Folge 14: Blitzableiter – wenn das ältere Kind dem jüngeren Geschwister wehtut

Shownotes


In dieser Folge geht es um den Geschwisterkonflikt, starke Gefühle und die Frage, wie wir eingefahrene Muster verändern können

Ich beschäftige mich mit der Frage

  • warum Geschwisterkonflikte, nicht einfach „weggehen“
  • wie die emotionale Dynamik älterer Geschwisterkinder sein kann
  • warum Erklären oft nicht ausreicht
  • wie du neue Handlungsalternativen auf unterschiedlichen Ebenen nutzen kannst

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In dieser Folge erwähnte Angebote und Informationen:

In meinem Buch DiE REiSE zu einer glücklichen Eltern-Kind-Beziehung - Dein Kind und dich besser verstehen beschäftige ich mich u.a. mit dem Geschwisterkonflikt.

Der Gedanke der Woche stammt aus den 52 Affirmations- und Verbindungskarten von Katia Saalfrank – Das stärkende Kartenset für eine liebevolle Eltern-Kind-Beziehung

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Transkript anzeigen

00:00:04: Sprecher 1 Herzlich willkommen bei der Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank. In diesem Podcast geht es um Bindung und Beziehung, um das Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern und um das, was hinter dem Verhalten von Kindern wirkt. Ich bin Katia Saalfrank, Ich bin Diplompädagogin, Familientherapeutin und körperorientierte Eltern und Familienberaterin in eigener Praxis in Berlin. Ich bin Autorin, Podcasterin und Mutter von vier Söhnen.

00:00:30: Sprecher 1 Ich arbeite bindungsund beziehungsorientiert und begleite Menschen dabei, Kinder besser zu verstehen und sich selbst gleich mit. Ich freue mich sehr, dass du eingeschaltet hast. Schön, dass du da bist. Hallo und herzlich willkommen zu meinem Podcast Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank. Ich freue mich wieder sehr, dass ihr mit dabei seid, dass ihr eingeschaltet habt und ich hoffe, es geht euch allen gut und ihr seid wohlauf und gesund.

00:00:57: Sprecher 1 Und bevor wir gleich zur Frage kommen, habe ich wieder einen Gedanken für euch Und vielleicht kann es ein Gedanke für dich sein, der ein bisschen mehr Freiheit für dich bereithält und den du vielleicht auch in der gesamten Woche präsent hältst. Der Gedanke diese Woche kommt wieder aus den Informations und Verbindungskarten und lautet Ich habe die Macht, Dinge zu ändern.

00:01:24: Sprecher 1 Ich kann etwas bewirken und darf mir vertrauen. Ich finde diesen Satz, diesen Gedanken immer wieder sehr hilfreich, weil wir ja oft in Situationen geraten, als Eltern, wo wir das Gefühl haben, wir sind hilflos, wir können gar nichts machen. Und diese Hilflosigkeit kennen wir manchmal aus unserer eigenen Kindheit und daraus nehmen wir ganz viel Energie dann mit ins Erwachsenenleben.

00:01:50: Sprecher 1 Und wenn wir uns hilflos fühlen als Erwachsene, fallen wir sozusagen gefühlt wieder in diese Hilflosigkeit zurück und verharren auch manchmal darin. Und mir hat der Gedanke geholfen, dass ich eine elterliche Macht habe, die ich natürlich nicht missbrauchen möchte und gleichzeitig aber diese Macht mir auch die Möglichkeit gibt, eben Dinge zu verändern. Mir die Möglichkeit eröffnet, dass ich etwas bewirken kann und dass, wenn ich mir vertraue und wenn ich über die Situationen drüber fliege, immer wieder auch merke, es gibt Möglichkeiten, wo ich Veränderungen schaffen kann.

00:02:28: Sprecher 1 Also in diesem Sinne, ich habe die Macht, Dinge zu ändern. Ich darf etwas, ich kann etwas bewirken und ich darf mir vertrauen.

00:02:38: Sprecher 1 Ja, und dieser Gedanke passt jetzt auch ganz gut zur Frage. Vielleicht habt ihr es schon gemerkt, dass ich auch immer wieder versuche, diese Gedanken auch ein bisschen stimmig auf die Frage zu beziehen. Und heute hat mir Mela geschrieben. Mela heißt natürlich wieder anders und hat mir geschrieben an Podcastminus, Familiensprechstunde etc.. Katia Saalfrank p.de. Und jeder, der mir schreiben möchte, kann dort auch gerne seine Frage hinschicken und sie an mich adressieren.

00:03:07: Sprecher 1 Und dann gehen wir sie hier gemeinsam durch. Mila schreibt.

00:03:17: Sprecher 1 Hallo Katia, ich schreibe dir heute, weil ich absolut nicht mehr weiter weiß. Ich habe einen 7-jährigen Sohn und eine 4-jährige Tochter. Die beiden verstehen sich eigentlich gut. Allerdings vergeht kein Tag, an dem mein Sohn, sobald er nur einen Moment der Langeweile oder Frust verspürt, meine Tochter haut, tritt oder ärgert. Er macht das ganz selbstverständlich, manchmal wie beiläufig. Ich habe ihm schon Millionen Mal die Grenze des Körpers der anderen erklärt, bin dazwischen gegangen, habe versucht, ihn zu beschäftigen, zu halten usw, aber nichts hilft.

00:03:49: Sprecher 1 Dieses Verhalten zieht sich durch sein Leben. Schon als er klein war und seine Schwester noch nicht da war, hat er dieses Verhalten bei anderen Kindern und uns Eltern gezeigt. Wenn starke Emotionen in ihm aufkommen, alisiert er das gar nicht, sondern lässt es körperlich an seinem Umfeld aus. Ich habe viel versucht, ihm Emotionen erklärt, Strategien, um Wut rauszulassen, viele Bücher zu solchen Thematiken mit ihm angeschaut, aber es hört nicht auf.

00:04:14: Sprecher 1 Ich habe immer wieder gehofft, dass es sich verwächst, dass er versteht, wenn er älter wird. Aber es hört nicht auf. Seitdem ich mit den Kindern alleine lebe, ist es besonders hart für mich, denn ich kann sie kaum aus den Augen lassen. Sobald ich in einem anderen Raum bin und zum Beispiel Wäsche mache oder aufräume, höre ich ein Aua oder ein Lass das meiner Tochter und es bringt mich absolut an meine Grenzen.

00:04:37: Sprecher 1 Hast du einen Rat für mich? Ich bedanke mich und verbleibe mit lieben Grüßen.

00:04:42: Sprecher 2 Mela.

00:04:47: Sprecher 1 Ja, liebe Männer, also erst mal vielen Dank für deine Mail und dass du mir geschrieben hast und das du auch so offen darüber sprichst, wie es dir gerade geht. Ich kann das ganz gut nachvollziehen, dass sich das jetzt natürlich noch mal zuspitzt dadurch, dass.

00:05:02: Sprecher 2 Du.

00:05:03: Sprecher 1 Mit den Kindern alleine lebst und sozusagen keine zweite Führungskraft hast oder auch wenig Möglichkeiten hast, mal was abzugeben, sondern du diejenige bist, die für alles Verantwortung trägt. Das fühlt sich oft schwer an und ich kann das gut nachvollziehen, dass du da an deine Grenzen kommst. Ich weiß nicht, seit wann das so ist. Wenn ich mit Eltern über diese Themen spreche, dann bekomme ich in der Regel einen Aufnahmebogen und dann kann ich das immer noch mal ein bisschen nachvollziehen.

00:05:33: Sprecher 1 Auch wie lange das so ist, wie es vorher war und weiß natürlich dann auch viel mehr, was die Eltern beruflich machen, wie der Tagesablauf ist usw, weil es dann natürlich auch so ein Stück darum geht, dass man sich als allein Beziehende irgendwie die Möglichkeiten schafft. Ja, das klingt jetzt so fast ein bisschen unrealistisch, aber durchzuatmen, also diese ständige Dauerbelastung für alles selbst und immer und ständig.

00:06:00: Sprecher 2 Zur.

00:06:00: Sprecher 1 Verfügung stehen zu müssen, verantwortlich zu sein, das empfinde ich einfach auch in der Gegenübertragung als wirklich eine Herausforderung. Und ich kann dir da jetzt sozusagen auf die Entfernung gar nicht so viel sagen dazu, weil ich dein Leben nicht kenne und weil ich nicht weiß, wo für dich Entlastung hilfreich wäre. Aber ich will das gleich am Anfang sagen, dass ich das eingebettet sozusagen sehe, Auch in deiner Frage mit Ich bin an meiner Grenze und ich kann nicht mehr weiter und es fühlt sich alles sehr viel und sehr schwer an, also das wäre so eine Ebene, die wirklich wichtig ist.

00:06:37: Sprecher 1 Und ja, vielleicht braucht es da noch mal ein Gespräch oder vielleicht noch mal auch eine Reflexion deinerseits, dass du dir noch mal den Tagesablauf anschaust und noch mal schaust, Wo kannst du für dich sorgen, damit du dann auch ja präsent sein kannst oder das noch mal anders organisieren kannst? Auch mit deinen Kindern, wie du es jetzt gerade beschreibst.

00:06:58: Sprecher 1 Das nächste ist, Du schreibst, dass dein 7-jähriger Sohn auf deine 4-jährige Tochter zugeht und losgeht und dass das immer sehr selbstverständlich ist. Ja, und manchmal wie beiläufig. Und dass du ihm schon ganz viel erklärt hast und dass du dazwischen gegangen bist und dass du ja eigentlich da schon dich sehr abgearbeitet hast. Ich will erst mal sagen, dass ich das für mich so ein bisschen so anhört.

00:07:23: Sprecher 1 Also zum einen nach einem langen, mitlaufenden Konflikt, also dass es nicht irgendwie etwas im Außen gibt, was jetzt die Ursache ist, sondern dass das tatsächlich etwas sein kann, was einfach schon länger mitläuft. Zum Beispiel der Geschwisterkonflikt. Ja, jetzt schreibst du ja, es war auch schon früher so, auch als die Schwester noch nicht da war. Und gleichzeitig war er ja, als deine Tochter noch nicht da war, in der Autonomiephase, die ja sehr dafür bekannt ist, dass eben starke Emotionen kommen, dass Kinder sich noch nicht äußern können, dass Kinder eben auch.

00:07:59: Sprecher 2 Ja in.

00:08:00: Sprecher 1 Ihren Gefühlen verschmolzen sind und eben auch Aggressionen mit zum gängigen.

00:08:05: Sprecher 2 Bild.

00:08:06: Sprecher 1 Sozusagen zum Entwicklungsbild dazugehören. Das heißt, wir können das vielleicht nicht so ganz unsortiert lassen, dass das vielleicht eine andere Form von Äußerung und Konfliktwar als jetzt, sozusagen in Bezug auf deine Tochter. Ja, ich würde das gerne ein bisschen auseinander dividieren und auseinander sortieren, weil jetzt hört es sich schon so ein bisschen an, als sei das ein Konflikt zwischen deiner Tochter und bzw deinem Sohn und dem Geschwisterkind.

00:08:34: Sprecher 1 Gerade weil du beschreibst, dass er das ganz selbstverständlich und manchmal wie beiläufig macht, hört es sich für mich eben so an, als sei da ein Dauerfrust, ein Dauer Gefühls Cocktail.

00:08:46: Sprecher 2 Der.

00:08:46: Sprecher 1 Unter Umständen einfach bei deinem Sohn ja tief verankert ist, schon lange vorhanden ist und immer mal wieder nach oben kommt und dann so was wie eine Blitzableitung braucht. Und dafür hält wahrscheinlich deine 4-jährige Tochter hier. Ja, das ist so ein bisschen das, was ich aus auf die Entfernung für mich jetzt erst mal darstellt. Und ich würde mir gerne diesen Konflikt auch genauer noch mal anschauen Und ja, möchte aber auch noch mal sagen, dass ich zwar verstehe, dass du das immer wieder erklärst, dass da die Grenze ist, dass das ja, dass das eine Körpergrenze ist, dass nicht gehauen wird usw.

00:09:27: Sprecher 1 Und gleichzeitig ist es noch mal wichtig zu verstehen, dass da wahrscheinlich eine Dauererregung hohe Erregung im Körper deines Sohnes ist, so dass er mit diesen Erklärungen gar nicht so viel anfangen kann. Und es ist für ihn wahrscheinlich auch nicht neu. Also es ist keine neue Information, dass er nicht hauen soll, dass da eine Grenze ist usw Und trotzdem hat er diesen wahnsinnig starken Impuls, diese wahnsinnige Frustration, dieser Aggression in sich.

00:09:52: Sprecher 1 Und ich würde mir gerne, bevor wir vielleicht auch gucken wie kannst du noch mal anders damit umgehen? Ich glaube, es braucht nicht mehr, sondern es braucht anders. Ja, auch in Bezug auf deine Erschöpfung wäre es gut, wenn du nicht das Gefühl hast, du musst jetzt noch mehr geben, sondern dass du versuchst, noch mal eine andere Perspektive einzunehmen und wir noch mal schauen, wie kannst du es vielleicht anders machen, was eben nicht mehr sein muss.

00:10:22: Sprecher 1 Ja, wenn wir da ein bisschen genauer hingucken, dann. Also wenn ich da sage, meine ich den Akt, die Aggressionen im Geschwisterkonflikt. Das, was du hier beschreibst. Dann können wir feststellen, dass dieser Konflikt einer der häufigsten Anlässe für langanhaltende und intensive Spannungen in der Familienatmosphäre ist. Wenn weitere Kinder in eine Familie geboren werden, verändert sich erst mal die gesamte Konstellation.

00:10:49: Sprecher 1 Also da weiß ich, das ist jetzt bei dir schon ein bisschen länger her, aber wir können ja trotzdem noch mal zurückgehen vor vier Jahren. Ja, alle Familienmitglieder müssen sich neu sortieren und gerade ältere Geschwister erleben auf der emotionalen Ebene eine extreme Erschütterung, die eben nicht nur wenige Wochen oder Monate, sondern prozesshaft über Jahre andauern und mal mehr oder weniger spürbar auch für Eltern werden kann.

00:11:17: Sprecher 1 Du kannst das ja mal für dich und alle, die auch eben mehrere Kinder haben können das ja mal so mitlaufen lassen, wie sich das vielleicht in dieser Mikro draufschauen so angefühlt hat, welche, welche Phasen es da gab. Vielleicht war es am Anfang gar nicht so problematisch, also gar nicht so spürbar und wurde dann mal mehr, mal weniger spürbar.

00:11:38: Sprecher 1 Das hat damit zu tun, dass die Geschwisterkinder immer mal wieder mehr oder weniger schmerzhafte Verlustgefühle empfinden, während sich alle Familienmitglieder und das Umfeld von von Freunden und Bekannten über das neue Baby freuen und das ja ganz schnell auch in die Familie integriert wird. Spürt das ältere Kind vor allem den Verlust. Und jetzt wird es spannend. Von exklusiven Beziehungen, also der Verlust von exklusiven Beziehungen, insbesondere.

00:12:10: Sprecher 2 Zu.

00:12:11: Sprecher 1 Seiner Mutter, aber eben auch zum Vater. Und jetzt ja, möchte ich euch einladen für einen Perspektivwechsel. Also ihr könnt euch das mal in der Erwachsenenebene vorstellen, und zwar in Bezug auf das, was ihr empfindet, was emotional passiert. Also stell dir vor, dein Partner kommt nach Hause und eröffnet dir, dass er jemand netten kennengelernt hat und ihr ab nächster Woche zu dritt leben und alles miteinander teilen werdet.

00:12:38: Sprecher 1 Also in meinen Kursen erzähle ich dann immer von Gaby. Ich finde es immer ganz gut, wenn man auch einen Namen hat. Also Gaby kommt sozusagen zu uns Müttern mit nach Hause und Michael zu, sozusagen zu den Vätern. Ihr könnt das auch umdrehen, Das ist nicht sozusagen jetzt auf uns Frauen und Mütter bezogen, sondern jeder kann sich da mal einfühlen, wie das ist, wenn auf einmal in das Leben eine, also in eine Beziehung, in eine exklusive Beziehung auf der Paarebene eine dritte Person eintritt.

00:13:09: Sprecher 1 Ja, und zwar eine Person, die in das Leben tritt und emotional und körperlich genauso oder sogar näher an dem Partner dran dran sein darf, als man selbst bisher. Ich mache das mal weiter. Das Beispiel gibt es vermutlich die Verabredung, dass die Beziehung zum Partner eine Exklusivität hat und das was passiert. Und ihr könnte ja mal rein spüren, wie das ist.

00:13:35: Sprecher 1 Diese Verabredung hebt jetzt in diesem.

00:13:37: Sprecher 2 Bild.

00:13:38: Sprecher 1 Der jeweilige Partner, die Partnerin einseitig auf.

00:13:43: Sprecher 2 So.

00:13:44: Sprecher 1 Und jetzt könnt ihr mal rein spüren, wie geht es dir mit diesem Bild, mit diesem Gedanken, mit der Vorstellung, dass jemand Drittes.

00:13:53: Sprecher 2 In.

00:13:54: Sprecher 1 Eure, in deine Exklusivität reinplatzt? Also ihr könnt da mal wirklich die Hand auf die Brust legen, auf den Brustbereich und mal rein spüren. Und nimm mal wahr, was sich in dieser Vorstellung in deinem Körper verändert. Als Erwachsene könnten wir uns jetzt dafür oder auch dagegen entscheiden. Ja, wir könnten sagen So habe ich mir das nicht vorgestellt. Ich könnte das beenden.

00:14:23: Sprecher 1 Ich könnte sagen, entweder Sie oder eher er oder sie. Also je nachdem, in welchem Bild ihr gerade seid. Also, ich habe sozusagen eine Wahlmöglichkeit und ich kann auf die Exklusivität verweisen. Ein Kind kann das gar nicht.

00:14:38: Sprecher 2 Und.

00:14:38: Sprecher 1 Ist auch gar nicht in der Vorstellung mit drin, weil unsere Kinder lieben uns als Eltern, uns sind ja auch quasi abhängig ausgeliefert. Und trotzdem ist dieses schlimme Verlustgefühl da. Ja, also Trauer, Wut, Schmerz, Angst und noch was Kein anderer fühlt diesen Verlust. Ja, das heißt, das Kind ist letztlich mit seinem Gefühl ganz alleine und stürzt ja quasi in so einen Gefühlscocktail, in so ein Gefühlschaos rein und fragt sich jetzt Wie wertvoll bin ich eigentlich für Mama, für Papa, für meine Eltern?

00:15:19: Sprecher 1 Und in deinem Fall eben Mela, ist die Frage Wie wichtig und wertvoll bin ich für Mama? Und das ist eine Frage, die dein Sohn vermutlich schon sehr lange hat und auf die er eben auch Antworten sucht. Und auf der Suche nach der Antwort auf die Frage Wie wichtig und wertvoll bin ich? Können viele verschiedene Verhaltensweisen entstehen. Also manche älteren Kinder werden manchmal auch anhänglich und fordern so als Rückversicherung ihr wertvoll sein intensiv durch eine Versorgung, Zuwendung und Kontakt ein.

00:15:53: Sprecher 1 Wieder andere werden aggressiv. Die grenzen sich ab, indem sie hauen, treten oder schimpfen und damit deutlich machen Das Kind soll weg. Oder? Ja, suchen nach eigener Sicherheit. Das ist meine Mama. Wenn sie ein bisschen jünger noch sind und stillen sozusagen gleichzeitig dadurch auch die Sehnsucht nach Verbindung. Ich finde diese Erkenntnis, dass die Kinder diesen Dauerkonflikt. Und jetzt hat dein Sohn Mela mit sieben Jahren eigentlich ganz lange mit laufen lässt und dass sich da Frust angesammelt hat und das deswegen es für dich auch gerade so schwierig ist, sozusagen aus dem Nachbarraum dann das zu regulieren, weil einfach der Frust schon so lange da ist und es schon so was wie eine, ja wie eine Gewohnheit geworden

00:16:39: Sprecher 1 ist. Sozusagen meinen Frust, meinen Ärger, den ich gar nicht benennen kann, der ja so tief sitzt, dann einfach abzuladen, dass es eben wirklich hilfreich sein kann, diese Erkenntnis einfach erst mal zu haben. Erst mal nur als Erkenntnis, Nur mal wahrnehmen, wie das ist. Ohne dass sich das sofort bewährt. Ist es gut, ist es schlecht? Ist das richtig oder falsch?

00:17:03: Sprecher 1 Sondern erst mal in diesen Perspektivwechsel zu kommen und mitzufühlen. Wie sich das anfühlen.

00:17:11: Sprecher 2 Muss mit.

00:17:13: Sprecher 1 Diesem cocktail, mit diesem bitteren Gefühlscocktail von Wut, Trauer, Angst und Schmerz zu leben.

00:17:21: Sprecher 2 Ja.

00:17:22: Sprecher 1 Und da können wir einfach noch mal auch auf auf den Eisberg schauen. Ja, wenn ihr euch noch mal vorstellt oben auf der Eisberg Spitze über der Wasseroberfläche, sehen wir dann eben das Hauen, das Schubsen, das Beschimpfen, das Treten. Ja, und unten drunter motivieren eben die Gefühle, die ich gerade genannt habe. Wut, Angst, Schmerz, Trauer.

00:17:47: Sprecher 2 Dieses Verhalten.

00:17:48: Sprecher 1 Ja, also Wut ist irgendwie der Schaum auf diesem Cocktail, den man auch sehr deutlich sieht. Und wo wir uns fragen Wo kommt denn das her? Aber darunter liegt ein Schmerz. Ja, bin ich wichtig? Bin ich wertvoll? Die Angst. Wo bin ich gesehen? Bin ich sicher? Ja. Und die Trauer auch. Darüber. Aus der Erinnerung. Letztlich aus einer tiefen Erinnerung, dass es auch mal anders war.

00:18:15: Sprecher 1 Also, wie sollen das die Kinder formulieren? Das ist gar nicht so einfach.

00:18:21: Sprecher 2 Genau.

00:18:22: Sprecher 1 Und ganz unten dann, unter diesen, unter diesem Cocktail sozusagen, liegt ja die Speisung, nämlich die Sehnsucht nach Verbindung, die Sehnsucht nach Sicherheit und ja, das Streben nach Selbstwirksamkeit. Also wie kann ich mich in diesem eng gefühlten Raum selbstwirksam fühlen? Ja, und wie kann ich mich sicher fühlen? Also im Grunde ist es das Streben nach Sicherheit und das Regulieren dieses starken Gefühls.

00:18:48: Sprecher 1 Cocktails. Ja, und jetzt ist natürlich die Frage, wie können wir damit umgehen, wenn wir jetzt dieses Wissen haben. Und da gibt es natürlich ganz viele verschiedene Wege insofern, als dass jeder Kontext ein anderer ist. Jedes Kind hat eine andere Biografie. Die Eltern, die zu mir kommen und die solche Situationen beschreiben, solche Konstellationen haben, kann ich euch einfach nur sagen Es ist sehr, sehr vielfältig.

00:19:18: Sprecher 1 Und es ist erst mal wichtig, diese Erkenntnis, diesen Perspektivwechsel zu haben, wie sich das für das Kind anfühlt, um dann wirklich im Kontext zu schauen wer ist mein Kind, was hat mein Kind für Erfahrungen gemacht, In welchen Zusammenhängen stehe ich? Was kann ich auch verändern im Hinblick auf die Beziehung? Jetzt ist mir nur wichtig, dass das erst mal deutlich wird, dass es nicht einen Weg gibt, sondern dass es jetzt auf der abstrakten Ebene natürlich bestimmte Möglichkeiten gibt und bestimmte Wege gibt.

00:19:51: Sprecher 1 Und gleichzeitig ist es eben auch wichtig, dass ihr.

00:19:54: Sprecher 2 Genau hinguckt.

00:19:56: Sprecher 1 Und dass ihr jetzt nicht sozusagen eine Handlungsanweisung daraus ableitet. Also was ich vielleicht allgemein erst mal sagen kann, ist, dass die Bewertung des Verhaltens und das Erklären das ständige also das darfst du nicht tun, so ist man nicht da ist eine Grenze usw das könnt ihr ja mal für euch gucken, wie oft ihr das schon gesagt habt, dass das eben oft ins eigene Ohr rein und zum anderen wieder rausgeht, weil es ja weil es schon oft gehört wurde und b eben für die Emotionen, die das Kind hat, gerade keinen guten Kontext bietet, um das zu lassen.

00:20:33: Sprecher 1 Also der Impuls wird dann nicht weniger, wenn ich gesagt bekomme, das macht man nicht, das ist schon mal das eine, das heißt, ihr könntet mal schauen Und Mela, du ganz konkret noch mal auch dich selbst beobachten. Wie oft erklärst du, wie oft maßregelst du, wie oft, ja bevormundet du dann vielleicht auch? Oder kommt so was durch, dass du noch mal Dinge erklärst und dass du auf so einer Erklärebene dann hängen bleibst und eigentlich merkst, dass dann Verbindung weggeht?

00:21:00: Sprecher 1 Und ist es dir möglich, dass du an der Stelle das erst mal ein Stück zur Seite stellst und auf einer anderen Ebene reagierst? Und da gucken wir jetzt noch mal hin. Was könnte das sein? Impulse zum Mitnehmen. Es geht also darum, dass dein Kind noch mal mehr spürt, dass es wertvoll für dich ist. Und jetzt meine Frage an dich dazu Woran merkt dein Kind im Alltag, dass es wertvoll ist für dich?

00:21:27: Sprecher 1 Lass den Alltag mit deinem Kind mal im Perspektivwechsel wie ein Film vor deinem inneren Auge ablaufen. Du bist jetzt dein Kind und erlebst den Tag mit dir als Vater oder Mutter. Wo im Alltag erlebst du jetzt das ablehnende oder abwertende Botschaften ankommen? Bewerte das nicht, nimm es nur wahr und achte in den folgenden Tagen im Kontakt mit deinem Kind darauf bewusster besondere Botschaften.

00:21:52: Sprecher 1 Also so was wie emotionale Vitaminpillen mit wirkung zu senden. Du kannst über den Tag hinweg in Verbindung mit deinem Kind immer wieder emotionale Vitaminpillen mit Depotwirkung verteilen. Das sind kleine und größere positive Verbindungsmomente, die du bewusst schaffst und gute Botschaften, die dein Kind nähren. Die Wirkung der emotionalen Vitamine sind vielfältig. Sie wirken in deiner Beziehung sowohl unmittelbar wie auch langfristig.

00:22:21: Sprecher 1 Sie stärken das Selbst deines Kindes, lassen den Wert deines Kindes tief verankern, so dass es aus sich selbst heraus sicherer wird und festigen das satte, gute Gefühl der Zuversicht und Zufriedenheit. Ich bin okay so wie ich bin. Emotionale Vitaminpillen können Sätze, Blicke oder Körperkontakt sein. Sätze wie Ich freue mich, dass du da bist. Ich finde es schön, dass wir zusammen sind.

00:22:45: Sprecher 1 Schön, dass wir uns haben. Es können Blicke sein. Wir können unsere Kinder liebevoll anschauen, interessiert im Kontakt sein. Wir können Körperkontakt machen, eine Hand nehmen, über den Kopf streicheln, über den Rücken etc. Wir können Gesten nutzen, auf Bitten reagieren oder auch Angebote machen, ohne dass die Kinder darum bitten oder fragen müssen. Quasi proaktiv von uns aus. Wie zum Beispiel die Hand nehmen beim Aufräumen helfen, beim Umziehen behilflich sein.

00:23:13: Sprecher 1 Nicht, weil das Kind es nicht selbst kann oder könnte, sondern weil es schön ist, im Kontakt zu sein. Eine Anmerkung Die Pillen verlieren ihre Wirkung, wenn wir in Konfliktsituationen Strafen. Also welche persönlichen emotionalen Vitaminpillen mit Depotwirkung könnten es für dein Kind sein, Welche wirken und welche wirken auch besonders gut?

00:23:40: Sprecher 1 Ja, also wenn wir jetzt wissen, dass diese Aggressionen und dieses Verhalten, diese Dynamik unserer Kinder, des älteren Geschwister Kindes daher rührt, dass da ein Cocktail von Angst, Wut, Trauer, Schmerz ganz tief unten wirkt, dann können wir überlegen, wie wir oder was daraus sich konkret an Möglichkeiten ergibt, um.

00:24:05: Sprecher 2 Genau.

00:24:06: Sprecher 1 Diese, diese Bereiche zu nähren. Also etwas, ich will nicht sagen dagegen zu setzen, aber die aufzufangen. Und das heißt es. Es gibt verschiedene Ebenen, auf denen wir unseren Kindern jetzt begegnen können und was wir tun können. Also ich würde jetzt mal das so ein bisschen durchgehen und ihr könnt mal schauen, was davon habt ihr vielleicht schon probiert? Was spricht euch an, was es vielleicht für euch in eurer Konstellation gar nicht möglich.

00:24:35: Sprecher 1 Aber das würde ich jetzt erst mal so reingeben. Und da fällt mir als allererstes ein, gezielte, explosive Momente zu schaffen. Kurz, aber verlässlich. Also ich habe in meinem Buch Die Reise auch relativ ausführlich beschrieben, wie man eine Exklusivzeit gestalten kann. Mit kleineren Kindern kann man tatsächlich dann und das erzähle ich auch immer wieder. Also habe ich auch oft in der Beratungspraxis, dass wir dann konkret überlegen, wie kann man das gestalten?

00:25:05: Sprecher 1 Also wirklich einer eine Zeit.

00:25:08: Sprecher 2 Wo die.

00:25:09: Sprecher 1 Mutter, der Vater, wie auch immer, je nachdem, wo auch diese, dieser Schmerz vielleicht größer ist oder was ihr auch für ein Gefühl habt, mit welcher Bezugsperson Bindungsperson das sinnvoll ist, dass man dann auch etwas als Rahmen schafft, also wie zum Beispiel ein Selfie zu machen, das auf eine Pappe zu kleben, dann da einen Faden durchzuziehen und es an die Tür zu hängen und wirklich dann das den Namen des Kindes und Mama oder Papa drauf schreibt und es umdreht und dann ist wirklich die Tür zu.

00:25:37: Sprecher 1 Und das ist ein exklusiver Rahmen. Ja, das kann man machen. Es geht nicht um einen Eventcharakter. Also das ist natürlich auch schön, wenn man ins Schwimmbad geht, wenn man in den Freizeitpark geht, wenn man in den Zoo geht oder so, aber das ist nicht das, was ich meine, weil man da doch sehr im gemeinsamen Erleben über etwas Drittes verbunden ist.

00:25:59: Sprecher 1 Und das, was ich meine, sind eher ein Raum oder das was ich meine ist eher ein Raum, der alltäglich ist und wo es Begegnung gibt und wo ja Mama und Kind sich begegnen. Um jetzt mal beim Männer zu bleiben, wo ihr euch miteinander über etwas Exklusives beschäftigt. Und das weiß ich nicht, ob das möglich ist mit deiner 4-jährigen.

00:26:21: Sprecher 1 Das ist ja jetzt dann auch immer noch mal die Frage in der Konstellation Und wenn das nicht geht, dass du jeden Tag zum Beispiel eine Viertelstunde noch am Bett sitzt oder etwas liest oder dir Zeit nehmen kannst, dann ist es noch mal mehr wichtig, auch gezielt exklusive Momente mit deinem 7-jährigen zu schaffen. Ob das ist nach der Schule, dass ihr für zehn Minuten zusammensitzt und ein Apfel schält und euch austauscht und ja, und dass du diese Momente auch bewusst wahrnimmst.

00:26:51: Sprecher 1 Also das könnte etwas sein, mehr in der Bewusstheit und in dem Kontakt mit deinem Kind auch wahrzunehmen, was da gerade passiert, dass du ihm dann wirklich gezielt Zuwendung schenkst. Ich weiß nicht, ob du das vielleicht schon machst, weil du sagst, Du hast ja ganz viel probiert. Ich sage trotzdem mal Ja, dann finde ich wichtig. Und das ist jetzt aber auf Mela bezogen auf deine Situation jetzt, weil es schon so lange läuft, ob es nicht hilfreich wäre, mal so was wie ein Dialog zu suchen?

00:27:21: Sprecher 1 Ja, Dialog meine ich jetzt nicht. Ein Gespräch im Sinne von Du erzählst ihm, was du jetzt denkst und fühlst, sondern dass ihr zum Beispiel ein Eis essen geht, dass du ihn fragst. Ich möchte gern mal mit dir sprechen. Wann hast du Zeit? Darf ich dich einladen? Auf ein Eis und dass ihr euch dann zusammensetzt und du dann ihn fragen kannst?

00:27:42: Sprecher 1 Manchmal habe ich das Gefühl, dich geht es gar nicht so richtig gut. Also, ihr streitet so viel. Und was? Was ist da bei dir? Nimmst du das auch so wahr? Und dass du ins Gespräch kommt mit ihm? Ich weiß jetzt, dass man nicht mit allen 7-jährigen so ins Gespräch kommen kann. So einfach. Bei manchen geht das, bei anderen wieder nicht.

00:28:02: Sprecher 1 Wir haben ja auch in einer der letzten Folgen gehört, dass Gefühle höchst persönlich sind und dass manchmal Kinder sich zurückziehen und dass es dann gar nicht so einfach ist. Ich sage es trotzdem, weil es aus meiner Erfahrung wirklich hilfreich ist, diese Zeit zu verbringen, diese Einladung auszusprechen und den Dialog zu suchen. Gibt es etwas, was du denkst, was ich anders machen kann?

00:28:22: Sprecher 1 Ja, also diese Frage sich nicht nur selbst zu stellen, sondern eben auch dem Kind zu stellen und dann auch zuzuhören, auch auszuhalten, wenn dann das Kind antwortet, weil das manchmal auch gar nicht so angenehm ist. Wenn dann das Kind sagt Ja, du schimpft immer und du bist immer du bevorzugst einfach meine kleine Schwester und dann gehen wir sofort.

00:28:42: Sprecher 1 Eine Rechtfertigung. Und das wäre eben nicht der Dialog, den ich meine, sondern dann zu sagen Ah ja, okay, das nimmst du so wahr. Hast du ein Beispiel?

00:28:53: Sprecher 2 Okay.

00:28:53: Sprecher 1 Ja, das höre ich. Und was gibt es, was ich tun kann? Was ich verändern könnte? So. Und so zu sagen, dass ihr gemeinsam wieder mehr an der Seite steht. Also das, dass er merkt, du stehst an seiner Seite und du bist interessiert daran, zu hören, was du auch verändern kannst und wie es ihm geht. Ja, damit könnte ein neuer Anfang geschaffen werden und eine Bewusstheit entstehen.

00:29:21: Sprecher 1 Ja, dann finde ich wichtig, tatsächlich diese bewussten Signale von Du bist wichtig und wertvoll und bedeutsam für mich im Alltag. Also die emotionalen Vitaminpillen.

00:29:33: Sprecher 2 Mit Depotwirkung.

00:29:34: Sprecher 1 Und die kann man immer, immer, immer, immer, immer anwenden. Also die können wir mit ganz kleinen Kindern anwenden, Wir können die mit älteren Kindern anwenden. Klingt jetzt so, als ob es eine als die Pillen halt als ob man sie anwendet. Aber es ist ja einfach so was wie ein Verbindungsmoment und eine kleine Minibeziehungsinsel. Wenn wir uns angucken, wirklich angucken und ihr könnt mal schauen, was das mit euch macht.

00:30:02: Sprecher 1 Ich habe da immer wieder auch als Mutter aus eigener Erfahrung so schöne Momente erlebt. Wenn man es schafft, sozusagen aus diesem Alltags betreiben und aus dieser Hektik auszusteigen und wirklich in so was Bewusstes kommt und sagt Jetzt schaue ich dich an und ich freue mich, dass du da bist. Also das kann wirklich eine ganze Menge bewirken. Mela, was du noch versuchen könntest, ist tatsächlich ein früheres Andocken.

00:30:29: Sprecher 1 Ich meine, das klingt jetzt vielleicht komisch, weil du ja so das Gefühl hast, du kannst eigentlich gar nicht aus dem Raum gehen. Und gleichzeitig könntest du auch mal überlegen, was wäre denn, wenn du zum Beispiel die 4-jährige mit aus dem Raum nimmst zum Wäschemachen? Also wenn du das jetzt einfach weiß, dass das gerade schwierig ist und weiß, dass jede Situation kippt, ob du dann in der Kinderzeit, in der Familienzeit die Dinge mit den Kindern tust, entweder mit dem Älteren oder mit der Jüngeren.

00:30:55: Sprecher 1 Das könnte sozusagen helfen. Und auch noch mal so deine eigene, dein eigener Druck, dass du nicht so die Hoffnung hast darauf, dass da Einsicht entsteht, sondern dass du das gestaltest mehr in in einer inneren Ruhe und in einem inneren Wissen. Ja dann ein Punkt, den ich schon am Anfang gesagt habe. Da habe ich keine Idee, weil ich dein Leben nicht kenne und auch nicht weiß, welche Herausforderungen du hast und wie es dir geht.

00:31:25: Sprecher 1 Aber dass wir Mütter Väter auch für uns selbst sorgen. Wo kannst du für dich mit was genau ein bisschen Raum schaffen? Ein bisschen durchatmen, dass du ja auch dich selbst im Blick hast und nicht nur funktionierst. Und das sind alles Dinge, die eben insgesamt auf einen.

00:31:44: Sprecher 2 Umgang mit.

00:31:46: Sprecher 1 Diesem, mit dieser Dynamik hinführen. Also es geht nicht darum, schnelle Lösungen zu finden, weil es eben ein langer Konflikt ist und ein tief liegender Konflikt ist. Das heißt, es geht um eine.

00:31:59: Sprecher 2 Innere Beruhigung.

00:32:00: Sprecher 1 Und eine Stabilisierung über die Zeit hinweg. Und es gibt nicht eine Sache, die die da hilfreich ist, sondern es gibt viele kleine Ebenen, auf denen wir justieren können.

00:32:13: Sprecher 1 Ja, ich will noch mal ermutigen Milla und trau mich noch mal in deine Richtung auch zu sagen, aber auch in die Richtung aller anderen Hörerinnen und Hörer. Ich habe die Macht, Dinge zu ändern. Du kannst etwas bewirken und du darfst dir vertrauen. Ja, und wir dürfen auch Gespräche suchen. Wir dürfen rauskommen aus dem alleinerziehend sein. Auch das weiß ich, dass man da oft sehr alleine ist.

00:32:37: Sprecher 1 Also vielleicht gibt es Menschen, mit denen ihr, mit denen du das teilen kannst und auch deine Belastung ein Stück auf eine andere Schulter, wenn auch nicht direkt abladen kannst, aber teilen kannst, in dem du nicht alleine bleibst mit dem, was was dich beschäftigt. Ja, ihr Lieben, das war für heute die Familiensprechstunde. Ich bin gespannt, was ihr in den Kommentaren schreibt, wie es euch ergeht mit euren Kindern und ob ihr den Dauerkonflikt in der Geschwisterdynamik auch kennt.

00:33:06: Sprecher 1 Also ich kenne den auch. Und ja, ich habe sehr viel gelernt und bin auch in diesen Perspektivwechsel gekommen. Welche Erfahrung aber habt ihr? Ich freue mich sehr auf den Austausch und wenn ihr Fragen habt, dann schreibt mir gerne an Podcastminus, Familiensprechstunde etc.. Katia Saalfrank p.de. Und ich freue mich natürlich auch, wenn ihr Sterne da lasst und abonniert und weitererzählt, dass es die Familiensprechstunde jetzt gibt.

00:33:32: Sprecher 1 Für heute sage ich Auf Wiedersehen. Ich danke euch für euer Zuhören, für euer offenes Herz, für euer offenes Ohr. Bleibt weich und liebevoll mit euch selbst und euren Kindern. Und bis zur nächsten Woche Wahre Katia. Das war die Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank. Eine neue Folge gibt es jeden Montag überall dort, wo es Podcasts gibt. Und wenn du magst, nimm dir jetzt noch einen Moment Zeit für dich.

00:34:01: Sprecher 1 Zeit, das Gehörte nachwirken zu lassen. In Kopf, Herz und in deinem Körper. Vielleicht hat sich etwas gezeigt, eine neue Perspektive oder eine leise Bewegung nach innen. Spür gerne nach und entschleunige noch mal, wenn du selbst eine Frage hast, die du hier in der Familiensprechstunde teilen möchtest. Schreib mir gerne an Podcastminus, Familiensprechstunde etc.. Katia Saalfrank, .de. Alle Zuschriften werden natürlich anonymisiert.

00:34:28: Sprecher 1 Hinweise zur aktuellen Folge sowie Informationen zu meinen Kursen und Ausbildungen und allen Angeboten findest du in den Shownotes. Schau dich dort gerne um. Ich danke dir von Herzen, dass du dir Zeit genommen hast und ich wünsche dir viele gute Beziehungserfahrungen und Verbindungsmomente. Und nicht vergessen es gibt keine schwierigen Kinder, sondern nur schwierige Situationen. Bleibt nicht damit. Alleine schon ein Gespräch kann Veränderung bringen.

00:34:56: Sprecher 1 Ein Austausch entlasten und Fragen zu stellen, kann neue Wege öffnen. Deine Katia.

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