Folge 24: „Hör mir doch endlich zu!“ – Wenn Kinder nur noch schreien

Shownotes


In dieser Folge sprechen Bob und ich darüber:

• welche Botschaft hinter lautem Schreien liegen kann
• was Autonomie mit Selbstwirksamkeit zu tun hat
• wie wirksam kleine Begegnungsmomente im Alltag sein können
• auf welche seelischen Bedürfnisse Schreien hinweisen kann
• und wie diese Bedürfnisse im Alltag bewusster — und manchmal ganz nebenbei — beantwortet werden können

Vielleicht kennst du diese Erschöpfung auch, wenn dein Kind laut wird. Und doch lohnt es sich, dem, was hinter der Lautstärke liegt, zuzuwenden — zuzuhören und genauer hinzuhören.


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In dieser Folge erwähnte Angebote und Informationen:

Bobs neue Bücher findet ihr u.a. hier:

"Wie kommt mein Kind gut durch die Schule" und

"Lesen. Schreiben. Ein Plädoyer für ein besseres Miteinander"

Mehr zu Bob findet ihr auf seiner Webseite bobblume.de


Weitere Angebote:

Wenn du mit mir in einer persönlichen Beratung oder einem pädagogischen Coaching online oder in meiner Praxis vertraulich sprechen möchtest, kannst du dich hier informieren: Video- oder Praxisberatung von Katia

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Als Grundlage für die bindungs- und beziehungorientierten Pädagogik und für Impulse für deinen Familienalltag lege ich dir meine Online-Akademie ans Herz: Sommerakademie Kinder Besser Verstehen (von der Erziehung zur Beziehung)

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DiE REiSE zu einer glücklichen Eltern-Kind-Beziehung - Dein Kind und dich besser verstehen

Kindheit ohne Strafen - Neue wertschätzende Wege für Eltern, die es anders machen wollen

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Transkript anzeigen

00:00:04: Herzlich willkommen bei der Familien-Sprechstunde mit Katja Salfrank.

00:00:08: In diesem Podcast geht es um Bindung und Beziehung, um das Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern und um das was hinter dem Verhalten von Kindern wirkt.

00:00:17: Ich bin Katja Saalfrank, ich bin Diplompedagogin, Familientherapeutin und körperorientierte Eltern und Familienberaterin in eigener Praxis in Berlin.

00:00:26: Ich arbeite bindungs- und beziehungsorientiert, begleite Menschen dabei, Kinder besser zu verstehen.

00:00:36: Und sich selbst gleich mit.

00:00:38: Ich freue mich sehr, dass du eingeschaltet hast.

00:00:41: Schön, dass Du da bist!

00:00:45: Hallo und herzlich willkommen zu meiner Podcastfamilien Sprechstunde mit Katja Saalfrank.

00:00:50: Und Bob Blume ist wieder mit dabei.

00:00:52: Hallo lieber Bob!

00:00:53: Schön, das du da bist.

00:00:55: Ja... hallo liebe Katja.

00:00:57: Und hallo Liebe Zuhörerinnen.

00:00:59: Ich freu' mich, dass wir uns wieder sprechen.

00:01:02: widersprechen und vielleicht auch wieder sprechen.

00:01:04: Kleines Wortspiel!

00:01:06: Naja, nicht so oft...

00:01:07: Ich habe so über unseren Austausch nachgedacht über die Frage welche Gedanken geben wir uns?

00:01:13: Und habt das so mitlaufen lassen?

00:01:15: ich weiß nicht ob es auch dann nur mein Gehirn ist dass das dann so eindrücklich ist oder dass sich dann somit Fragen irgendwie hängenbleibe.

00:01:23: und ich hab mich gefragt wie das Bei dir oder bei uns ist, wir haben ja manchmal auch sozusagen Gespräche ohne dass das Mikro an ist.

00:01:33: Wie sieht es aus mit einem wohlwollenden weichen und liebevollen Blick auf dich selbst?

00:01:40: Weil das ist ja etwas was für uns Eltern immer wieder auch wichtig ist, dass wir weich und liebevoll mit uns sind.

00:01:48: Weil wenn wir das nicht sind, das ist zumindest meine Erfahrung.

00:01:52: Deswegen sozusagen gehe ich da einen Schritt zurück mach eine Rolle rückwärts dann sind wir ja oft mit anderen Menschen nicht so liebevoll im Kontakt.

00:02:01: Wie ist es bei dir?

00:02:03: Ich glaube relativ eindeutig.

00:02:07: Ich habe keinen liebevollen Blick auf mich.

00:02:11: Oha!

00:02:12: Das ist ja mal ne... Krasse Aussage, okay.

00:02:17: Woran merkst du das?

00:02:19: Also an verschiedenen Dingen.

00:02:20: aber ich glaube grundsätzlich merke ich das daran dass ich immer wenn ich irgendwie etwas tue mir nicht die Zeit dafür nehme das auf mich wirken zu lassen sondern sofort das nächste jagen und Dass Ich Grundsätzlich auch eher jemand bin dem es ums tun geht.

00:02:44: Ja Es gibt ja Erich Fromm haben und sein.

00:02:48: Und ich bin, glaube ich da oftmals eher so der Habentyp.

00:02:52: Dann merke ich manchmal nur von außen wenn Leute sagen aber hey das ist ja schon verdammt gut oder?

00:02:58: Ich weiß gar nicht ob es darauf hinausläuft!

00:03:00: Ich müsste noch mal zurückfragen was ein liebevoller Blick ist.

00:03:02: Aber jedenfalls...

00:03:04: Eben genau, ich finde es jetzt total spannend dass du sozusagen für dich liebevoll oder weich auf vielleicht etwas, was du erreicht hast?

00:03:13: Oder auf etwas, das du hast beziehst.

00:03:16: Also ich müsste andere Leute fragen ob es einen sozusagen von allem entfernten liebevollen Blick auf sich selber gibt der sozusagen nur sagt Du bist gut so wie du bist.

00:03:29: also wenn das mit liebevoller blick gemeint ist dann habe ich den nicht.

00:03:32: Gleichzeitig glaube ich aber Dass dieses Defizit, dass ich hier auf eine Art und Weise und in einer Länge aufschlüsseln könnte, die ich keinem der Zuhörenden zumuten möchte.

00:03:44: Auch dazu führt das sich eben mich weiterentwickeln.

00:03:49: Ich schmeiß mal die These in den Raum, dass vieles von Weiterentwicklung ja auch daran liegt, dass Menschen meinen sich in verschiedenen Bereichen noch weiterentwickeln zu müssen.

00:04:00: Also, also das ist ja so spannend finde ich jetzt.

00:04:03: Da könnten wir jetzt tatsächlich wirklich den Podcast wahrscheinlich ausschließlich darüber machen.

00:04:07: Ich will nur ein paar Gedanken reingeben als ich glaube weiterentwicklung die mit dem gefühl ich muss verbunden sind sind vielleicht sehr zielstrebig und gar nicht so die Entwicklung, die ich jetzt meine.

00:04:22: Also wenn ich so auf mein Leben zurückgehe, hab' ich das Gefühl da sind Dinge passiert, die mich interessiert haben und dann bin ich da reingegangen und dann ist eigentlich Entwicklung irgendwie quasi nebenbei passiert.

00:04:35: Ja du hast schon recht aber weißt du?

00:04:36: Ich würde hier auch an der Stelle widersprechen.

00:04:38: Widersprechende

00:04:39: haben wir's!

00:04:40: Ja genau, vielleicht auch einfach zu schwierig um zu verstehen... was ich damit sagen will, ich muss gar nix.

00:04:47: Nee genau und du sollst auch gar nichts ne?

00:04:50: Genau!

00:04:51: Und trotzdem muss ich also ich gebe dir ein Beispiel... Ich weiß da sich nicht Sport machen muss und ich mach's jetzt einfach.

00:04:57: Also muss ich das oder muss ich es nicht?

00:04:59: Weiß ich nicht aber ich höre halt einfach nicht auf.

00:05:01: Ich muss mich nicht weiterentwickeln.

00:05:03: Das ist komisch weil ich habe die These dass.. Oder was heißt das ist überhaupt keine These.

00:05:08: das ist vielleicht so tiefenpsychologisch.

00:05:10: man kann Ja, jemanden zu Weißglut treiben.

00:05:14: Das machen auch vielleicht so Kinder zwischen acht und zwölf, indem man immer eine Warumfrage stellt.

00:05:21: Jetzt könntest du jedes Mal eine Warum-Frage stellen?

00:05:23: Wop, warum interessierst Du Dich denn dafür?

00:05:26: Naja deshalb dann!

00:05:27: Warum und so weiter... Und ich glaube irgendwann gibt es kein Warum mehr was mal rational erfassen kann.

00:05:36: Das könnte man vielleicht machen in dem man irgendwie mit einem Tiefempsychologen arbeitet oder so.

00:05:40: Du weißt ja, dass ich tiefenpsychologisch ausgebildet bin und auch in die Richtung gehe.

00:05:44: Ja, meine Mutter ist Therapeutin!

00:05:47: Ich will damit nur sagen es ist kein rationales Müssen, das ist nicht so ein.

00:05:52: Oh, ich muss jetzt dafür sorgen, dass sich sozusagen den nächsten Text schreibe oder so... Ich kann einfach nicht anders, weißt du?

00:06:01: Ja, also um nochmal zum Ausgang zu kommen.

00:06:04: Ich habe für mich einen Satz etabliert der wahrscheinlich für dich schon wieder sich zu bewertend oder zu zielstrebig anhört.

00:06:13: Der da heißt ich blicke wohlwollend.

00:06:17: Ist vielleicht noch mal anders ne?

00:06:19: Wohlwollent und liebevoll auf mich selbst.

00:06:23: Und das ist was.

00:06:24: wenn ich den mir selbst sage dann passiert etwas in meinem Körper Und das ist jetzt kein Mantra sozusagen, was ich habe um mich zu beruhigen.

00:06:33: Sondern um immer wieder ein Stück Verbindung zu mir selbst zu bekommen.

00:06:38: und ich merke dass dann die Folge davon ist, dass sich weicher werde mit mir, dass ich die Dinge die mir begegnen Gelassener wahrnehmen kann sie nicht sofort sozusagen mit einer Energie nehmen muss und dass ich dann eben auch auf die Menschen in meiner Umwelt, und auch früher mit meinen Kindern liebevoller Wohlwollender sein kann.

00:06:59: Also wohlwollend dieser Gedanke... Ich habe keine böse Absicht dahinter.

00:07:05: Oder ich bin nicht schlecht, ja?

00:07:07: Und so diesen Gedanken, den du hattest ... Ja, das ist dann eben heißt, ich bin okay so wie ich bin, dass das etwas ist was du nicht hast.

00:07:15: Ich sag mal so es ist auch nichts worauf wir uns ausruhen sondern was sozusagen immer wieder mitläuft.

00:07:21: und ich glaube der Punkt ist, dass wir eine Strategie haben immer wieder diesen Blick wohlwollend auf uns selbst zu finden und nicht so wahnsinnig streng zu sein um dann eben hart zu werden.

00:07:34: Das ist eigentlich so.

00:07:34: das, was für mich dahinter liegt!

00:07:37: Wir können ja mal gucken...

00:07:39: Genau ich würde nur ganz kurz sagen liebe Zuhörerinnen schreibt doch mal in diese Folge auf Spotify ob wir ab und zu einfach auch eine Folge machen wo wir ein bisschen über unser eigenes Seelen leben.

00:07:53: Das ist jetzt aber nicht abgesprochen.

00:07:56: Das ist überhaupt nicht abgesprungen, mich würde das auch interessieren.

00:07:58: und wenn ihr dann sagt ja wollen wir es auch die Frage ob ich das überhaupt will ne?

00:08:01: Aber mich wird das interessiert.

00:08:03: was ich aber sagen möchte alles was du sagst er gibt ja total Sinn.

00:08:07: verstehst du?

00:08:08: und diese Affirmation dass ergibt total Sinn.

00:08:10: Ich habe nur zu viele Meter Kommunikation in meinem frontal Lappen laufen Als das der mir glauben würde, wenn ich anfange mit mir selber in der Art und Weise zu sprechen.

00:08:21: Und ich hab nicht nur ein Engelchen und Teufelchen, ich habe ein ganzes Panorama von Leuten die mich dann auslachen.

00:08:27: Wahnsinn!

00:08:27: Das heißt... Ich kann die Frage ja nur sozusagen ganz offen beantworten indem ich sage, ich wünsche das eben dass das nicht nur so ist sondern dass man das auch evozieren kann.

00:08:38: Genau das wäre dann eben die nächste Frage und die würde ich aber jetzt einfach mal den Zuhörenden Und vielleicht uns auch mitgeben, wie schaffen wir das denn immer wieder?

00:08:48: Ich habe ja schon von meiner Strategie so ein bisschen erzählt zu entschleunigen und nochmal Luft zu holen.

00:08:55: Und eben auch mir einen solchen Gedanken zu geben.

00:08:59: Wie schafft ihr das immer wieder mal in Verbindung mit euch zu gehen und euch zu justieren innerlich und wieder weicher mit euch selbst zu werden?

00:09:08: So!

00:09:09: Vielleicht?

00:09:09: diese Frage wiederum kann ich aber antworten

00:09:12: Aber... Ich weiß nicht, ob es den Rahmen

00:09:15: sprengt.

00:09:15: Ne!

00:09:16: Es springt nicht den Rahmen nur ganz gut?

00:09:18: Ich gehe mit mir in Beziehung nicht indem ich mich kognitiv damit befasse sondern indem ich eben tun bin.

00:09:25: Also ab dem Moment wo ich nicht mehr reflektiere bin ich sozusagen dabei.

00:09:30: So, und jetzt fällt mir überhaupt keine sinnvolle Überleitung ein die ich hier präsentieren könnte.

00:09:36: aber wir haben ja auch schon mal gesagt manchmal ist das gar nicht so wild dass es gar keine Überleitungen gibt.

00:09:40: Ja

00:09:41: also bei mir ist es ja so dass wenn ich die Fragen bekomme mir associativ oft etwas einfällt.

00:09:48: Und es könnte sein, wir können ja den Gedanken mal mitlaufen lassen.

00:09:51: jetzt aus dem Satz, den wir jetzt eben gehört haben und der Frage ob das vielleicht hier auch etwas ist was vielleicht helfen könnte.

00:09:59: Und insofern gucken wir einfach mal.

00:10:03: Inga hat mir geschrieben – und Inga heißt natürlich wieder anders, das wissen wir alle schon und sie hat mir an Podcast-Familien-Sprechstunde et Katjasahlfrank.de.

00:10:12: geschrieben und ich übergebe jetzt an dich Bob!

00:10:16: an den Fragensteller und an den Vorleser.

00:10:18: Und ja, es ist wieder eine bisschen längere Mail.

00:10:21: Diese E-Mail ist ja wirklich so als wenn man ein ganzes Gedicht auswendig lesen müsste aber sie steht auch jedes mal in den Show Notes liebe Leute!

00:10:27: Wenn's euch so geht wie mir... Also hier ist mein Gott...

00:10:30: Du weißt auch nicht was ich mir dabei gedacht habe?

00:10:33: Liebe Katja und wunderbarerweise auch wieder lieber Bob Ich denke mir sowas nicht aus, liebe Leute da steht er wirklich.

00:10:39: Seit Jahren höre ich euren Podcast.

00:10:41: meine Kinder sind fast vier und sechs ein halb und wir profitieren sehr von Euren Impulsen.

00:10:44: Vielen Dank für dieses hilfreiche Format.

00:10:46: Wir sind eine fünfköpfige Familie mit unseren beiden Kindern Emma Fast Vier Artur Sechseinhalb wird dieses Jahr eingeschult Mein Mann Mir und seit drei Wochen einem sechs Monate alten Welpen aus dem Tierschutz, der unser Familienleben gerade ganz schön auf den Kopf stellt.

00:11:01: Zu meiner Tochter ist es aufgeweckt liebevoll eigenständig kreativ, liebt Bewegung und ist sehr gern draußen.

00:11:07: wir sind oft gut verbunden.

00:11:08: ich bin ihre Hauptbezugsperson.

00:11:10: Ihr Bruder ist ebenfalls sehr wichtig auch wenn er sich gerade durch den Übergang zur Grundschule etwas von ihr abwendet.

00:11:17: Sie hatte keinen leichten Start ins Leben.

00:11:18: nach der Geburt kurzzeitig Intensivbetreuung dann mit sechs Monaten noch einmal intensivmedizinische Betreuung wegen RSV.

00:11:25: Schon als Baby war sie sehr unruhig, hat viel geschrien und ließ sich schwer beruhigen – nur ich konnte sie beruhgen und vielleicht glaube ich bis heute das immer noch so ist.

00:11:34: Seit längerer Zeit zeigt sie ein starkes Bedürfnis nach Autonomie.

00:11:37: gleichzeitig, fällt es ihr in unserem oft stressigen Familienalltag nicht immer leicht anzupassen.

00:11:43: Ich arbeite und studiere, mein Mann arbeitet ebenfalls und auch der Kindergartenalltag verlangt viel von ihr ab!

00:11:49: Im Moment ist es wieder besonders schwierig.

00:11:51: Wenn ihr etwas in unserem Ablauf nicht passt, sagt sie zunächst sehr laut wie sie es haben möchte.

00:11:56: Wenn wir nicht darauf eingehen weil das anders verabredet war schreit sie so schrill und laut dass es kaum auszuhalten ist.

00:12:02: dann kann ich nicht mehr mit ihr sprechen.

00:12:04: Sie rennt weg und braucht Zeit für sich.

00:12:06: im Kindergarten gab's gestern eine Situation in der ich zusätzlich von der Erzieherin unter Druck gesetzt wurde endlich zu gehen.

00:12:12: Das war für mich sehr beschämend.

00:12:14: Ich frage mich, ob auch unser Hund eine Rolle spielt.

00:12:16: Ich habe einmal gesagt, dass die Hündin so laute Geräusche nicht verträgt und vermute, dass das bei meiner Tochter zusätzlich Unsicherheit ausgelöst hat – vielleicht auch die Frage wo ist mein Platz jetzt?

00:12:26: Von außen bekomme ich gespiegelt, dass ich das Problem sei und zu wenig Grenzensätze.

00:12:30: Tatsächlich hab' ich viele Schuldgefühle und bin mit der Organisation unseres Alltags oft überfordert.

00:12:35: Gleichzeitig lieb meine Tochter Regeln und Orientierung sehr!

00:12:38: Wenn wir gemeinsam etwas verabreden… ist oft sie es, die mich daran erinnert.

00:12:42: Mich beunruhigt auch ihre allgemeine Unruhe.

00:12:45: Sie braucht nachts noch den Schnuller und streichelt sich neuerdings selbst an der Brust wenn sie müde ist.

00:12:49: Ich habe sie fast zwei Jahre gestillt Und auch danach brauchte sie lange das Streicheln meiner Brust zum Einschlafen.

00:12:54: Meine Frage ist Wie schaffe ich es klarer zu werden und die Orientierung zu geben Die zu unserem Alltag passt und wie kann ich sie dabei unterstützen mehr Ruhe zu finden?

00:13:03: Ich bin gerade ziemlich überfordert und wünsche mir eine Perspektive von außen.

00:13:06: vielen Dank fürs lesen und viele Grüße Inga.

00:13:10: Bevor es losgeht, liebe Katja.

00:13:11: Was ist noch mal RSV für diese intensivmedizinische Betreuung brauchte?

00:13:16: Ja, das ist eine Virusinfektion und vor allen Dingen geht es natürlich dann um diese medizinische Versorgung.

00:13:22: Diese intensivmedizinische versorgung Und ich weiß wie das ist als Mutter Wenn Kinder auf die Welt kommen und man sofort erst mal im Alarm ist.

00:13:32: eigentlich Ist ja Die Geburt schon etwas was sozusagen Eine Energie nach vorne hat und dann aber eben auch mit Erschöpfung einhergeht.

00:13:39: und wenn Dann in dieser Erschöffungsphase?

00:13:42: Dann sozusagen einen neuer Alarm kommt weil man Sorge hat um das Kind, dann ist es natürlich erst mal ein Einstieg der einen Eindruck hinterlässt.

00:13:51: Also sowas wie eine Alarmstimmung.

00:13:53: Das wäre vielleicht auch etwas was wir nochmal im Verlauf jetzt unseres Gesprächs berücksichtigen können – Wie geht es eigentlich Inger?

00:14:03: Nicht nur mit dem was ihr begegnet in Bezug auf Emma und ihre Tochter sondern überhaupt diese Alarm-Stimmung!

00:14:10: Die lässt sich ja auch schon sehr gut rauslesen, im Bezug auf ihre eigenen Schuldgefühle usw.

00:14:17: Also was mir als allererstes so beim Zuhören wenn du vorgelesen hast in den Sinn kommt ist dass da jemand sehr laut sich in einer Familienkonstellation äußert und dann nicht gehört wird und dann noch mal lauter wird Und dieses nochmal lauter werden dann ja dazu führt, dass sozusagen auf allen Seiten diese Alarmstimmung entsteht und man sich fragt wie können wir jetzt eigentlich wieder Ruhe reinbringen?

00:14:50: Der Hund verträgt das nicht.

00:14:52: Ja und das führt dann unter Umständen erstmal zu diesem Ausnahmezustand.

00:14:58: Also darf es immer rein fragen oder was sagen.

00:15:00: also ich mache erst mal weiter.

00:15:02: Das was mir als allererstes dann sozusagen dahinter noch einmal auffällt ist Wenn jemand sich nicht gehört fühlt, dann schreit er laut und noch lauter.

00:15:15: Und du hast vorgelesen oder Inga schrieb das wenn sie nicht drauf eingehen.

00:15:22: also sie äußert sich schon sehr laut sehr laut stark und wenn Sie dann nicht darauf eingehen weil es anders verabredet war dann schreibt sie richtig laut und schrill und das könnte so ein kleiner Punkt sein der vielleicht noch mal mehr in der Beobachtung, mehr in den Wahrnehmungen für Inger und ihre Familie wesentlich sein könnte.

00:15:45: Denn es gibt diese drei Bausteine die sich über die Basis Grundbedürfnisse drüber setzen.

00:15:50: Also Basis-Grundbedürfen ist Sicherheit, Verbindung, Autonomie.

00:15:55: Autonomiefase ist immer ja sowieso also dieses Selbstwirksamkeits Thema.

00:16:01: ich kann etwas bewirken Ich sage etwas und jemand reagiert.

00:16:05: Es geht da erstmal gar nicht so sehr darum, ob das was ich möchte dann auch umgesetzt wird sondern es geht erst mal nur um eine Reaktion.

00:16:13: Ich werde gesehen, ich werde gehört und ich werde verstanden.

00:16:18: Und diese drei Bausteine also gesehen und gehört und mit meinem Anliegen verstanden zu werden wiederum gibt ein ganz sattes Gefühl von – ich bin wichtig und wertvoll, ich komme vor in allem!

00:16:36: Und das wiederum beruhigt insofern, als dass es mir Sicherheit gibt und mir in der Verbindung signalisiert du bist wichtig.

00:16:46: Du bist wertvoll!

00:16:46: Du bist

00:16:47: zugehörig!".

00:16:48: Ja?

00:16:48: Ich finde das ganz interessant weil Inga ja auch diese Konstellation ausführlich beschrieben hat mit dem Hund, der jetzt da ist, mit dem Bruder... ...und die gesamte Konstellations.

00:16:59: Da muss ich immer als jüngstes Familienmitglied Also jüngstes Mitglied heißt ja, sie ist dazugekommen.

00:17:08: Da gab es schon etwas und jetzt ist der Hund noch dazugekommen und sich dazu behaupten und auch einen Platz zu suchen.

00:17:15: Und wenn da diese Botschaften an diesen Stellen unter Umständen an ihr vorbeigehen – also weil ich gehe davon aus, dass Inga ihre Tochter wahrnimmt – und gleichzeitig scheint das Emma nicht so zu spüren?

00:17:30: Weil's dann um die Sache geht!

00:17:32: um die Dinge auf der Spitze des Eisbergs.

00:17:35: Also wir machen das jetzt nicht und da könnte sie sich nicht gesehen, gehört und verstanden fühlen.

00:17:42: Und das könnte so ein kleiner Raum sein wo Inga noch mal eine Entschleunigung reinbringt und wo man dann vielleicht weniger in diesen Alarmzustand kippt.

00:17:53: Ich frage gleich nach ich fand es gerade nur total spannend dass du auch was ganz anderes eingegangen bist Als ich im Blick hatte und ich glaube, dass sich das sehr ergänzen könnte.

00:18:07: Ich habe das nur im blick weil ich das von dir gelernt hab muss ich direkt mal dazu sagen sonst tue ich hier so als wäre ich der der tiefen mit der tiefem psychologischen aus Bildung.

00:18:16: da stimmt natürlich nicht.

00:18:18: Aber witzigerweise Habe ich was anderes in blick gehabt habe ich gerade schon gesagt also du giss ja oft Du bist auf die reaktion gegangen und dann auch dieses sehr konkrete.

00:18:28: naja wenn man dann darauf schon nicht eingeht, dann verstärkt man ja vielleicht was.

00:18:33: Oder wir haben auch schon mal darüber geredet in vielen, vielen Folgen.

00:18:39: Intervention ist immer etwas anderes als Prävention.

00:18:42: Ich weiß ich da ging es auch um Zimmergröße und so eine Umgebung die ne Jahrumgebung ist anstatt einer neuen Umgebungen.

00:18:48: das heißt man schlägt sich dann mit den Konsequenzen herum von etwas dass man vielleicht sogar unwissend selber in gewisser Weise angeleitet hat.

00:19:01: So, darauf bist du ja angegangen.

00:19:05: Was mir direkt ins Auge gefallen ist war ein Satz und das was danach kommt seit längerer Zeit zeigt sie ein starkes Bedürfnis nach Autonomie hast Du schon angedeutet.

00:19:13: gleichzeitig fällt es ihr in unserem stressigen Familienalltag nicht immer leicht sich an zu passen.

00:19:19: Erstmal ist das ja kein gleichzeitig sondern das ist eigentlich eine Konsequenz.

00:19:22: wenn ich in autonomie bestreben habe ist Das Gegenteil Anpassungsfähigkeit oftmals, weil eine starke Strukturierung dazu führt dass ich meinen Autonomiebedürfnis nicht befriedigen kann.

00:19:33: Ich muss mich ja an bestimmte Dinge halten so.

00:19:35: und dann kommt das was ich eigentlich meine.

00:19:38: Ich arbeite studiere der Mann arbeitet ebenfalls Kindergartenalltag es gibt Abläufe da steht zwar nicht welche aber dass sie dann darauf reagiert und dann gehen die nicht drauf ein.

00:19:51: und das ist das wo du darauf bezogen hast.

00:19:54: Und jetzt kommt mein Punkt Das was da so nebenbei über sie gesagt wird, also über sich selbst, über Inga und ihren Mann zeigt ja dass das Kind erstmal total durchstrukturiert ist oder ein total durch strukturierten Alter.

00:20:10: Man hat einen Kindergartenalltag der es durchstrukturiert.

00:20:13: dann dadurch dass der Mann arbeitet, dass sie arbeitet und auch noch studiert wird das auch noch alles durchstrukturiert.

00:20:17: das heißt unabhängig von dem was du gerade in Bezug auf die Reaktion gesagt hast Würde ich die Frage stellen, wo sind eigentlich überhaupt Räume?

00:20:27: Wo die Autonomie oder das Bedürfnis danach ausgelebt werden kann.

00:20:32: Weil wenn es da nix gibt ist das vielleicht auch der Punkt, wo das Kind dann irgendwann sagt so und jetzt schreihe ich damit irgendeiner merkt Ich bin hier und ich will auch was Und zwar nicht das was mir gerade an Regeln vorgegeben

00:20:45: Ja schöner Punkt finde ich auch nochmal Wichtig das zu sagen, also dass ist sowieso etwas was glaube ich alle Zuhörenden sich nochmal fragen können.

00:20:57: Was ich ganz häufig auch in den Beratungen bespreche und auch dort an Fragereien gebe wo im Alltag gibt es Räume für echte Selbstwirksamkeit und Autonomie Also Selbstwirksamkeit?

00:21:10: wirklich im Sinne von habe ich das Gefühl, meine Handlung hat eine Wirkung.

00:21:18: Wie stehe ich in der Welt?

00:21:19: Was kann nicht bewirken so dass was kleine Kinder eben machen mit Licht an und aus oder Wasserhahn an und Aus?

00:21:26: Hat es eine Wirkung?

00:21:27: bin ich der Urheber meines Tunes?

00:21:30: Ja, und nicht nur eine Entscheidung zu treffen.

00:21:34: Das gehört auch mit zur Autonomie aber sich wirklich wirksam im Verhältnis zur Welt zu fühlen.

00:21:41: Und das finde ich ein total wichtigen Punkt den du da nochmal in den Fokus genommen hast weil dieser Tagesablauf der da beschrieben wird oder diese Gleichzeitigkeit die da stattfindet studieren arbeiten Kinder Alltag Beziehung kommt ja auch noch mit dazu also Elternbeziehungen paar und dann auch bei jedem Kind mal eingecheckt zu haben.

00:22:04: Wie geht es eigentlich meinem Kind?

00:22:06: Also im Form einer wirklichen Begegnung, das finde ich noch einen zweiten Punkt eben nicht nur wo sind Räume für die beiden Kinder sich selbst wirksam zu spüren innerhalb dieser Gruppe und innerhalb der Frage wie stehe ich in der Welt?

00:22:20: sondern auch wirklich ja zu gucken wo sind räume dass man sich wirklich begegnet und einen leistungsfreien Raum hat.

00:22:32: Also alles ist ja irgendwie scheint so zielgerichtet zu sein, wir arbeiten um Geld zu haben, wir studieren um weiterzukommen.

00:22:38: ich überspitze das jetzt ein bisschen die Kinder gehen in die Kita weil aber wo sind wir einfach nur zusammen?

00:22:45: Weil wir sind!

00:22:47: Weil wir seien dürfen Und es klingt jetzt vielleicht ein bisschen utopisch für viele In ihrem stressigen Tagesablauf.

00:22:56: Gleichzeitig sitzen wir ja hier auch in einem Raum zusammen, in einem Zwischenraum der Zwischenzeit vielleicht.

00:23:04: Wo man doch ein bisschen noch mal reflektieren kann und irgendwie gucken kann wo könnten Räume sein?

00:23:09: Und Räime müssen nicht groß sein!

00:23:12: Also das muss kein langer, zeitlich lange Raum sein.

00:23:15: Das muss kein ganzer Nachmittag sein.

00:23:17: Es muss keine Stunde sein!

00:23:19: Das können kleine Begegnungen sein die einen beeindrucken, die einen Eindruck hinterlassen ein emotionalen Eindruck, ein Blick, ein Austausch ein.

00:23:30: ich habe an dich gedacht ein hey wie ist es dir ergangen?

00:23:34: Ein kurzes auf dem Sofa sitzen, ein kurzes kuscheln wahrscheinlich gibt es

00:23:38: das?!

00:23:39: Also, wenn es das nicht gibt dann ist es vielleicht ein guter Impuls und wenn es dass gibt dann vielleicht noch mal zu schauen, dass man's bewusster nochmal miteinander erlebt.

00:23:49: Weil je bewusste wir das Ganze tun, desto eindrücklicher wird es auch.

00:23:55: Ja also das sind ja schon zwei Sachen jetzt die wie haben und ich finde das ganz ganz wertvoll da auch dein dein Blick nochmal den du gerade eröffnet hast.

00:24:06: Ja, ich finde das auch interessant.

00:24:08: Ich weiß nicht die Frage nach Selbstwahrnehmung.

00:24:11: Die hatten wir ja gerade in unserem Vorgespräch und wie schwierig es auch manchmal ist bestimmte Dinge über sich selbst zu verstehen oder so Denn manches ist ja so ein bisschen widersprüchlich Und das meine ich jetzt gar nicht als Kritik an Inga sondern sich schreibt dass wer runter da ist ja diese sehr lange mail und hat vielleicht manche dinge noch nicht so in der Form vor sich, dass man mit ihnen umgehen kann.

00:24:39: Also ich gebe dir ein Beispiel.

00:24:41: Sie sagt das sie von außen gespiegelt bekommen, dass sie zu wenige Grenzen setzt.

00:24:47: und jetzt haben wir aber gerade gesagt also grenzensetzen klar ist sozusagen im oberflächlichen kann man sagen du darfst das?

00:24:54: Du darfst es nicht oder so Oder du schreist.

00:24:57: Und jetzt hat er eine Konsequenz und immer wieder problematisch haben wir auch schon darüber gesprochen Sie setzt ja theoretisch Grenzen.

00:25:06: Die Grenzen nämlich der Tagesstruktur und das überfordert sie auch, was so eine zusätzliche Form der Irritation für sich selbst darstellt.

00:25:14: aber das auch noch mal zu wissen dass das ja auch Grenzen für das Kind sind unabhängig von jetzt irgendwelchen Regeln oder so.

00:25:21: Das ist glaube ich auch sinnvoll um Wie du es gerade gesagt hast zu diesen Räumen, zu diesem Begegnungsräumen zu kommen und seien sie nur so klein.

00:25:29: Absolut!

00:25:30: Das dachte ich auch grade.

00:25:31: ne?

00:25:32: Weil wir haben oft Grenzen im Kopf als eine Form von Stränge.

00:25:37: Haben wir ja auch vorhin schon mal gesagt Strenge-und Härte Und gleichzeitig sind Räume ja gekennzeichnet durch bestimmte Konturen, also durch bestimmten Begrenzungen und Begrenzung gibt auch Sicherheit.

00:25:52: Also eine Umarmung ist ja auch ein Raum, eine Begrenetzung die entsteht.

00:25:58: Insofern würde ich das auch verstärken wollen oder auch so sehen wie du, dass es da tatsächlich darum geht vielleicht eher nochmal zu gucken welche Grenzen oder welche Struktur entsteht eigentlich unbewusst in dieser Taktung und welche können wir bewusst dort reingeben.

00:26:18: Und insofern sind die Fragen Also, oder passen unsere Antworten nicht ganz zu den Fragen.

00:26:25: Aber vielleicht Inga ist das ja sinnvoll und kannst uns gerne noch mal schreiben.

00:26:28: Denn sie fragt ja unter anderem wie schaffe ich es klarer zu werden und ihr Orientierung zu geben die zu unserem Alltag passt?

00:26:35: Ja!

00:26:36: Ich habe da aber eine Antwort drauf.

00:26:39: Kannst du gerne machen nur ein kleiner Hinweis.

00:26:42: Das eine ist ja wir haben einen Alltag und darütteln wir auch gar nicht dran Und jetzt geben wir die Orientierung Und es wäre aber gerade ein bisschen sagen ist ja, naja vielleicht muss der Alltag auch so gestaltet werden dass es eben Möglichkeiten gibt.

00:26:57: für übrigens auch die zweite Frage das sie überhaupt Ruhe findet.

00:27:02: Das ist so ein bisschen dieses Paradoxon manchmal, dass man zum Beispiel jemand sagt jetzt sei mal spontan und plötzlich kann sich mehr spontan sein.

00:27:10: also jetzt findet doch mal Ruhe oder so.

00:27:12: Deshalb meine ich nicht, dass das... Also all das was wir gesagt haben glaube ich passt ja schon zur Frage.

00:27:17: Absolut!

00:27:17: Das ist ja schon eine Orientierung, ne Form von Orientierung.

00:27:20: Genau

00:27:21: nur nicht eben sozusagen genau in dieser Stoßrichtung wie die Frage ist impliziert.

00:27:26: So meint ich das?

00:27:26: Ja aber du hast recht weil wir sind ja ein bisschen von außen nach innen gegangen.

00:27:30: also ich habe bevor ich vielleicht noch mal zu der Frage komme wie kann mehr Orientierung und mehr Ruhe reinkommen nochmal einen ganz fair rückten Gedanken, also mit Bündelstrich dazwischen.

00:27:42: Und den würde ich gerne auch noch mal reingeben.

00:27:45: Weil wenn von außen die Spiegelung kommt dass dazu wenig Grenzen sind dann ist es ja oft so gemeint wie du's jetzt auch gerade so aufgefasst hast da ist zu wenig Positionierung, da isst du wenig Klarheit und das ist ja auch ein bisschen ihre Frage.

00:28:00: Wenn ich mit Eltern in meiner Beratung zusammensitze unsicher oder wirkenunsicher, oder sagen auch dass sie nicht genau wissen darf ich mich da positionieren soll Ich mich positionieren und ich bekomme auch noch die rückmeldung von außen das ich zu oft ist dann auch das synonym irgendwie bedürfnis orientiert.

00:28:17: ja dass man sozusagen Da dem kind gewährt irgendetwas zu tun wo andere schon längst eine grenze spüren Ja Dass es manchmal damit zu tun hat dass wir eine form von Schuldgefühl haben, ein schlechtes Gewissen haben weil wir wissen dass wir an bestimmten Stellen den Kindern viel abverlangen.

00:28:42: Ja, und das ist etwas was ich selbst auch aus meiner Mutterschaft kenne.

00:28:46: Dass wenn es ein besonders stressige Zeit ist oder so dass sich dann auch manchmal über meine Grenzen drüber gehe weil ich irgendwie so einen Gedanken habe von die Kinder mussten so viel kooperieren oder die haben's so schwer oder so Und dann aber unklar werde in dem was ich eigentlich möchte ja und das könnte Inga auch noch mal mitnehmen für eine Form der inneren Orientierung wo steht sie eigentlich gerade?

00:29:10: Ist sie zufrieden reden damit nicht so sehr, was sie tut sondern wie sie das tut.

00:29:17: Weil wahrscheinlich diese vielen Dinge die da stattfinden ja irgendwie hintereinander stattfinden müssen und gleichzeitig trotzdem parallel stattfinden.

00:29:28: ist wirklich ihr Studium ihre Arbeit dann auch gedanklich abgeschlossen oder läuft es weiter mit, wenn sie mit den Kindern zusammen ist.

00:29:36: Und kann sie präsent sein und kann sie im Hier- und Jetztsein und kann Sie auf Emma eingehen?

00:29:41: Und natürlich ist das ein... Wenn ich das jetzt so sage ja dann klingt zu nach einem Idealzustand auch da wieder.

00:29:48: Es geht nicht darum immer in diesem Zustand zu sein sondern zu merken wenn Ich daraus kippe und Strategien zu haben mich wieder reinzubringen.

00:29:57: Das könnte etwas sein, was auch noch mal hilfreich sein kann.

00:30:01: Und jetzt würde ich gerne nochmal zu der Frage kommen wie kann Orientierung und Ruhe reinkommen?

00:30:06: Und zwar wirklich an dem für mich entscheidenden Situation unter diesem Brennglas wenn sie schreit, wenn Sie laut wird, wenn sie immer lauter wird und Inger das Gefühl hat ihr Kopf platzt ihr und sie möchte einfach nur noch Ruhe haben, der Hund dreht durch und alles ist irgendwie zu viel.

00:30:23: Dass da eine Form von Entschleunigung ganz wesentlich ist, um wieder mehr zu sich zu kommen.

00:30:31: Um wieder weicher zu werden.

00:30:33: Da haben wir vielleicht doch den Gedanken auch noch mal von Anfang ja nicht so streng mit Sicht zu sein sondern weicherzuwerden Zu entschleunigen und dann auch Sich selbst zuerst Mal Orientierung zu geben.

00:30:47: ich bin hier Und jetzt es geht nicht so sehr um die Entscheidung du darfst das Jetzt oder Du darfst dass Nicht Sondern Es Geht Darum Dass Emma Das Gefühl Hat.

00:30:56: sie Ist Wichtig, sie ist wertvoll.

00:30:58: Sie kommt drin vor in dem was hier – ich sage jetzt mal an Anführungsstrichen betrieben wird und sie darf etwas beitragen dazu.

00:31:07: und sie ist gehört gesehen und verstanden.

00:31:11: Und es sind drei Sätze die man sagen kann.

00:31:14: Das muss nicht lange sein aber das ist wie so ein Auftauchen, du bist gesehen Ist es unter Umständen so, dass es vielleicht auch noch mal laut ist aber nicht mehr weil sie sich nicht gehört fühlt sondern weil sie vielleicht dann starke Gefühle hat die sie unter Umständen sonst einfach auch wegdrücken muss oder eben in dieses Schreien reinlegt.

00:31:36: Und das vielleicht nochmal zu probieren, zu experimentieren wie sich das anfühlt da mehr tatsächlich in eine Orientierung zu gehen klar zu signalisieren, ich sehe dich.

00:31:50: Du bist wichtig du bist wertvoll!

00:31:51: Du bist gehört und verstanden mit deinem Anliegen und jetzt gehen wir

00:31:57: weiter.".

00:31:58: Und dann eben auch klar an ihrer Seite zu sein.

00:32:02: Dem habe ich ehrlich gesagt nichts mehr hinzuzufügen vor allen Dingen weil ich gerade auch gedacht hab als du sagst es gehört gesehen und verstand dass das nochmal eine starke Fallgemeinderung all dessen ist wobei wir in dieser Folge gesprochen

00:32:17: haben So ist das.

00:32:19: Das sind ganz wichtige Gedanken, genau wenn wir das erlebt haben als Kinder dass wir Vorkommen in einer Beziehung wertschätzen vorkommen gesehen auch übrigens es hat ja auch so was mit einem eigenen Raum zu tun, dass ich deinen Raum nicht sozusagen, dass ich da nicht einbreche oder dich übergehe.

00:32:37: Sondern das ich dich in deinem Raum wahrnehme, dass du sichtbar werden darfst mit deiner Kontur und deinen Grenzen Und dich gesehen und gehört und verstanden fühlst.

00:32:46: Das ist eine wichtige Erfahrung für Kinder damit sie im übrigen auch später andere Menschen respektieren können Mit ihren Meinungen mit ihren Haltungen mit dem was Sie mit in die Welt bringen Auch wenn uns das nicht immer passt.

00:33:00: Also wir können nochmal zusammenfassen.

00:33:01: Liebe Inga, vielen Dank!

00:33:03: Es geht um Grenzen und es geht um Räume.

00:33:06: Wir hatten noch mal auf den Aspekt hingewiesen, Räumen für Autonomie- und Selbstwirksamkeit noch einmal mehr in den Blick zu nehmen, diesen schnelllebigen Alltag daran angrenzend – also zusätzlich auch nochmal Raum für Begegnung zu schaffen und dann in diese Situationen auch nochmal zu gucken.

00:33:27: wie kannst du Orientierung geben?

00:33:30: Doppelpunkt, nämlich indem du entschleunigst.

00:33:33: Indem du Blickkontakt machst, indem du eine sehr schnell und unbewusst ablaufende Situation die sich schnell nach oben schraubt verlangsamst nicht indem sie zäh wird sondern indem du sie nach und nach in Verbindung nochmal ja noch mal entschneunigest und deiner Tochter das Gefühl gibst ich bin da In anfangen strichen es ist alles gut auch wenn's vielleicht gerade nicht dein.

00:34:03: In dieser Folge ging es ja noch nicht um Schule, aber das geht natürlich schneller als man denkt.

00:34:09: Spätestens wenn das Kind in die Schule soll, fragt man sich wie kommt mein Kind gut durch die Schule?

00:34:13: Das ist der Titel meines Schwiegel Bestsellers.

00:34:15: Der hat den Untertiteln Notenruck Hausaufgaben Stress und Lernfrust gemeinsam bewältigen.

00:34:20: ein Wegweiser für Eltern.

00:34:22: Und ja da sind auch drei Themen.

00:34:23: es gibt noch sehr viele Themen mehr von Medienkompetenz über den Umgang mit KI Kommunikation mit Lehrkräften.

00:34:30: Das kann man entweder ganz lesen oder auch Nachschlagen.

00:34:33: manche sagen dass ist wie so eine kleine Nachschlage Bibel für alles was mit Schule zu tun hat.

00:34:38: Ich freue mich sehr, wenn ihr das bestellen wollt.

00:34:40: Den Link gibt's über die Shownotes.

00:34:43: und übrigens, wenn Ihr selber mal Werbung möchtet, die ich hier einsprechen kann dann könnt Ihr schreiben an podcast-familien-stunde et katjasahlfrank.de Und wir sprechen darüber wie Ihr vielleicht ein Angebot präsentieren könnt was unseren Zuhörerinnen zugute kommt.

00:35:00: also nicht verzagen sofort los schreiben.

00:35:03: und jetzt geht es weiter mit der Folge.

00:35:10: Ja, in diesem Sinne ihr Lieben.

00:35:13: Danke schön Bob!

00:35:14: Das war die Familien-Sprechstunde.

00:35:16: Wir haben schon gesagt schreibt doch gerne in die Kommentare auch mal eure Erfahrungen.

00:35:23: Wie ist das mit eurem Alltag?

00:35:24: Das könnte vielleicht auch nochmal etwas sein was spannend ist.

00:35:27: wie entschleunigt ihr das?

00:35:28: wo sind bei euch die Kipppunkte und was macht ihr dann?

00:35:32: Und wir hören uns nächste Woche wieder.

00:35:35: Ich danke euch sehr für euer Zuhör.

00:35:40: Überall weiter, wie es geht!

00:35:43: Ihr unterstützt uns wenn ihr das weiterleitet.

00:35:46: Wenn ihr das empfehlt und kommentiert.

00:35:48: Wie die Besessenen?

00:35:49: Wir freuen uns sehr.

00:35:50: Ja wir freuen uns Dankeschön.

00:35:52: Also für heute sage ich auf Wiederhören Ich danke euch fürs Zuhören für euer offenes Ohr Für euer Offenes Herz Und nochmal bleibt weich und liebevoll mit euch selbst und euren Kindern Und bis nächste Woche.

00:36:05: Bye bye Tschüss Bob Ciao.

00:36:10: Das war die Familien-Sprechstunde mit Katja Saalfrank.

00:36:13: Eine neue Folge gibt es jeden Montag überall dort wo es Podcasts gibt und wenn du marzt, nehmen wir jetzt noch einen Moment Zeit für dich!

00:36:23: Zeit das Gehörte nachwirken zu lassen in Kopf Herz und in deinem Körper.

00:36:27: vielleicht hat sich etwas gezeigt eine neue Perspektive oder eine leise Bewegung nach Innen.

00:36:33: spür gerne Nach und Entschleunige nochmal.

00:36:36: Wenn du selbst eine Frage hast, die du hier in der Familien-Sprechstunde teilen möchtest, schreib mir gerne an podcast-familien-sprechstundeetkatjasaalfrank.de.

00:36:46: Alle Zuschriften werden natürlich anonymisiert.

00:36:49: Hinweise zur aktuellen Folge sowie Informationen zu meinen Kursen und Ausbildungen und allen Angeboten findest Du in den Show Notes.

00:36:57: Schau Dich dort gerne um.

00:36:59: Ich danke dir von Herzen, dass du dir Zeit genommen hast und ich wünsche dir viele gute Beziehungserfahrungen und Verbindungsmomente.

00:37:07: Und nicht vergessen – es gibt keine schwierigen Kinder sondern nur schwierige Situationen!

00:37:13: Bleibt nicht damit alleine schon.

00:37:15: ein Gespräch kann Veränderung bringen, einen Austausch entlasten um Fragen zu stellen, kann neue Wege öffnen.

00:37:23: Deine Katja.

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