Folge 03: Wenn Kinder Fragen stellen – zwischen Glauben, Werten und Vertrauen
Shownotes
Eine Mutter schreibt mir, weil ihr dreijähriger Sohn viel Zeit mit seiner sehr gläubigen Oma verbringt, betet, von Jesus spricht – und sie unsicher wird:Wie reagiere ich darauf? Wie viel Einfluss ist in Ordnung? Und wie begleite ich mein Kind, ohne Angst zu machen oder etwas zu verbieten?
In dieser Folge geht es um:
• kindliche Aussagen als Beziehungssprache
• den Unterschied zwischen Weltbild und Bindung
• unsere eigenen Haltungen als Eltern – und wie Kinder uns einladen, sie neu zu prüfen
• Rituale als emotionale Anker im Alltag
• und darum, wie wir in Verbindung bleiben können, auch wenn wir nicht Haltungen teilen
Vielleicht hörst du diese Folge für dein Kind. Vielleicht auch für dich selbst. Und vielleicht sendest du diese Episode jemandem, von dem du weißt, dass er sich gerade darüber Gedanken macht?
Viel Freude und gute Gedanken beim Hören.
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Transkript anzeigen
00:00:04: Sprecher 1 Herzlich willkommen bei der Familiensprechstunde mit Katja Saalfrank. In diesem Podcast geht es um Bindung und Beziehung, um das Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern und um das, was hinter dem Verhalten von Kindern wirkt. Ich bin Katja Saalfrank, Ich bin Diplompädagogin, Familientherapeutin und körperorientierte Eltern und Familienberaterin in eigener Praxis in Berlin. Ich bin Autorin, Podcasterin und Mutter von vier Söhnen.
00:00:30: Sprecher 1 Ich arbeite bindungsund beziehungsorientiert und begleite Menschen dabei, Kinder besser zu verstehen und sich selbst gleich mit. Ich freue mich sehr, dass du eingeschaltet hast. Schön, dass du da bist. Hallo und herzlich willkommen zu meinem Podcast Familiensprechstunde mit Katja Saalfrank. Ich freue mich, dass ihr mit dabei seid, dass ihr wieder eingeschaltet habt.
00:00:53: Sprecher 2 Ich hoffe, es geht euch gut.
00:00:55: Sprecher 1 Es geht dir gut und ich hoffe, du und deine Familie, ihr seid wohlauf. Ja, wir wollen uns heute wieder mit einer Frage beschäftigen.
00:01:03: Sprecher 2 Und.
00:01:04: Sprecher 1 Manchmal, und das finde ich sehr spannend, sind es ja gar nicht die großen Krisen, sondern so die leisen Unsicherheiten im Alltag. Man hat dann so ein Thema und es kommt immer mal wieder hoch. Und das gibt dann so Momente, in denen wir merken.
00:01:18: Sprecher 2 Irgendwas.
00:01:19: Sprecher 1 Fühlt sich nicht stimmig an und wir wissen nicht so richtig, wie wir damit umgehen sollen. Es geht um unterschiedliche Werte, unterschiedliche Haltungen, unterschiedliche Vorstellungen davon, wie man lebt, was man glaubt oder denkt, wie wir eingebunden sind und mittendrin unser Kind. Und wir als Eltern fragen uns Wie viel Einfluss ist eigentlich okay? Wo findet ein Fluss überhaupt statt? Wo braucht es vielleicht auch Schutz oder meine Grenze?
00:01:50: Sprecher 1 Und wie bleibe ich dabei eigentlich mit mir verbunden? Und wie bleibe ich mit meinem Kind verbunden? Wie kann ich Verbindung gestalten, ohne dass ich Druck mache und Raum für Entwicklung nehme, sondern eher Raum gebe? Und genau um eine solche Situation.
00:02:09: Sprecher 2 Geht.
00:02:09: Sprecher 1 Es heute. Eine Mutter hat mir geschrieben, Sie schreibt über ihren 3-jährigen Sohn Laura, deren Namen ich natürlich verändert habe. Und es geht um die Nähe zur.
00:02:19: Sprecher 2 Großmutter und.
00:02:20: Sprecher 1 Um die Frage, wie viel religiöser Einfluss für sie, für ihr Kind, für ihre Familie an der Stelle stimmig.
00:02:28: Sprecher 2 Ist und wie sie.
00:02:29: Sprecher 1 Liebevoll und klar damit umgehen kann. Und bevor ich die Frage vorlese, noch mal der Hinweis und die Einladung an euch Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt mir gerne auch und zwar an Podcastminus, Familiensprechstunde etc.. Katja Saalfrank.
00:02:45: Sprecher 2 P.de.
00:02:47: Sprecher 1 Und jetzt zur.
00:02:48: Sprecher 2 Frage von Laura.
00:02:50: Sprecher 1 Laura schreibt.
00:02:57: Sprecher 1 Hallo liebe Katja, danke für deine Arbeit. Ich freue mich sehr, dass Du weiterhin einen Podcast anbietest. Ich wende mich heute mit einem Thema an dich, bei dem wir als Eltern unsicher sind, wie wir gut und klar damit umgehen können. Mein Mann und ich haben einen 3-jährigen Sohn. Wir haben viele Jahre in einem anderen Bundesland gelebt, ohne Familie in der Nähe.
00:03:17: Sprecher 1 Vor etwa drei Monaten sind wir in die Nähe meiner Mutter und meiner Schwester gezogen. Unser Sohn hat sich sehr schnell emotional an sie gebunden, was uns grundsätzlich sehr freut. Nun zu unserem Anliegen. Mein Mann und ich sind nicht religiös. Wir schließen die Existenz eines Gottes nicht aus, glauben aber weder an die Bibel noch an den Teufel. Meine Mutter hingegen ist in den letzten Jahren sehr streng gläubig geworden, stärker als mir aus der Distanz bewusst war.
00:03:43: Sprecher 1 Sie versucht, das vor unserem Sohn nicht offen zu äußern, bringt aber oft das Argument Das steht so in der Bibel oder Gott hat es so gesagt. Wir erlauben nicht, dass sie mit unserem Sohn in die Messe geht. Gleichzeitig haben wir zugelassen, dass sie mit ihm in die Kirche fährt, um Kerzen anzuzünden. Sie betet viel, zum Beispiel vor dem Essen.
00:04:02: Sprecher 1 Vor kurzem hat sie allerdings begonnen, laut vor unserem Sohn zu beten, teilweise mitten im Alltag, in einem für uns nicht ganz einfachen Gespräch kam heraus, dass sie das tut, Wenn sie sich mit ihm überfordert fühlt. Und das Beten hilft ihr, sich zu regulieren. Sie haben Verständnis dafür, haben Sie aber gebeten, dies künftig leiser zu tun. Was sie auch versuchen will.
00:04:23: Sprecher 1 Seit einiger Zeit sagt unser Sohn nun häufiger Dinge wie Oma und ich glauben an Jesus Christus. Jesus hat gesagt, wir sollen in die Kirche gehen oder ähnliche Aussagen. Und genau hier fühlen wir uns unsicher. Ich weiß oft nicht, wie ich reagieren soll. Ich habe versucht, ruhig zu erklären, dass Mama und Papa nicht an das glauben, was Oma glaubt, aber ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist.
00:04:45: Sprecher 1 Gleichzeitig möchte ich nicht, dass unser Sohn Angst bekommt oder denkt, man müsse bestimmten Regeln folgen, weil Jesus das so will in Anführungsstrichen. Ein Teil von mir sagt, er ist noch klein. Er erlebt unseren Alltag, unsere Werte und wird sich daran orientieren. Ein anderer Teil macht sich Sorgen, ob wir nicht zu passiv sind. Manchmal denke ich sogar darüber nach, die Kirchen Besuche ganz zu untersagen, bin mir aber unsicher, ob das sinnvoll oder übertrieben wäre.
00:05:12: Sprecher 1 Unsere Fragen an dich wären Wie können wir in solchen Momenten gut reagieren, wenn unser Sohn religiöse Aussagen wiederholt? Wie viel religiöser Einfluss ist in diesem Alter in Anführungsstrichen normal bzw unproblematisch? Wir würden uns sehr über deine Einschätzung freuen. Vielen Dank fürs Lesen und für deine Gedanken.
00:05:31: Sprecher 2 Liebe Grüße, Laura.
00:05:37: Sprecher 1 Ja, also erst mal vielen Dank für die Frage, liebe Laura. Und ich weiß nicht, wie es euch geht jetzt, wenn ihr die Frage hört. Ich finde, man hat ja so einen inneren Filter, wo das so mitläuft und man gleich überlegt, wie ist es eigentlich bei mir, wo komme ich eigentlich her? Und so ging es mir dann auch und bei mir ist es ja so, dass ich in einem Haus groß geworden bin.
00:05:59: Sprecher 1 Das heißt, bei mir.
00:06:00: Sprecher 2 War.
00:06:01: Sprecher 1 Religion eingebunden in den Alltag, weil es der Beruf meines Vaters ist. Die Berufung meines Vaters war und ist. Und ihr könnt ja mal überlegen, wie das bei euch ist. Seid ihr mit Religion aufgewachsen? Evangelisch, katholisch? Hier geht es um um die katholische Religion.
00:06:20: Sprecher 2 Und ja.
00:06:22: Sprecher 1 Wie steht ihr in der Welt oder seid ihr mit was ganz anderem aufgewachsen? Wie war das für euch? Was lebt ihr heute? Und manchmal ist es ja auch so, dass man in der Kita oder auch in der Schule, da gibt es ja auch in der Schule dann Religionsunterricht. Wie ist das, wer nimmt daran teil? Also ich finde, das ist auf jeden Fall eine sehr spannende Frage.
00:06:44: Sprecher 1 Und ja, und Religion ist dann auf der einen Seite ja etwas.
00:06:49: Sprecher 2 Was.
00:06:49: Sprecher 1 Oft eine strukturierte, gemeinschaftliche, also nicht oft, sondern das kennzeichnet sie ja gemeinschaftliche Praxis ist, wo es eben auch Regeln gibt und auch so was wie Dogmen. Und Spiritualität ist ja etwas, wenn man so will, als woran glauben wir ansonsten? Ja, ist ja eher eine individuelle, persönliche Suche nach dem Sinn, nach innerem.
00:07:13: Sprecher 2 Wachstum.
00:07:14: Sprecher 1 Und auch der Frage ja, wie kann ich mir eigentlich die großen.
00:07:18: Sprecher 2 Die großen Fragen der Welt irgendwie beantworten?
00:07:23: Sprecher 1 Also die persönliche Suche nach nach Sinn und Religion bietet ja Bilder an und.
00:07:29: Sprecher 2 Bietet Wege.
00:07:30: Sprecher 1 An und Traditionen und ja, Spiritualität. So würde ich denn den Unterschied für mich erst mal definieren. Hat eher.
00:07:39: Sprecher 2 Einer eine.
00:07:39: Sprecher 1 Freiere Wahl von Bildern und lebt von einer inneren Erfahrung und gleichzeitig. Ja, ist es, ist es ja auch etwas, wo sich Dinge überschneiden können. Also ich würde sagen, bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich ich sage mal, ich habe einen persönlichen Gott.
00:07:57: Sprecher 2 So und also die.
00:07:59: Sprecher 1 Frage ist, wie kann ich vielleicht, wenn ich Dogmen empfinde, wie kann ich die rausnehmen.
00:08:04: Sprecher 2 Aus dem.
00:08:04: Sprecher 1 Religiösen Kontext und wie kann ich für mich das Leben so gestalten, um trotzdem Kraft aus etwas ziehen, woran.
00:08:12: Sprecher 2 Ich.
00:08:12: Sprecher 1 Glaube? Nicht im Sinne von Religion oder da muss mich dran halten, sondern an das, was an das, was ich wahrnehme bzw welche Bilder ich habe und was ich in mir auch spüre. Also ihr merkt schon, es ist gar nicht so einfach, das für sich zu formulieren und zu überlegen Bin ich religiös? Wie geprägt bin ich da? Bin ich.
00:08:36: Sprecher 2 Eher ja. Gehe ich.
00:08:37: Sprecher 1 Streng in die Kirche.
00:08:38: Sprecher 2 Und.
00:08:39: Sprecher 1 Und es gibt ja dann auch wieder vielleicht kennen das einige von euch auch bestimmte Glaubenssätze, die vielleicht aus einem religiösen Kontext kommen, je nachdem wie dogmatisch, wie eng das eben auch.
00:08:50: Sprecher 2 War.
00:08:51: Sprecher 1 Und ich glaube, es ist wichtig, egal welcher, welche Form von Religion wir leben.
00:08:58: Sprecher 2 Und anhängen.
00:09:00: Sprecher 1 Ja und und praktizieren sozusagen, dass wir immer wieder auch gucken, wie viel Raum ist da für Eigenes mit dabei. Also so empfinde ich das immer, wenn es sehr eng wird, dann und ich dann vielleicht auch in eine Abhängigkeit gerate. Dann finde ich, ist es eher raumnehmend. Und ich finde auch durchaus in religiösen, christlichen Ritualen auch immer wieder was sehr individuelles.
00:09:27: Sprecher 1 Also ihr merkt, es ist auf jeden Fall viel Potenzial da drin und wir haben aber hier.
00:09:32: Sprecher 2 Auch.
00:09:33: Sprecher 1 Eine ganz oder ganz eine ganz konkrete Situation und auch eine, also einige ganz konkrete Fragen.
00:09:41: Sprecher 2 Und wir.
00:09:43: Sprecher 1 Also ich weiß nicht genau, das sage ich manchmal auch zum Eingang meiner Beratung.
00:09:47: Sprecher 2 Wie weit wir heute kommen.
00:09:49: Sprecher 1 Aber ich würde einfach mal versuchen, ein bisschen die Aspekte, die mir auffallen und die mir.
00:09:56: Sprecher 2 Ins Herz.
00:09:57: Sprecher 1 Kommen. Wenn ich dir zuhöre, Laura bei deinen Fragen hier mit euch durchzugehen und ein bisschen meine Gedanken rein zu geben und dann zu gucken, was bleibt am Ende vielleicht für euch auch übrig, Was nehmt ihr mit und was lasst ihr vielleicht auch einfach stehen und nehmt sie als Anregung mit?
00:10:12: Sprecher 2 Also erst.
00:10:15: Sprecher 1 Mal finde ich jetzt auch mit dieser kleinen Mini Vorrede von.
00:10:19: Sprecher 2 Mir.
00:10:20: Sprecher 1 Noch mal wichtig, diesen Absatz, den du schreibst. Laura, mein Mann und ich sind nicht religiös. Wir schließen die Existenz eines Gottes nicht aus, glauben aber weder an die Bibel noch an den Teufel. Ja, das. Also soweit ich.
00:10:34: Sprecher 2 Weiß.
00:10:35: Sprecher 1 Müsste man vielleicht auch noch mal überdenken, wie deine Mutter glaubt, ob sie jetzt eher an Gott glaubt und an Jesus Christus, oder ob sie wirklich in Anführungsstrichen an die Bibel glaubt. Also auch da gibt Es gibt so viele unterschiedliche Formulierungen.
00:10:50: Sprecher 2 Und.
00:10:51: Sprecher 1 Ja und Interpretationen auch. Also das finde ich manchmal auch ganz spannend, wenn ich in Kirchen bin und eben Predigten höre, wie die Texte ausgelegt sind und welche Philosophie dahinter steckt. Und ich finde, man merkt auch immer, wo der Pfarrer die Pfarrerin herkommt und was die für eigene Gedanken da reingeben. Fällt mir jetzt noch mal so ein, wenn ich lese hier.
00:11:10: Sprecher 1 Ich glaube nicht an die Bibel, weil an die Bibel. In Anführungsstrichen glaube ich auch nicht. Und gleichzeitig hat die Bibel wunderbare Geschichten.
00:11:19: Sprecher 2 An die.
00:11:19: Sprecher 1 Wir gar nicht glauben, sondern die wir quasi nehmen können als symbolische Bilder, als Metaphern und als Geschichten, die auch Mut machen und Zuversicht geben. Mal ganz herausgehoben aus dem Kontext, in dem sie vielleicht auch entstanden sind.
00:11:34: Sprecher 2 Ja.
00:11:36: Sprecher 1 Nicht alle Geschichten übrigens, muss man auch sagen, aber einige haben mich da auch sehr geprägt und habe ich als sehr liebevoll empfunden und Dinge verstanden, ohne dass sie ausgesprochen wurden.
00:11:46: Sprecher 2 Ja, ich.
00:11:47: Sprecher 1 Weiß nicht, wie euch das da geht mit mit diesen Themen. Es würde mich mal interessieren, vielleicht schreibt ihr das mal in die Kommentare.
00:11:55: Sprecher 2 Wie.
00:11:56: Sprecher 1 Wie das euch ergeht mit Geschichten aus der Bibel. Lest ihr die vor? Verändert ihr die? Legte die ganz weg. So. Also das sehr spannend. Also Laura, ihr schreibt, ihr glaubt da nicht dran. Ich interpretiere das jetzt mal so, dass ihr das im Grunde gar nicht in eurer Welt habt, in eurem Leben habt. Und es ist ja auch völlig in Ordnung.
00:12:16: Sprecher 1 Jetzt schreibst du, dass deine Mutter stark gläubig geworden ist.
00:12:20: Sprecher 2 Und dass.
00:12:22: Sprecher 1 Es da jetzt diesen Konflikt gibt. Und ich würde gerne Laura als allererstes noch mal dich und deinen Mann einladen, tatsächlich zu.
00:12:31: Sprecher 2 Gucken Wo.
00:12:32: Sprecher 1 Steht ihr denn.
00:12:33: Sprecher 2 In der Welt? Wie nehmt ihr das.
00:12:36: Sprecher 1 Was nicht so sichtbar ist, sondern nur spürbar ist zwischen Himmel und Erde wahr? Gibt es da etwas oder gibt es da einfach eine ganz sachliche Erkenntnis? Das gibt es nicht. Und alles andere.
00:12:47: Sprecher 2 Ja.
00:12:48: Sprecher 1 Ist für euch auch gar nicht so relevant. Also es wäre einfach so eine Einladung mal zu schauen. Gibt es etwas, woran ich mich orientiere im Leben, dass ich vielleicht so eher. Und wo steht ihr da einfach nur um? Das hat jetzt gar nicht so viel damit zu tun. Vielleicht kommt wird es später noch mal relevant. Aber ich glaube, dass es immer.
00:13:12: Sprecher 2 Wieder.
00:13:13: Sprecher 1 Spannend ist. Vor allen Dingen mit Kindern, weil wir an Themen kommen, die wir sonst in unserem Leben gar nicht mehr hätten. Und jetzt gibt es diese Situation und Anlass ist natürlich deine Mutter. Aber eigentlich ist ja auch der Anlass, dein Kind. Was sich nämlich jetzt damit beschäftigt und Fragen stellt und Aussagen trifft. Und jetzt dürft ihr, du und dein Mann, euch noch mal damit beschäftigen und überlegen Wie formuliert ihr eigentlich das, was euch wichtig ist?
00:13:39: Sprecher 1 Ja, so ist eigentlich die Einladung gemeint Impulse zum Mitnehmen. Ein ganz spannender Aspekt von Elternschaft ist ja, dass wir uns immer wieder neu mit unseren eigenen Haltungen beschäftigen dürfen. Unsere Kinder entdecken die Welt in großen und in kleinen Dingen, im Innen und im Außen. Sie stellen Fragen, machen Erfahrungen, entwickeln Interessen und erschließen sich so Schritt für Schritt das Leben.
00:14:05: Sprecher 1 Und wir als Erwachsene haben oft längst unsere Einstellungen gefunden. Wir leben sie einfach. Manchmal ganz bewusst, manchmal auch nebenbei, ohne groß darüber nachzudenken. Wenn Kinder dann fragen, dürfen wir plötzlich wieder selbst hinschauen, wie sehe ich das eigentlich? Wie möchte ich es leben? Was möchte ich meinem Kind mitgeben? Ob bei Religion, Medien, Alkohol oder anderen Themen. Unsere Kinder laden uns immer wieder ein, die eigene Haltung zu prüfen und sie bewusst zu wählen, sie neu zu formulieren.
00:14:35: Sprecher 1 Es muss nicht perfekt sein, stimmig und authentisch. Darum geht es. Und es kann etwas sehr Bereicherndes sein, dass Entwicklung nicht nur bei Kindern stattfindet, sondern auch bei uns.
00:14:52: Sprecher 1 Wenn wir jetzt weiter gucken und uns noch mal.
00:14:54: Sprecher 2 So.
00:14:56: Sprecher 1 Vor Augen führen worum geht es eigentlich hier, dann.
00:14:59: Sprecher 2 Können wir.
00:15:00: Sprecher 1 Feststellen, dass es so ein Stück auch um einen Loyalitätskonflikt deines Kindes geht. Also dein Sohn.
00:15:07: Sprecher 2 Steht.
00:15:08: Sprecher 1 Letztlich ja so ein bisschen unbewusst und unbemerkt zwischen zwei Welten, zwischen zwei Beziehungswelten. Also es gibt dich und dein Mann, Ihr seid liebevoll, ihr seid präsent, ihr seid Raum geben. Da erlebt er ganz viel. Und auf der anderen Seite hat er eben seine seine Oma. Ja, die genauso.
00:15:32: Sprecher 2 Liebevoll auch.
00:15:33: Sprecher 1 Ganz entscheidend für ihn ist, wichtig geworden ist. Bindungsperson ist nicht die erste und vielleicht auch nicht die zweite, aber trotzdem eine wichtige Bezugsperson und nah und präsent ist.
00:15:45: Sprecher 2 Ja.
00:15:46: Sprecher 1 Und du hast in deiner Mail auch geschrieben ein Teil von dir sagt und das möchte ich gerne auch noch mal hervorheben, weil ich das so wichtig finde. Er ist noch kleine es in der Entwicklung. Er erlebt und euren Alltag, also unseren Alltag, unsere Werte. Und er wird sich daran orientieren. Und genau das ist ein ganz wichtiger Teil in dir.
00:16:07: Sprecher 2 Dass ihr.
00:16:08: Sprecher 1 Nicht unsicher werdet.
00:16:10: Sprecher 2 Oder dass.
00:16:11: Sprecher 1 Die Unsicherheit erst mal bei euch bleibt oder in einen anderen Raum geht. Dass ihr nicht weniger wert seid als das, was auf der anderen Seite passiert. Und ihr ja nicht aktiv sozusagen etwas tun müsst. Weil du schreibst, ein anderer Teil macht sich Sorgen, ob wir nicht zu passiv sind und ich empfinde das erst mal nicht so, vielleicht hilft das erst mal schon für den Anfang.
00:16:34: Sprecher 1 Und gleichzeitig ist es wichtig, sich diesen Loyalitätskonflikt deines Kindes, eures Kindes klar zu machen.
00:16:41: Sprecher 2 Weil wenn.
00:16:44: Sprecher 1 Du da das Gefühl hast, du müsstest jetzt die Wirklichkeit deuten, die Wahrheit deuten, dann könnte es auf einmal um richtig oder falsch gehen. Und wenn dein Sohn zum Beispiel sagt Oma und ich glauben an Jesus Christus, ist es vielleicht auch noch mal wichtig, dir klar zu machen, dass es keine aussage ist, sondern eher eine Bindungsaussage. Er sagt ihm im Grunde etwas über seine Zeit, sein Gefühl der Zugehörigkeit aus.
00:17:11: Sprecher 1 Ja, ich gehöre zu Oma. Ja, ich habe sie lieb. Ich bin mit ihr verbunden. Ja, also, das ist vielleicht noch mal etwas, was du dir klar machen kannst.
00:17:22: Sprecher 2 Und es ist.
00:17:23: Sprecher 1 Nicht so, dass dein Kind irgendwie.
00:17:26: Sprecher 2 Versucht, eure Welt zu.
00:17:28: Sprecher 1 Korrigieren. In Anführungsstrichen. Ja. Also er sagt jetzt nicht, wir müssen jetzt alle daran glauben, sondern er erzählt erst mal etwas über sich und er sichert sozusagen sein Gefühl der Verbindung, der Zugehörigkeit. Ohne jetzt diese Tragweite, die ihr mit da rein interpretiert, mit zu denken und zu fühlen, ist ja klar. Er ist ja noch ganz klein. Also was vielleicht noch mal wichtig ist mit drei Jahren.
00:17:58: Sprecher 2 Ist Religion erstmal.
00:18:00: Sprecher 1 Vor allen Dingen ja eher.
00:18:02: Sprecher 2 Beziehung, Ritual, Stimmung, Sprache.
00:18:07: Sprecher 1 Sprache. Auch von.
00:18:08: Sprecher 2 Nähe.
00:18:09: Sprecher 1 Das heißt erst mal Aussagen wie Jesus hat gesagt oder Oma hat gesagt, Jesus hat gesagt sind erst mal Beziehungssätze.
00:18:17: Sprecher 2 Die erzählen etwas über die Beziehung.
00:18:20: Sprecher 1 Wie er sie empfindet. Und er stellt vielleicht auch ein bisschen unterschwellig die Frage Was denkt ihr dazu? Da kommen wir nachher noch mal auch dann drauf. Aber was wichtig ist, ist vielleicht erst mal das.
00:18:32: Sprecher 2 Du noch mal.
00:18:33: Sprecher 1 Hörst, Laura, dass dein Sohn nicht sagt ich glaube an ja, sondern dass er sagt Ich.
00:18:38: Sprecher 2 Gehöre zu. Ich gehöre zu Mama. Ja.
00:18:43: Sprecher 1 Also wenn ich jetzt noch mal höre, was du geschrieben hast.
00:18:47: Sprecher 2 Nämlich, Hm.
00:18:50: Sprecher 1 Ich finde erst mal beten eigentlich eine ganz schöne. Also ein ganz schönes Ritual. Und gemeinsam etwas zu sprechen, das kann ja auch ein ja, ein ganz wunderbares Ritual sein. Ich bespreche das ganz häufig auch in der Praxis mit den Menschen vor dem Essen, dass man sich die Hände reicht und dass man eben ja entweder betet. Also ich kenne das auch von zu Hause.
00:19:14: Sprecher 1 Wir haben das dann irgendwann verändert bei uns, Wir haben da auch manchmal eine Mischform gehabt. Also es geht mir eher um die Art und Weise, wie starten wir in ein Essen oder wie finden wir diese Rituale als jetzt um den Inhalt also im Sinne von, dass das jetzt etwas Religiöses ist, Was mir da noch mal aufgefallen ist, ist, dass du schreibst, dass deine Mutter viel betet, zum Beispiel vor dem Essen.
00:19:41: Sprecher 1 Wie gesagt, das ist vielleicht noch mal was anderes. Und dann beschreibst du aber, dass sie vor kurzem begonnen hat, laut.
00:19:47: Sprecher 2 Zu beten.
00:19:48: Sprecher 1 Vor eurem Sohn und teilweise mitten im Alltag. Also sozusagen ohne einen. Ein Ablauf, in das das integriert wäre, wie zum Beispiel ein Essen.
00:19:59: Sprecher 2 Und ihr habt.
00:20:00: Sprecher 1 Da auch schon mit ihr drüber gesprochen und habt jetzt das Gefühl, dass sie da ein bisschen Rücksicht drauf nimmt nach eurem Gespräch und es kam aber raus, dass sie das tut, wenn sie sich mit ihm, also mit eurem Sohn, überfordert fühlt und das Beten hilft ihr, sie zu.
00:20:16: Sprecher 2 Regulieren.
00:20:17: Sprecher 1 Und jetzt habt.
00:20:18: Sprecher 2 Ihr im Grunde.
00:20:19: Sprecher 1 Mit ihr besprochen, dass sie das machen kann. Also ihr versteht das, aber sie kann es leise machen. Und ich finde das noch mal wichtig, dass wie gesagt, Beten als Ritual kann sinnvoll und schön sein. Form, Essen, Dankbarkeit, Gemeinsamkeit, Zugehörigkeit.
00:20:35: Sprecher 2 Verbindung ist.
00:20:36: Sprecher 1 Gerade nicht mein Thema und gleichzeitig werde ich so ein bisschen hellhörig. Ja, wenn es darum geht, Beten als eine eigene Regulation in einer situation als Regulationsinstrument zu nutzen. Also ich habe es noch nicht ganz verstanden. Vielleicht kannst du für dich noch mal gucken, welche. Also ist es wirklich so, wie ich es jetzt gerade formuliert habe? Weil was mich dann daran ein bisschen nachdenklich macht, ist die weiterführenden Fragen Was sind das für Situationen, die Sie in Überforderung bringen, Also deine Mutter und wo es in diesem Moment dann dein.
00:21:15: Sprecher 2 Sohn und.
00:21:16: Sprecher 1 Die Frage auch Geht da vielleicht Verbindung weg? Also sind das Situationen, wo dein Sohn im Grunde Halt und Koregulation von einer Bezugsperson bräuchte? Und gibt es dann da eine Abwendung.
00:21:29: Sprecher 2 Oder ja.
00:21:32: Sprecher 1 Wie? Wie genau gestaltet sich das? Also das ist mir so ein bisschen aufgefallen und macht mich nachdenklich. Kann ich aber jetzt von hier aus ja mit dir nicht besprechen. Aber da kannst du für dich noch mal hinschauen, weil dann wäre es vielleicht doch gut, auch mit mit deiner Mutter noch mal zu sprechen und eher darüber zu sprechen. Wann sind diese Überforderungssituationen, Wie stellt sich das dann dar?
00:21:54: Sprecher 1 Könnt ihr vielleicht schon ein bisschen anders das gestalten? Vielleicht kürzere Aufenthalte fällt mir jetzt nur ganz spontan ein, so dass es eben nicht zu so einer Überforderungssituation kommt, dass dann im Grunde ein Beten und ein.
00:22:07: Sprecher 2 Ja.
00:22:07: Sprecher 1 Rausgehen aus der Situation, wenn das so ist, stattfindet und dein Sohn eben dann im Grunde ja auch mit seiner Überforderung dann alleine ist. Also das wäre vielleicht noch mal etwas, wo ihr hingucken könnt. Das kann ich jetzt von dieser Stelle aus gar nicht so richtig einschätzen, aber ich möchte den Gedanken gerne mit reingeben. Also ich habe vorhin schon gesagt, diese beiden Teile in dir, die du so schön beschrieben hast, diese einerseits dieser Anteil der sagt, er lebt bei uns, er hat Orientierung von uns, Sicherheit halt usw unsere Werte, er wird sich daran orientieren und der andere Teil, der sich eben auch besorgt, ob ihr nicht zu passiv seid.
00:22:49: Sprecher 1 Und ich verstehe das und würde mich da gerne noch mal hinwenden, denn ich verstehe die.
00:22:55: Sprecher 2 Sorge.
00:22:57: Sprecher 1 Und ich sortiere die mal so ein bisschen, wie ich die verstanden habe. Ich verstehe die Sorge so.
00:23:01: Sprecher 2 Dass du.
00:23:02: Sprecher 1 Sorge hast. Ist es zu viel Beeinflussung? Du hast auch konkret formuliert Sind wir zu passiv, Müssten wir aktiver etwas gestalten. Ja, vielleicht auch die Sorge, dass du dein Kind, dass ihr euer Kind etwas Falschem.
00:23:16: Sprecher 2 Aussetzt und.
00:23:18: Sprecher 1 Etwas Falsches mitgibt oder falsch in Anführungsstrichen, etwas, was ihr nicht wollt oder was ihr nicht vertretet. Und auch die Sorge, vielleicht Verbindung zu deiner Mutter auch zu verlieren, dadurch, dass du dich klarer positionieren und vielleicht auch so eine innere Grenze, die du spürst, formulieren musst oder.
00:23:37: Sprecher 2 Möchtest.
00:23:39: Sprecher 1 Also das sind so die Sorgen, die ich erst mal höre und ich finde das erst mal auch total nicht erst mal, sondern ich finde es auch nachvollziehbar. Und gleichzeitig wäre es gut, wenn diese.
00:23:53: Sprecher 2 Angst Sorge.
00:23:55: Sprecher 1 Befürchtungen nicht so unbewusst mitlaufen und dann vielleicht auch in die Antworten an deinen Sohn.
00:24:03: Sprecher 2 Rutschen.
00:24:04: Sprecher 1 Also sie da nicht reinrutschen zu lassen. Deswegen ist es vielleicht gut, wenn ihr miteinander viel sprecht, also dein Mann und du und du.
00:24:11: Sprecher 2 Da.
00:24:12: Sprecher 1 Dich auch ansprichst oder erst mal auch sozusagen ihr euch gegenseitig reguliert, wenn Aussagen kommen bzw wenn ihr was mitbekommt, dass ihr nicht so schnell reagiert sofort, sondern dass sie auch da ein bisschen entschleunigt, weil.
00:24:27: Sprecher 2 Das.
00:24:27: Sprecher 1 Was dann passieren könnte, wäre eben eine Unsicherheit auf der Seite deines Sohnes und aber jetzt gar nicht so in Bezug auf Jesus Christus, sondern eher so die Frage habe ich was falsch gemacht? Bin ich okay so wie ich bin? Besorge ich Mama, wenn ich von meinem Erleben berichte? Ich sehe, dass Mama.
00:24:43: Sprecher 2 Da.
00:24:44: Sprecher 1 Ja oder ich spüre vielleicht auch, dass Mama da in Erregung kommt, irgendwie das Nervensystem hochfährt oder dass da irgendetwas passiert. Das könnte ihn vielleicht auch beunruhigen. Und das, was dann eben passieren könnte. Also ich vertrau dir da sehr. Ich sage es jetzt nur allgemein ist, dass dann eben Vertrauen weggeht. Das wäre das schlechteste. Also das wäre nicht das Ziel, weil er dann eben vielleicht das Gefühl bekommt, ich kann das nicht, kann mich da gar nicht zumuten und dann würde er mit dem Ding alleine bleiben.
00:25:13: Sprecher 1 Deswegen ist es so wichtig, dass ihr für euch Antworten erst mal findet. Wo steht ihr? Was wollt ihr? Und dass ihr sozusagen.
00:25:21: Sprecher 2 Die.
00:25:21: Sprecher 1 Unsicherheiten miteinander bespricht und auch wahrnimmt und aber auch guckt, dass es nicht zu.
00:25:28: Sprecher 2 Einer zu großen Sorge wird.
00:25:31: Sprecher 1 Und insofern ist es ja gut, dass du hier in deiner Innenschau auch so klar die Fragen aufwirft und dir auch darüber.
00:25:37: Sprecher 2 Bewusst bist.
00:25:38: Sprecher 1 Und.
00:25:39: Sprecher 2 Wirst, wo bei dir.
00:25:40: Sprecher 1 Unsicherheiten entstehen. Und so kannst du sie bewusst an anderer Stelle für dich anschauen.
00:25:45: Sprecher 2 Um dann.
00:25:46: Sprecher 1 Auch mit dem Ziel, möglichst unbefangen auf deinen Sohn zu gehen zu können, ein Stück näher zu kommen. Und gleichzeitig ist es eben auch nicht so einfach, das alles zu sortieren. Denn auch ihr seid ja irgendwie in einem Dilemma, denn ihr wollt auf der einen Seite offen sein, offen für die Oma, offen für das, was sie gestaltet. Und dann habt ihr aber auch irgendwie das Gefühl, es braucht irgendwie eine Grenze oder es braucht ein Schutz.
00:26:11: Sprecher 1 Und wo bleibt ihr eigentlich mit dem, was euch wichtig ist? Das heißt, ihr versucht tolerant zu sein, nicht zu verbieten, nicht zu dramatisieren und gleichzeitig spürt ihr hier überschreitet auch etwas unsere innere Grenze. Ja, das ist so das, was bei mir ankommt. Und diese Ambivalenz erst mal zu spüren, das finde ich erst mal ganz wichtig. Weil wenn wir die nicht spüren, sondern aus ihr heraus agieren, dann wird es eben schwierig, ruhiger und klarer zu reagieren.
00:26:41: Sprecher 1 Denn Kinder spüren eben genau diese Unsicherheit dann. Und deswegen ist es, glaube ich, ganz gut, wenn wir.
00:26:48: Sprecher 2 Hier sozusagen.
00:26:49: Sprecher 1 Die Dinge sortieren und dann.
00:26:52: Sprecher 2 Auch du in.
00:26:53: Sprecher 1 Die Voraussetzung dich selbst bringst. Auch im Gespräch mit deiner Mutter zum Beispiel auch diese Dinge noch mal anzusprechen. Impulse zum Mitnehmen Wenn Kinder Interesse für Bereiche entwickeln, die uns erst mal fremd sind oder uns nicht interessieren, entsteht oft erstmal der Impuls, die Dinge abzulehnen oder auch abzuwerten, sie wegzuschieben. Zum Beispiel bei einer Sendung, einem Computerspiel oder auch Videos, die unsere Kinder anschauen.
00:27:21: Sprecher 1 Ich möchte dich hier zu einem kleinen Perspektivwechsel einladen. Was wäre, wenn wir dieses Interesse unserer Kinder selbst als eine Einladung in die Welt unserer Kinder betrachten, Wenn sie es nicht sofort ablehnen oder gar abwerten, sondern uns dem zuwenden, interessiert fragen Was fasziniert dich daran? Was findest du spannend? Was bewegt dich dazu? So können wir Verbindung herstellen und die Themen zwischen uns bringen, darüber sprechen.
00:27:48: Sprecher 1 Wir können also eventuell eine Sendung auch gemeinsam schauen. Ein Computerspiel mal zusammen spielen oder auch, wie hier in unserer Frage mal gemeinsam in die Kirche gehen und schauen, was passiert dort eigentlich? Wie geht es meinem Kind damit? Was wäre also, wenn wir uns den Dingen zuwenden, die unsere Kinder interessieren, ein gemeinsames Erleben hätten? Es würde bedeuten, sie nicht damit alleine zu lassen, sondern in die Welt unserer Kinder mit einzutauchen und in Verbindung zu bleiben.
00:28:16: Sprecher 1 Und ganz nebenbei würden wir noch gute sbotschaften senden. Das, was dich interessiert, interessiert auch mich. Das, was dich bewegt, bewegt mich auch. Du bist mir wichtig und wertvoll.
00:28:33: Sprecher 1 Vielleicht ist es noch mal gut, sich das klarzumachen. Dein Kind entwickelt jetzt hier keine religiöse Überzeugung oder wird irgendwie manipuliert, sondern es geht eher darum. Also er ist nicht im Kopf und im Denken, sondern er ist eher in dem, was er wahrnimmt und und im Fühlen unterwegs. Und deswegen ist es vielleicht auch wichtig, dass ihr euch klar macht, dass es nicht um Argumente geht.
00:28:57: Sprecher 1 Also ihr müsst nicht korrigieren oder nichts erklären im Grunde, sondern es geht eigentlich darum, Unterschiede zu benennen, ohne das zu bewerten.
00:29:08: Sprecher 2 Und.
00:29:08: Sprecher 1 Sicherheit zu geben, ohne in eine, ja in einen Kampf zu gehen. Also wenn er zum Beispiel sagt Oma glaubt das. Oder wenn wenn er von Jesus Christus spricht, dann könntet ihr sagen Oma glaubt das, dass es ihr wichtig. Bei uns ist das anders. Ja oder ihr könntet zum Beispiel sagen Oma macht das so, wir machen das so, wir haben machen es anders.
00:29:32: Sprecher 1 Oma betet gerne. Das gehört für sie dazu. Bei uns gehört es nicht dazu. Was macht ihr stattdessen? Deswegen ist es vielleicht auch ganz gut, noch mal zu.
00:29:42: Sprecher 2 Gucken Wie.
00:29:43: Sprecher 1 Geht ihr zum Beispiel ins Essen.
00:29:44: Sprecher 2 Rein?
00:29:45: Sprecher 1 Welche Rituale habt ihr? Und man kann durchaus Kindern sagen Menschen machen Dinge unterschiedlich, machen das unterschiedlich. Und Oma macht das so und wir machen es eben so und das ist ja auch schon in der in der Kita oder in der Schule im Grunde so, dass auch da anders andere Regeln gelten, andere manchmal sogar tatsächlich auch Teile von Weltbild anders sind und wir eben auch mit unseren Kindern dann entsprechend umgehen können.
00:30:13: Sprecher 1 Und wenn.
00:30:13: Sprecher 2 Ihr.
00:30:14: Sprecher 1 Sozusagen diese Benennung macht, die Unterschiede benennt, also Oma macht das so, wir machen das so, dann erfährt euer Sohn ganz viel, nämlich dass Menschen unterschiedlich sind und Dinge unterschiedlich machen und auch machen dürfen und dass ihr es eben anders macht. Und beides ist okay, beides hat Bedeutung und es entsteht auch Raum. Eben für Eigenes, was dann später vielleicht auch an Gedanken entsteht, die euer Sohn sich macht.
00:30:42: Sprecher 1 Und er wird sich immer an euch wenden.
00:30:45: Sprecher 2 Und wird immer.
00:30:46: Sprecher 1 Sozusagen auch eure Haltung dazu hinterfragen und wird auch.
00:30:50: Sprecher 2 Immer die.
00:30:51: Sprecher 1 Dinge, die ihr anbietet, erst mal mitmachen. Also insofern, Du hast völlig recht, er ist klein und er ist in der Entwicklung und der ist an euch sicher gebunden. Und wenn dein Sohn eben konkret sagt ja, bei Oma Jesus sagt bei Oma das und das, ja, das ist Omas Idee, wir machen das auf unsere Art und wie es eurer Artikel Mit Oma gehst du in die Kirche und zündest dort eine Kerze an?
00:31:15: Sprecher 1 Wir haben zum Beispiel die Kerze auf dem Fensterbrett oder bei uns am Frühstückstisch und ihr könnt ja mal schauen, welche Rituale habt ihr? Was füllt sozusagen eure Atmosphäre? Wofür steht zum Beispiel das Kerze anzünden.
00:31:30: Sprecher 2 In.
00:31:30: Sprecher 1 Der Kirche? Da ist es. Vielleicht weiß ich gar nicht, ob das so eingebunden ist, dann an jemanden zu denken. Woran steht das? Kerzen? Wofür steht das? Kerzen anzünden bei euch Zum Frühstück zum Beispiel muss man Kerzen in der Kirche anzünden, um an andere zu gedenken? Muss kann man sie einfach auch so anzünden und an andere denken? Also das sind ja alles Fragen, die dann aufgeworfen werden und wo ihr dann sozusagen das, was eure Art ist, so wie ihr es macht, eben auch mit eurem Sohn gestalten könnt.
00:32:01: Sprecher 1 Vielleicht gibt es auch Anregungen tatsächlich aus dem religiösen Kontext für Rituale, die ihr im Alltag bereits habt oder auch neu entwickeln könnt. Also das könnte ja auch etwas sein, weil nicht alles ist.
00:32:12: Sprecher 2 Ja.
00:32:14: Sprecher 1 Sozusagen religiös eingebunden, sondern es gibt ja auch einfach Dinge, die also mit der Kerze und an jemanden denken. Das ist ja etwas, was ein sehr schönes Ritual ist und was man ja wie gesagt nicht in der Kirche machen muss, sondern zum Geburtstag ja im Grunde auch macht. Auch wenn wir da dann die Jahreszahlen oft symbolisch mit in die Kerzenzahl nehmen.
00:32:34: Sprecher 1 Aber so, ich glaube, das ist das ist einfach toll, es auch noch mal zu gucken, welche Rituale.
00:32:41: Sprecher 2 Habt ihr.
00:32:42: Sprecher 1 Denn im Gegensatz zu Oma und euch noch mal darauf, ja noch mal euch das bewusst zu machen.
00:32:48: Sprecher 2 Wie lebt.
00:32:49: Sprecher 1 Ihr denn und.
00:32:50: Sprecher 2 Kinder? Ja, Kinder lieben das.
00:32:52: Sprecher 1 Wenn der Alltag auf diese Art und Weise gestaltet wird, weil es eben beeindruckt und weil es eben auch relevanz hat. Kinder leben so auch Bindung, in dem sie eben uns nachahmen, indem sie Bedeutung den Dingen, die wir.
00:33:07: Sprecher 2 Tun.
00:33:07: Sprecher 1 Zuschreiben. Impulse zum Mitnehmen. Kinder lieben Rituale. Das habt ihr sicher alle schon mal bemerkt. Nicht nur, weil wir Erwachsene sie uns ausdenken und gestalten, sondern auch, weil unsere Rituale ja in dieser sicheren Bindung zu unseren Kindern auch Atmosphäre der Beziehung gestalten. Und weil sie so emotionale Bedeutung für unsere Kinder und für uns erlangen. Wenn wir Kinder beobachten, sehen wir das überall im Grunde.
00:33:36: Sprecher 1 Sie wollen immer den selben Weg gehen, noch dreimal rutschen für einen Abschluss und ein Übergang in etwas Neues. Immer die selbe Gute Nacht Geschichte. Oder auch sie bestehen darauf, dass das, was gestern genauso war, auch heute wieder passiert. Und dabei ist es tatsächlich nicht so sehr wichtig, was wir tun, sondern wie wir das tun, was wir tun. Rituale sind lebendig, sie geben Orientierung und gestalten Verbindung zwischen Menschen und dem, was im Außen passiert.
00:34:06: Sprecher 1 Sie drücken Zugehörigkeit aus und geben so tiefe emotionale Sicherheit. Wir dürfen sie nah und warm und individuell für uns und unsere Familie finden und gestalten. Die Welt ist für Kinder jeden Tag groß, neu und unübersichtlich. So viele Eindrücke, so viele Gefühle, so viel, was sie noch nicht einordnen können. Und Rituale sind wie kleine Anker im Ablauf des Tages und dem, was wir miteinander leben.
00:34:33: Sprecher 1 Wie ein emotionales Geländer an dem sie sich festhalten und sich sicher fühlen können. Etwas wiederholt sich, etwas ist vertraut, etwas kommt wieder. Etwas fühlt sich sicher an, denn Sicherheit, das müssen wir uns noch mal klar machen, entsteht nicht durch Erklärung, sondern durch Erfahrung.
00:34:52: Sprecher 2 Durch Wiederholung.
00:34:54: Sprecher 1 Durch. Ich kenne das schon. Ich weiß, was jetzt passiert und wie etwas passiert. Das fühlt sich gut und verbunden an mit Mama und Papa, mit meiner Familie, mit meinem Ort der Sicherheit. Und im Grunde tragen wir die Rhythmen, in die diese Rituale eingewoben sind. Ja alle in uns. Unser Herz schlägt rhythmisch, unser Atem fließt rhythmisch, unser Körper lebt in Zyklen, die Natur folgt einem Zyklus und Kinder folgen diesem inneren Takt oft noch viel selbstverständlicher als wir selbst.
00:35:26: Sprecher 1 Rituale geben deshalb emotionalen Halt. Sie verbinden und geben Sicherheit. Sie schaffen einen Rahmen und eine Atmosphäre. Kinder erfahren so Ich bin gehalten, ich bin wertvoll. Das, was wir tun, hat emotionale Bedeutung für uns und unsere Familie. Für mich. Ich gehöre dazu. Ich bin sicher.
00:35:52: Sprecher 1 Und noch ein Gedanke.
00:35:54: Sprecher 2 Zu diesen.
00:35:55: Sprecher 1 Unterschiedlichen Art und Weisen.
00:35:57: Sprecher 2 Wie Oma.
00:35:58: Sprecher 1 Das gestaltet und wie ihr das gestaltet. Ich finde auch.
00:36:02: Sprecher 2 Es sehr.
00:36:03: Sprecher 1 Schön, wenn ihr das so wertschätzt. Also zu sagen, wir merken, Oma mag das sehr.
00:36:09: Sprecher 2 Und wir.
00:36:09: Sprecher 1 Haben unsere eigenen Sachen, die wir mögen und die wichtig sind und die Dinge, die uns wichtig sind. Da gibt es ja dann auch wieder dieses Thema der Zugehörigkeit. Also Oma gehört zu uns mit dem, wie sie es gestaltet. Sie mag das sehr und bei.
00:36:25: Sprecher 2 Uns.
00:36:25: Sprecher 1 Ist es eben so und da wird ja dann unbewusst auch noch mal oder unterschwellig auch noch mal eure Zugehörigkeit zu dritt ganz.
00:36:34: Sprecher 2 Deutlich hervorgehoben.
00:36:37: Sprecher 1 Ja, was mir also noch mal so einfällt, ist, dass wir tatsächlich hier nicht über Weltbilder reden. Also Kinder brauchen.
00:36:44: Sprecher 2 Keine.
00:36:45: Sprecher 1 Einheitlichen Weltbilder, sondern dass wir über Beziehung sprechen und Verbindung sie brauchen verlässliche Beziehungen, sie brauchen Sicherheit, sie brauchen Verbindung und nicht alle müssen gleich denken. Und gleichzeitig ist es trotzdem.
00:36:59: Sprecher 2 Oder.
00:36:59: Sprecher 1 Nicht trotzdem, sondern wichtig ist bei allem unterschiedlichen Denken, dass eben die Kinder sich dein Kind sich gehalten und sicher fühlt. Das heißt, es geht nicht darum, dass wir alle gleicher Meinung sind und dass die Kinder auch erleben, Man darf und kann auch unterschiedlicher Meinung sein und sie trotzdem Halt erleben. Also nicht alles muss gleich sein. Kinder kommen letztlich gut damit klar, dass Menschen auch unterschiedlich sind und unterschiedlich denken, solange die jeweilige Beziehung dann eben trägt und solange man jetzt nicht so gegensätzlich, muss ich auch noch mal dazu sagen In der heutigen Zeit, in dem man so weit auseinander ist, dass es tatsächlich dann ja auch eine Weltanschauung ist, die man ablehnt.
00:37:38: Sprecher 1 Das ist ja jetzt bei euch nicht der Fall. Ja, also vielleicht kommen wir so ein bisschen zum zum Ausblick, zum Abschluss. Erst mal ist es wichtig, noch mal zu sagen es ist kein Kinderthema, sondern also ein Thema ausschließlich, wo es jetzt darum geht, wie gestaltet ihr was, sondern die eigene, das eigentliche Thema, das Hauptthema ist zwischen euch Erwachsenen.
00:38:01: Sprecher 1 Ja, das heißt, es gehört auch zwischen euch.
00:38:04: Sprecher 2 Beide.
00:38:05: Sprecher 1 Erwachsene Parteien, sozusagen zwischen deine Mutter und.
00:38:09: Sprecher 2 Auch.
00:38:09: Sprecher 1 Euch als Eltern. Und ich finde wichtig, dass ihr da im Gespräch bleibt. Denn wichtig wäre schon.
00:38:16: Sprecher 2 Auch.
00:38:16: Sprecher 1 Wie ihr schon sagt, dass sozusagen die religiöse Praxis nicht zu einer Art stillen Beeinflussung.
00:38:24: Sprecher 2 Wird.
00:38:24: Sprecher 1 Bzw ihr das dann so erlebt. Wobei ich das jetzt erst mal so aus der Ferne nicht sehe, aber ich bin ja nicht dabei und da werdet ihr ein gutes Gefühl dafür entwickeln. Deshalb ist ja auch wichtig, Unterschiede zu benennen, ohne zu bewerten oder auch abzuwerten. Ja, und so kann dann eben auch eine unterschiedliche.
00:38:42: Sprecher 2 Oder so.
00:38:42: Sprecher 1 Erfährt dein Sohn unterschiedliche Perspektiven und es kann auch unter Umständen zu einer Bereicherung werden, wenn es nicht so dogmatisch zu Kram sich auch zwischen euch Erwachsenen erklärt. Also das ist sozusagen so was wie ein Angebot ist.
00:38:56: Sprecher 2 Ein Angebot.
00:38:57: Sprecher 1 Sein darf.
00:38:58: Sprecher 2 Auf eine.
00:38:59: Sprecher 1 Also ein Blick auf eine Situation, auf eine Perspektive, auf eine, auf eine Art zu leben.
00:39:06: Sprecher 2 Auf Rituale. Also so was wie dass.
00:39:09: Sprecher 1 Ihr mehr noch mal in die Klarheit kommt oder miteinander in der Klarheit seid. Ohne Kampf oder Abwertung. Ja, das heißt also ich habe es eben schon gesagt in die Klarheit kommen. Vielleicht gibt es da ein paar Gedanken, paar Impulse. Laura, die für dich jetzt mit dabei waren, vielleicht auch noch mal immer wieder eigene Sorgen auch wahrnehmen, ernst nehmen, nicht zur Seite schieben, sondern damit umgehen, nicht zu bewerten oder abzuwerten.
00:39:36: Sprecher 1 Unterschiede eher.
00:39:37: Sprecher 2 Benennen.
00:39:38: Sprecher 1 Und dem, was ihr tut, auch Bedeutung noch mal geben. Emotionale Bedeutung noch mal geben und das ganz bewusst auch gestalten. Also da bin ich mal ganz gespannt, weil davon habe ich jetzt gar ganz wenig nur gehört, was ihr gestaltet, wie ihr es gestaltet. Ich habe eher was von eurer Haltung gehört und vielleicht ist es ja auch eine Anregung, noch mal wirklich in euren Alltag reinzugehen und zu schauen Was habt ihr für große und kleine Rituale, Wie macht ihr es euch besonders schön miteinander?
00:40:03: Sprecher 1 Ja, dann natürlich für die Fragen, wenn es dann Fragen gibt. Also im Augenblick ist es ja noch nicht so, dass dein Sohn Fragen stellt, aber er trifft Aussagen. Es werden vielleicht auch Fragen kommen. Dann eben zur Verfügung stehen und zu sagen, wie ihr das macht und wie ihr seht. Und ich finde wichtig, mit deiner Mutter wirklich im Kontakt sein und immer wieder ins Gespräch gehen und auch für dich klare Positionen zu finden und das auch dann, dich zu positionieren.
00:40:29: Sprecher 1 Und wenn du spürst, etwas ist zu viel, etwas überschreitet deine oder eure innere Grenze. Dass ihr da mit dieser Grenze im Kontakt seid und für euch schaut, wo kommt das her? Könnte es eine Bereicherung sein? Sind da Ängste mit dabei? Und diese Grenze zum einen wahrzunehmen und dann auch sich entsprechend zu positionieren und sich auch zu trauen. Vielleicht kommt da noch ein Thema mit rein, dass du dann eben Sorge hast, Verbindung zu deiner Mutter zu verlieren.
00:40:57: Sprecher 1 Das musst du mal schauen. Aber ich finde auf jeden Fall wichtig, diese innere Grenze wahrzunehmen und der auch nachzuspüren und auch stimmig mit euch und eurer.
00:41:06: Sprecher 2 Position.
00:41:07: Sprecher 1 Und mit eurem Blick auf die Welt zu gehen. Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen.
00:41:13: Sprecher 2 Und.
00:41:13: Sprecher 1 Habe alles, was mir an Aspekten im Herzen, im Kopf.
00:41:17: Sprecher 2 War.
00:41:18: Sprecher 1 Hier geteilt. Und das war's für heute wieder mit der Familiensprechstunde. Vielen Dank an an dich, Laura, für die Frage. Ich fand es sehr, sehr spannend und habe immer wieder zwischendrin eigene Gedanken auch sortiert und irgendwie.
00:41:34: Sprecher 2 Überlegt, wie.
00:41:35: Sprecher 1 Kann ich es formulieren? Weil ich finde, es wirft so viele tiefe Fragen auch auf. Und ich fand es sehr spannend, eben weil diese Fragen auch eben Fragen des Lebens und der Entwicklung anrührt.
00:41:47: Sprecher 2 Und.
00:41:48: Sprecher 1 Ja, kommentiert. Doch gerne mal, was und wie ihr lebt und wie ihr mit der Unterschiedlichkeit von Glauben umgeht. Und ich merke immer wieder Glaube ist doch etwas höchst Persönliches, auch wenn man manchmal in der Kirche sitzt, jetzt an Weihnachten, vielleicht saßen wir ja doch auch in der Kirche und haben dann auch bestimmte Rituale. Und trotzdem ist Glaube irgendwie etwas ganz Persönliches.
00:42:12: Sprecher 1 Und ja, das merke ich immer wieder. Und das es woran wir.
00:42:16: Sprecher 2 Glauben im.
00:42:18: Sprecher 1 Leben auch was sehr.
00:42:19: Sprecher 2 Kostbares auch hat und.
00:42:22: Sprecher 1 Man auch überlegen darf, wem erzähle ich da.
00:42:24: Sprecher 2 Was.
00:42:25: Sprecher 1 Weil es eben auch was Verletzliches hat oder eine verletzliche Seite hat, woran wir glauben und wie wir im Leben stehen.
00:42:34: Sprecher 2 Ja.
00:42:35: Sprecher 1 Das heißt, wir sehen uns nächste Woche wieder bzw hören uns wieder. Für heute sage ich erst mal auf Wiedersehen. Ich danke euch sehr fürs Zuhören, für euer offenes Herz, für euer offenes Ohr. Bleibt weich und liebevoll mit euch selbst und euren Kindern und bis nächste Woche. Das war die Familiensprechstunde mit Katja Saalfrank. Eine neue Folge gibt es jeden Montag überall dort, wo es Podcasts gibt.
00:43:04: Sprecher 1 Und wenn du magst, nimm dir jetzt noch einen Moment Zeit für dich. Zeit, das Gehörte nachwirken zu lassen.
00:43:10: Sprecher 2 In Kopf.
00:43:11: Sprecher 1 Herz und in deinem Körper. Vielleicht hat sich etwas gezeigt, eine neue Perspektive oder eine leise Bewegung nach innen. Spür gerne nach und entschleunigen. Noch mal.
00:43:22: Sprecher 2 Wenn du.
00:43:22: Sprecher 1 Selbst eine Frage hast, die du hier in der Familiensprechstunde teilen möchtest, schreib mir gerne an Podcastminus, Familiensprechstunde etc.. Katja Saalfrank p.de. Alle Zuschriften werden natürlich anonymisiert. Hinweise zur aktuellen Folge sowie Informationen zu meinen Kursen und Ausbildungen und allen Angeboten findest du in den Shownotes. Schau dich dort gerne um. Ich danke dir von Herzen, dass du dir Zeit genommen hast und ich wünsche dir viele gute Beziehungserfahrungen und Verbindungsmomente.
00:43:52: Sprecher 1 Und nicht vergessen es gibt keine schwierigen Kinder, sondern nur schwierige Situationen. Bleibt nicht damit. Alleine schon ein Gespräch kann Veränderungen bringen. Ein Austausch entlasten und Fragen zu stellen, kann neue Wege öffnen. Deine Katja.
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