etc. Katia Saalfrank an mich senden. Und ich sage es noch mal Ich freue mich natürlich auch, wenn euch die Familiensprechstunde gefällt, Wenn ihr Sterne da lasst, möglichst viele und abonniert und auch andere hier von der sprechstunde erzählt. Das hilft dem Podcast für mehr Sichtbarkeit.

00:36:34: Sprecher 1 Vielen Dank! Wenn ihr da mitgestaltet und ich so auch noch mal Resonanz erhalte. Das bedeutet mir ganz viel, wenn ich hier jetzt alleine sitze und quasi mich mit euch verbinde, auch eine Form von Resonanz zu bekommen. Also Dankeschön für heute, sage ich Auf Wiedersehen. Ich danke euch auch so, Euer Zuhören für euer offenes Herz, für euer offenes Ohr bleibt weich und liebevoll mit euch selbst und euren Kindern und bis nächste Woche eure Katia.

00:37:07: Sprecher 1 Das war die Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank. Eine neue Folge gibt es jeden Montag überall dort, wo es Podcasts gibt. Und wenn du magst, nimm dir jetzt noch einen Moment Zeit für dich. Zeit, das Gehörte nachwirken zu lassen. In Kopf, Herz und in deinem Körper. Vielleicht hat sich etwas gezeigt, eine neue Perspektive oder eine leise Bewegung nach innen. Spür gerne nach und entschleunige noch mal Wenn du selbst eine Frage hast, die du hier in der Familiensprechstunde teilen möchtest, schreib mir gerne an Podcastminus, Familiensprechstunde etc..

00:37:40: Sprecher 1 Katia Saalfrank, .de. Alle Zuschriften werden natürlich anonymisiert, Hinweise zur aktuellen Folge sowie Informationen zu meinen Kursen und Ausbildungen und allen Angeboten findest du in den Shownotes. Schau dich dort gerne um. Ich danke dir von Herzen, dass du dir Zeit genommen hast und ich wünsche dir viele gute Beziehungserfahrungen und Verbindungsmomente und nicht vergessen es gibt keine schwierigen Kinder, sondern nur schwierige Situationen.

00:38:10: Sprecher 1 Bleibt nicht damit. Alleine schon ein Gespräch kann Veränderung bringen. Ein Austausch entlasten und Fragen zu stellen, kann neue Wege öffnen. Deine Katia.

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