Folge 11: Perfektionismus bei Müttern – Wenn alte Stimmen in der Mutterschaft laut werden

Shownotes


Warum sind wir oft so hart mit uns, obwohl wir es eigentlich anders machen wollen? Woher kommt dieser tiefe Anspruch, alles richtig machen zu müssen? Und was hat Perfektionismus vielleicht mit unserer eigenen Geschichte zu tun?

In dieser Folge spreche ich darüber, – warum Perfektionismus oft mehr ist als nur ein „hoher Anspruch“
– welche frühen Bindungs- und Beziehungserfahrungen dahinter liegen können
– weshalb Mutterschaft alte innere Stimmen und Prägungen so stark berühren kann
– warum Selbstabwertung häufig mit Angst, Scham und dem Wunsch nach Sicherheit verknüpft ist
– und weshalb es so entlastend sein kann, Perfektionismus nicht als Schwäche, sondern als frühe Schutzstrategie zu verstehen

Diese Folge lädt dazu ein, den eigenen inneren Druck nicht vorschnell zu bewerten, sondern ihn tiefer zu verstehen — mit mehr Nachsicht, mehr innerer Wärme und einem liebevolleren Blick auf sich selbst.

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Transkript anzeigen

00:00:04: Sprecher 1 Herzlich willkommen bei der Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank. In diesem Podcast geht es um Bindung und Beziehung, um das Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern und um das, was hinter dem Verhalten von Kindern wirkt. Ich bin Katia Saalfrank, Ich bin Diplompädagogin, Familientherapeutin und körperorientierte Eltern und Familienberaterin in eigener Praxis in Berlin. Ich bin Autorin, Podcasterin und Mutter von vier Söhnen.

00:00:30: Sprecher 1 Ich arbeite bindungsund beziehungsorientiert und begleite Menschen dabei, Kinder besser zu verstehen und sich selbst gleich mit. Ich freue mich sehr, dass du eingeschaltet hast. Schön, dass du da bist. Hallo und herzlich willkommen zu meinem Podcast Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank. Schön, dass ihr eingeschaltet habt und bei der Familiensprechstunde mit dabei seid. Ich freue mich sehr und hoffe von Herzen, dass es euch gut geht.

00:00:58: Sprecher 1 Heute möchte ich eine Frage von euch aufgreifen, die mich zu einer bereits ausgesendeten Folge erreicht hat. Und ich muss sagen, ich freue mich total darüber, dass ihr so interessiert seid und so bewusst mithört und das ihr hier in dieser Form auch diese kleine Podcast Reise in dieser bindungs und beziehungsorientierten Dimension und Perspektive mit gestaltet, indem ihr dann eben auch eure weiterführenden Gedanken zu dem bereits Gehörten an mich sendet.

00:01:26: Sprecher 1 Das ist ja noch mal eine weitere Ergänzung und auch diese Fragen soll nicht untergehen. Deswegen heute ja eine Frage zu einer bereits ausgestrahlten Folge, und zwar zu der ersten Folge. Die Folge heißt Wenn mein Kind außer sich ist zwischen kindlicher Not und elterlicher Hilflosigkeit. Und in dieser ersten Folge der Familiensprechstunde geht es um Kinder, die von starken Gefühlen überwältigt werden und um Eltern, die sich in diesen Momenten hilflos, verunsichert und oder überfordert fühlen.

00:02:01: Sprecher 1 Also vielleicht hört ihr bei Gelegenheit noch mal rein oder diejenigen, die die Folge noch nicht gehört haben, hört sie erstmalig. Ihr findet sie ja aufgelistet natürlich hier in dem Feed unter dem Podcast, direkt nach dem Teaser. Es ist gleich die erste Folge. Und noch mal ganz kurz zur Erinnerung Es ging um eine Mutter, die mir geschrieben hat und gefragt hat, wie sie ihren 4-jährigen Sohn begleiten kann, wenn er in Wut momenten sehr körperlich reagiert, wenn er schlägt, wenn er tritt, wenn er Dinge kaputt macht und vor allen Dingen auch diese Energie manchmal gegen sich selbst richtet.

00:02:34: Sprecher 1 Und es gab noch einen weiteren Impuls oder einen weiteren Bereich, der angesprochen wurde von ihr, nämlich dass sie sich trotz ihres Wissens, das sie hat, und der bildungs und beziehungsorientierten Aspekte und Perspektiven in diesen Situationen oft orientierungslos und allein fühlt. Und wenn ihr noch mal rein hört es geht natürlich auch um die Frage Wie sprechen wir über kindliche Körperlichkeiten?

00:03:02: Sprecher 1 Also dass es eben keine Gewalt ist, sondern dass es eine Not ist, eine Not, die eben dann auch sich körperlich aus agiert. Wir sprechen darüber, was im Nervensystem passiert, wenn Wut und Angst das System überfluten. Und es geht und das soll heute so ein bisschen der Schwerpunkt sein, auch noch um diesen Aspekt, nämlich dass wir Eltern, insbesondere wir Mütter, weich und liebevoll mit uns selbst bleiben dürfen.

00:03:25: Sprecher 1 Und ich hatte hier auch einen Impuls in dieser Folge dazu gegeben, den ich hier jetzt gerne noch mal aufgreifen möchte. Impulse zum Mitnehmen. Wenn es euch auch so geht wie Anna mit ihrem Ärger über sich selbst, dass in der Situation nicht immer ihrem Wissen gemäß reagieren kann. Oft erlebe ich selbst Abwertung bei Müttern und ich möchte dich in diesem Fall zu etwas einladen.

00:03:52: Sprecher 1 Überprüfe mal deine Gedanken, die dann in diesen Situationen kommen. Vermutlich sind es alte Stimmen, die laut werden und dich abwerten. Nimm das erst mal wahr, bewerte es nicht. Es sind vermutlich alte Stimmen aus einer anderen Zeit. Sortiere das ein bisschen für dich und dann sei ganz besonders liebevoll und wohlwollend mit dir. Werde wieder warm und weich mit dir selbst.

00:04:15: Sprecher 1 Nimm dich quasi innerlich selbst in den Arm. So können langfristig diese Stimmen leiser werden und du kannst dich selbst besser in deiner Mitte halten. Du machst das so gut. Jeden Tag. Du bist auf diesem Weg und du musst nicht perfekt sein.

00:04:35: Sprecher 1 Ja, und genau zu diesem Impuls haben mich einige Fragen erreicht und ich habe jetzt mal eine herausgegriffen, und zwar von Nina. Der Name ist natürlich wieder verändert und Nina hat geschrieben Einen Podcast minus Familiensprechstunde etc.. Katia Saalfrank punkt.de. Also Nina schreibt.

00:05:01: Sprecher 1 Liebe Katia, herzlichen Glückwunsch zur ersten Folge deines neuen Podcasts. Es ist so toll, dass es weitergeht. Ich habe mit großem Interesse zugehört und auch wenn ich schon von Anfang an alles von dir verfolge, deine Bücher gelesen habe, da vor allem Kindheitohne Strafen, was mich total in Perspektivwechsel gebracht hat und viel in meiner Mutterschaft verändert hat. Und auch die Reise, auf die du mich mitgenommen hast.

00:05:24: Sprecher 1 Deine vielen symbolischen Bilder helfen mir sehr. Jetzt habe ich aber eine Frage zu einem Aspekt aus dieser ersten Folge, und zwar zum Perfektionismus, den ich immer und immer wieder bei mir entdecke und mit dem ich auch immer wieder zu tun habe. Also ganz konkret meine Frage Warum bin ich eigentlich so streng mit mir? Wo kommt das her? Es fühlt sich so tief verwurzelt an, wie kann ich die Dynamiken dahinter besser verstehen?

00:05:50: Sprecher 1 Wie kann ich meinen eigenen Perfektionismus besser verstehen? Und was hat das Ganze auch vielleicht mit meiner eigenen Biografie und Geschichte in der Kindheit zu tun? Hast du da vielleicht Gedanken für mich zum Weiterarbeiten mit mir selbst? Ganz liebe Grüße, Nina.

00:06:10: Sprecher 1 Ja, erst mal vielen Dank für die Frage. Ich kenne ja deine Geschichte nicht, liebe Nina, aber ich kann ein paar Dynamiken und Verknüpfungen als Ideen aus meiner Erfahrung oder auch aus dem was ja was, was ich so vielleicht auch bei mir entdecke, was so auch aus der Psychologie bekannt ist. Diese dahinterliegenden Dynamiken, die könnte ich jetzt so ein bisschen oder die würde ich jetzt gerne mal so ein bisschen aufgreifen, wenn wir einen ja starken Perfektionismus bei uns selbst feststellen, dann geht das geht es eben oft nicht nur darum, dass wir einen hohen Anspruch an uns selbst haben.

00:06:46: Sprecher 1 Ja, das würde aus meiner Sicht zu kurz greifen. Und wenn wir jetzt wirklich noch mal so ein bisschen tiefer tauchen, dann liegen eben meist doch tiefere innere Dynamiken dahinter, die auch viel mit unserer eigenen Geschichte zu tun haben können. Ja, vielleicht fange ich erst mal so an Viele Frauen haben als Mädchen sehr früh gelernt, dass Beziehung nicht einfach sicher da ist, sondern an Bedingungen geknüpft sein kann, also an Anpassung.

00:07:15: Sprecher 1 Nur, wenn du dich an das anpasst, was ich will. Bist du okay? An Leistung, an Rücksicht, An Funktionieren, An? Ja. Verantwortung übernehmen für andere, Für das, was eigentlich nicht unsere Verantwortung war. Und vielleicht war da wenig Raum für das, was wir eigentlich an Lebendigkeit in uns getragen haben. Wir sind ja auf Verbindung ausgelegt und Verbindung macht sicher. Und wir interpretieren Verbindung auch als Teil von Liebe, gerade natürlich auch als Kinder sind wir darauf angewiesen.

00:07:51: Sprecher 1 Und vielleicht war Liebe und Verbindung nicht ganz weg, aber sie war stärker spürbar. Wenn wir uns angepasst haben, wenn wir brav waren, wenn wir vernünftig waren, wenn wir hilfsbereit waren, wenn wir unauffällig waren, wenn wir kooperativ oder besonders tüchtig waren, wenn wir dafür gesorgt haben, dass es allen gut geht, in dem wir anderen nicht zur Last gefallen sind und uns darum gekümmert haben, dass die Last, die die anderen vermeintlich hatten, leichter wird.

00:08:18: Sprecher 1 Also wenn du, wenn ihr da weitergehen möchtet, dann könnt ihr ein wenig Biografiearbeit machen für euch selbst. Und ja, vielleicht mal in Fragen euch selbst fragen Welche Konstellation lag eigentlich in meiner eigenen Herkunftsfamilie vor? Sind Geschwister da gewesen? Welche Rollen sind da verteilt gewesen? Welche Rolle hast du vielleicht in deiner Familie eingenommen? Wofür hast du dich früh verantwortlich gefühlt?

00:08:47: Sprecher 1 Also ich habe das oft in Beratungen tatsächlich, dass Mütter immer wieder das Gefühl haben, als Kinder für das Glück der eigenen Eltern irgendwie verantwortlich gewesen zu sein. Oder für einen Streit, den es dann auch unter den Eltern gab. Das heißt oft sehr früh, mit sehr viel Verantwortung alleine und sich schuldig gefühlt damit. Und dann fängt das an, dass wir denken, wir können das verhindern.

00:09:13: Sprecher 1 Wir können sozusagen ja die Schuld verhindern. Wir sind nicht schuld, wenn etwas schiefläuft, wenn wir sozusagen schon antizipieren, wenn wir schon achtsam sind, dass alles gut läuft und wir dafür Verantwortung übernehmen. Ja, also da könnte man ein bisschen reintauchen und auch noch mal so ein bisschen in die Beziehungsatmosphäre der Herkunftsfamilie zu gucken. Also wie hat sich das als Kind angefühlt?

00:09:37: Sprecher 1 Gab es da viel Kritik oder waren es nur Blicke? Waren Stimmung, waren Enttäuschung, war Ungeduld? Also Kinder spüren ja so was in der Resonanz sehr genau. Und dann können sich einfach ganz früh auch schon Sätze bilden wie zum Beispiel Ich muss unbedingt alles richtig machen, damit es gut bleibt. Oder ich muss es gut machen, damit ich in Verbindung bleiben kann, damit ich Liebe bekomme.

00:10:01: Sprecher 1 Ich darf keine Fehler machen, sonst enttäusche ich. Dann geht Verbindung weg oder auch wenn ich nicht genüge, bin ich nicht wirklich sicher. In der Verbindung bin ich nicht geliebt und daraus wurde unter Umständen dann so was wie ich genüge nicht und dann Ich genüge eigentlich nie. Ja, ohne dass wir das bewusst denken, streben wir sozusagen dahin. Haben aber eigentlich das Gefühl, es reicht nie.

00:10:26: Sprecher 1 Ja, und solche frühen Erinnerungen werden also Erfahrungen vor allen Dingen sind ja keine Erinnerungen, sondern es sind ja frühe Erfahrungen werden eben nicht immer bewusst erinnert und trotzdem wirken sie weiter. Ja, gerade wenn wir selbst Mutter werden. Denn ja, mit der Mutterschaft werden oft alte Bindungserfahrungen berührt und manchmal eben auch sehr unmittelbar. Und plötzlich sind dann da wieder dieses Gefühl, was wir schon ganz früh erlebt haben Überforderung, Hilflosigkeit, starke Gefühle, Erschöpfung, Das Bedürfnis, es gut zu machen, das Bedürfnis, es richtig zu machen, das Streben dahin.

00:11:05: Sprecher 1 Und genau dort melden sich häufig dann diese alten inneren Stimmen wieder. Beziehungsweise laufen diese Stimmen ja immer mit, aber werden sie dann eben besonders laut? Und ja, wir können vielleicht auch noch mal so ein bisschen schauen, Wofür ist das gut? Weil im Grunde ja dann dieser diese Form von in Anführungsstrichen Perfektionismus alles richtig und gut machen zu wollen.

00:11:29: Sprecher 1 Dieser Druck, im Grunde eine Folge von einer frühen Schutzstrategie ist, eine Notstrategie, ein Versuch, innere Angst, innere Unsicherheit zu regulieren. Ein Versuch, Kontrolle herzustellen, ein Versuch, Scham zu vermeiden, ein Versuch, sich vor dem schmerzhaften Gefühl zu schützen, nicht gut genug zu sein. Und ja, wir können, wenn wir uns damit beschäftigen wollen, natürlich Räume suchen und das noch mal ein bisschen ergründen.

00:12:00: Sprecher 1 Auch vor allen Dingen nicht. Nicht so sehr jetzt. Das meine ich jetzt nicht so sehr. Man kann das natürlich auch tiefenpsychologisch in einer grundständigen Psychotherapie machen. Es hängt ein bisschen davon ab, wie groß der der Leidensdruck ist, aber ich meine eher, einen Link in diese Vergangenheit zu machen, um im Hier und Jetzt heute ein Stück Druck rauszunehmen und zu spüren Ich bin heute nicht mehr, ich bin heute nicht mehr abhängig, ich kann das heute anders gestalten und überhaupt, um das erst mal innerlich sortiert zu bekommen, was das gerade für einen Anteil ist, der da hochkommt.

00:12:34: Sprecher 1 Und so können wir mit diesen Anteilen, die können wir erst mal wahrnehmen und dann können wir uns fragen, was und welcher Anteil in mir hat denn solche Angst davor, etwas verkehrt zu machen? Was sagt der denn, dieser Anteil? Was sind das für Gedanken, die ich da habe? Was bringt mich so in Stress? Ja, und dann der Link wieder in die in die frühe Erfahrung.

00:12:55: Sprecher 1 Was habe ich vielleicht früh gelernt Über Liebe, Zugehörigkeit und das Gefühl, wertvoll zu sein für andere und ja, jetzt kommt sozusagen die Brücke zu heute. Wie kann ich heute anfangen, mir selbst das zu geben, was ich damals gebraucht hätte? Also eine Verbindung zu mir selbst ist eine Nachsicht, eine Wärme, eine innere Erlaubnis, so zu sein, wie ich bin.

00:13:22: Sprecher 1 Mit allem, was ich mitbringe. Also Beziehung statt Bewertung. Ja, und so betrachtet ist dann eben diese Form von ja, von diesem Druck, den wir als Mutter, als Mütter oft haben, von alles perfekt machen zu müssen und dann eben auch in der Folge uns selbst abzuwerten, eben keine, wie soll ich sagen, keine schlechte Eigenschaft oder etwas, was wir uns angeeignet haben, um eine gute Mutter zu sein, sondern wirklich eher eine frühe Überlebensstrategie der Seele.

00:13:54: Sprecher 1 Etwas in uns hat mal gelernt, wenn ich sehr aufmerksam bin, wenn ich sehr angepasst bin, wenn ich sehr verantwortlich bin, dann bin ich sicherer. Und dieser tiefliegende Satz bringt eben auch hohe Erregung in unser Nervensystem. Ja, ich muss aufpassen. Ich bin auf der Hut, dass ich nichts falsch mache. Ich muss alles im Kopf haben. Da ist auch das Mental Load mit drin, was ja sowieso schon da ist.

00:14:17: Sprecher 1 Aber was dann noch stärker wird, wenn wir sozusagen noch diesen Perfektionismus haben, dass wir alles perfekt machen wollen. Also da ist viel Unruhe im Nervensystem und das, was früher mal sinnvoll erschien und uns das kindliche Überleben in Anführungsstrichen gesichert hat, ist eben heute noch aktiv und diese alten Strategien laufen dann heute oft noch weiter, obwohl sie uns eigentlich inzwischen belasten wir das auch im Kopf irgendwie relativ klar haben und trotzdem spätestens wenn wir dann in der Abwertung von uns selbst sind, ja dann sind wir wieder eher in diesen unbewussten Strukturen und beschimpfen uns selbst und haben das Gefühl, es reicht eigentlich nie.

00:14:56: Sprecher 1 Gerade im Familienalltag, der ja so schnelllebig ist und auch das möchte ich noch mal klar sagen, ist es ist irgendwie ein Ja, so was wie ein. Eine Energie, die eigentlich daneben läuft. Denn in diesem Sinne gibt es ja gar keine Perfektion und mit Kindern schon gar nicht. Mit Familie schon gar nicht. Da gibt es Wellenbewegung und Beziehungen, ist dynamisch und lebendig.

00:15:20: Sprecher 1 Und das Leben mit Kindern ist überraschend unvorhersehbar, manchmal einfach nur chaotisch. Ja, Kinder haben eine ganz besondere Nähe zu unserem Herzen und deshalb berühren sie auch die Bereiche in uns, die in dieser besonderen Nähe zu unseren eigenen Eltern eben auch entstanden sind. Und genau dort trifft dann die Sehnsucht nach Verbindung auf die früh erlebte Angst, nicht zu genügen.

00:15:47: Sprecher 1 Ja, ich möchte gerne irgendwie einen Gedanken teilen, der ein bisschen persönlicher ist, weil hier fällt mir Jessie Buckley ein, die wunderbare, beeindruckende irische Schauspielerin, die vor einigen Wochen bei ihrer Dankesrede zu ihrem ersten Oscargewinn in ihrer Rolle Hemnet, ihren Oscar, dem wilden, chaotischen Herzen aller Mütter gewidmet hat. Also ich habe die Oscarverleihung live gesehen und ich muss sagen, dass das einer der bewegendsten Momente für mich war.

00:16:14: Sprecher 1 Ich weiß, es hat ganz viel bewegt und es ist vielleicht für euch auch nicht neu, aber es hat mich irgendwie genau an dieser Stelle so getroffen, ganz positiv getroffen, berührt und abgeholt, weil mir dieser Gedanke einfach so gut gefällt, dass wir ein wildes, chaotisches Herz haben. Was liebt, was schützt, was leitet, was leidet und es gut machen möchte.

00:16:36: Sprecher 1 Auf eine ganz besondere Art, ja, vielleicht könnt ihr was damit anfangen. In diesem Sinne also Nina, Ein kleiner Nachsatz mit einem möglichen Perspektivwechsel zu den möglichen Dynamiken, die dahinter liegen können. Kinder brauchen keine perfekten und perfektionistischen Mütter. Das ist, glaube ich, klar geworden. Sie haben Mütter, die zu jeder Zeit das Beste in Verbindung gestalten mit wilden, chaotischen, ganz besonderen Herzen.

00:17:07: Sprecher 1 Ihr Lieben, das war für heute die Familiensprechstunde. Schreib doch gerne mal in den Kommentaren bei Spotify usw, wie es euch ergeht mit eurem wilden, chaotischen Herzen. Ich freue mich auf den Austausch und ich möchte mich noch mal bedanken, dass ihr immer wieder eure Gedanken zu den Folgen teilt. Gerade habe ich auf Spotify so viele Kommentare zu der Folge acht Medienkonsum und Rückzug und den Machtkampf gelesen und es freut mich immer so sehr.

00:17:33: Sprecher 1 Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt hier reinzuhören, anderen von meinem Podcast erzählt und auch so wertschätzende Rückmeldungen gebt. Also diese Form von Resonanz und und Kommunikation bedeutet mir wirklich viel. Danke schön. Und natürlich könnt ihr eure Fragen weiter an Podcast, Familiensprechstunde etc. Katia Saalfrank an mich senden und dann werde ich die hier vortragen und einbinden. Für heute sage ich Auf Wiedersehen.

00:18:01: Sprecher 1 Ich danke euch für euer Zuhören, für euer offenes Herz, für euer offenes Ohr. Bleibt weich und liebevoll mit euch selbst und euren Kindern und bis nächste Woche eure Katia. Das war die Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank. Eine neue Folge gibt es jeden Montag überall dort, wo es Podcasts gibt. Und wenn du magst, nimm dir jetzt noch einen Moment Zeit für dich.

00:18:28: Sprecher 1 Zeit, das Gehörte nachwirken zu lassen. In Kopf, Herz und in deinem Körper. Vielleicht hat sich etwas gezeigt, eine neue Perspektive oder eine leise Bewegung nach innen. Spür gerne nach und entschleunige noch mal Wenn du selbst eine Frage hast, die du hier in der Familiensprechstunde teilen möchtest, schreib mir gerne an Podcastminus, Familiensprechstunde etc.. Katia Saalfrank Punkte. Alle Zuschriften werden natürlich anonymisiert.

00:18:54: Sprecher 1 Hinweise zur aktuellen Folge sowie Informationen zu meinen Kursen und Ausbildungen und allen Angeboten findest du in den Shownotes. Schau dich dort gerne um. Ich danke dir von Herzen, dass du dir Zeit genommen hast und ich wünsche dir viele gute Beziehungserfahrungen und Verbindungsmomente. Und nicht vergessen es gibt keine schwierigen Kinder, sondern nur schwierige Situationen. Bleibt nicht damit alleine schon ein Gespräch kann Veränderung bringen.

00:19:23: Sprecher 1 Ein Austausch entlasten und Fragen zu stellen, kann neue Wege öffnen. Deine Katia.

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