Folge 09: Essen ohne Hungergefühl: Wenn Hunger sich nicht meldet

Shownotes


Ich spreche darüber:

– was es bedeutet und wie wir damit umgehen können, wenn Kinder ihren Hunger nicht zuverlässig spüren

– wie wir Struktur gestalten können, ohne dass Essen zum Machtkampf wird

– warum es entlastend sein kann, wenn wir Essen nicht nur als „Nahrungsaufnahme“ begreifen.

– wie wir Körpersignale wahrnehmen und mit Kindern besprechen können

– und wie Essen auch eine Beziehungsinsel und ein Verbindungsmoment werden kann.

Diese Folge lädt dazu ein, den Blick zu weiten: weg von „richtig oder falsch“ – hin zu einer Haltung von Bindung und Beziehung.

Und nicht vergessen: es gibt keine schwierigen Kinder, sondern nur schwierige Situationen. Bleibt nicht damit alleine – schon ein Gespräch kann wieder mehr Sicherheit geben und konkret Situationen verändern.

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In dieser Folge erwähnte Angebote und Informationen:

Der Gedanke der Woche stammt aus den 52 Affirmations- und Verbindungskarten von Katia Saalfrank – Das stärkende Kartenset für eine liebevolle Eltern-Kind-Beziehung

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Transkript anzeigen

00:00:04: Sprecher 1 Herzlich willkommen bei der Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank. In diesem Podcast geht es um Bindung und Beziehung, um das Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern und um das, was hinter dem Verhalten von Kindern wirkt. Ich bin Katia Saalfrank, Ich bin Diplompädagogin, Familientherapeutin und körperorientierte Eltern und Familienberaterin in eigener Praxis in Berlin. Ich bin Autorin, Podcasterin und Mutter von vier Söhnen.

00:00:30: Sprecher 1 Ich arbeite bindungsund beziehungsorientiert und begleite Menschen dabei, Kinder besser zu verstehen und sich selbst gleich mit. Ich freue mich sehr, dass du eingeschaltet hast. Schön, dass du da bist. Hallo und herzlich willkommen zu meinem Podcast Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank. Ich freue mich sehr, dass ihr wieder mit dabei seid. Ich hoffe, es geht euch allen gut. Ihr und eure Kinder seid wohlauf.

00:00:57: Sprecher 1 Und bevor wir gleich zur Frage kommen von heute lade ich dich wieder zu einem.

00:01:03: Sprecher 2 Gedanken für.

00:01:05: Sprecher 1 Diese Woche ein. Und ja, vielleicht kann das auch wieder ein Gedanke sein, den du mit in deine gesamte.

00:01:13: Sprecher 2 Woche nimmst und.

00:01:15: Sprecher 1 Dieser Gedanke kommt wieder aus den Informations und Verbindungskarten. Da sind ganz viele wertvolle Gedanken für uns drin, Ganz viele Affirmationen, Die.

00:01:27: Sprecher 2 Einladen.

00:01:28: Sprecher 1 Ja dazu, dass wir uns mit ihnen beschäftigen, auch ein bisschen gucken.

00:01:32: Sprecher 2 Wie wirkt.

00:01:33: Sprecher 1 Das? Wie fühlt sich das an, wenn wir diese Affirmationen, diese Sätze sagen? Was passiert da in uns? Und können wir das in uns spüren?

00:01:43: Sprecher 2 Einen Raum finden.

00:01:45: Sprecher 1 Einen Raum der Sicherheit, der Zuversicht und ja, dieser Sätze, die.

00:01:51: Sprecher 2 Eben etwas.

00:01:52: Sprecher 1 Positives haben, eine positive Haltung.

00:01:55: Sprecher 2 Für.

00:01:55: Sprecher 1 Das Leben haben. Für uns, für Verbindung. Und der Satz diese Woche, den kennen bestimmt schon einige von euch. Und trotzdem finde ich ihn immer wieder sehr nährend. Und zwar heißt er.

00:02:09: Sprecher 2 Ich bin okay so wie ich bin.

00:02:14: Sprecher 1 Ich bin.

00:02:14: Sprecher 2 Okay, so wie ich bin.

00:02:17: Sprecher 1 So ein kurzer Satz mit so viel Dimension dahinter. Also du bist okay, so.

00:02:25: Sprecher 2 Wie du bist.

00:02:27: Sprecher 1 Ja, ich bin okay.

00:02:29: Sprecher 2 So wie ich bin. Spür mal.

00:02:32: Sprecher 1 Wie sich dieser Gedanke anfühlt. Wie gut der sich eigentlich anfühlt. Und erlaube dir mal, dieses Gefühl durch deinen ganzen Körper fließen zu lassen. Durch dein ganzes.

00:02:45: Sprecher 2 Ich.

00:02:46: Sprecher 1 Von der Seele ins Unbewusste, vom Unbewussten ins Unterbewusste.

00:02:53: Sprecher 2 Vom.

00:02:53: Sprecher 1 Unterbewussten ins Bewusstsein, in jede Zelle deines Körpers. Und genieß das mal, wie sich dieser Gedanke breitmacht für diesen Moment. Und wenn du den mitnehmen kannst in deinen Alltag, dann wirst du.

00:03:12: Sprecher 2 Merken.

00:03:13: Sprecher 1 Dass sich auch bei deinem Kind was verändert. Wenn du es in diesem Sinne anschaust und deinem Kind sagen kannst Du bist genau richtig.

00:03:22: Sprecher 2 So wie du bist.

00:03:26: Sprecher 1 Ja, also wenn du magst, nimm diesen Gedanken mit und schau mal, was sich in deinem Inneren tut. Wenn du da immer wieder spürst. Und schau auch dein Kind an und schau in seine Augen, was passiert, wenn du ihm sagst Hey, du bist genau richtig.

00:03:43: Sprecher 2 So wie du bist.

00:03:45: Sprecher 1 Du sagst das ohne Anlass, einfach nur.

00:03:47: Sprecher 2 Weil du dein Kind anschaust und weil du.

00:03:50: Sprecher 1 Willst, dass er das gerade.

00:03:52: Sprecher 2 Hört und wahrnimmt.

00:03:55: Sprecher 1 Und wenn man Kindern bei diesen Sätzen und diesen emotionalen Botschaften in die Augen sieht, habe ich oft das Gefühl, dass die.

00:04:01: Sprecher 2 Äuglein noch.

00:04:03: Sprecher 1 Blanker werden und dass man ja so ein bisschen wirklich in so was wie ein Raum reinschauen kann. Die Äuglein glänzen noch mehr und man kann so was wie eine Form von innerem Wachstum, von innerer.

00:04:17: Sprecher 2 Freude bei.

00:04:18: Sprecher 1 Den Kindern wahrnehmen, so was wie ein innerliches Aufrichten. Ich weiß nicht, ob ihr wisst, was ich meine. Aber ich finde, das sind ganz besondere Momente. Und wenn ihr solche Momente wahrnehmen könnt und spüren könnt, dann genieß diese Form von Verbindung zwischen euch und dass du gerade Zeuge bist, gerade siehst, wie emotionaler Dünger auf das kleine Seelenfeld deines Kindes gelangt.

00:04:46: Sprecher 2 Ein bisschen poetisch.

00:04:47: Sprecher 1 Aber ich erlebe das immer wieder und ich finde das auch wunderbar an Kindern, dass sie eben so.

00:04:52: Sprecher 2 Ursprünglich uns auch.

00:04:55: Sprecher 1 Ja in ihr Inneres reinlassen. Und wenn das über emotionale Botschaften gelingt, dann, finde ich, ist das immer ein ganz besonderer Moment. Ausgehend davon.

00:05:07: Sprecher 2 Dass du okay bist, so wie du bist. So.

00:05:13: Sprecher 1 Genug der Vorrede. Und jetzt kommen wir zur Frage, die ich heute von Conni, die natürlich auch wieder anders heißt.

00:05:21: Sprecher 2 Bekommen habe.

00:05:22: Sprecher 1 Und Conni hat mir ihre Frage an Podcast minus Familiensprechstunde Katia Saalfrank p.de gesendet und natürlich wie immer hier auch der Hinweis Wenn du Fragen hast, kannst du mir auch eine Mail dorthin schicken und ich freue mich drauf, wenn wir dann.

00:05:37: Sprecher 2 Über.

00:05:37: Sprecher 1 Alles sprechen. Und jetzt zur Frage Conni schreibt.

00:05:48: Sprecher 1 Liebe Katia, ich habe den Kurs Kinder besser verstehen für Kleinkinder besucht, als mein Sohn anderthalb Jahre war. Der Kurs hat mich in meinem Umgang mit meinem Sohn bestätigt und mir auch viele gute Ansätze für die Zukunft gegeben. Vielen Dank dafür. Ich weiß, unsere Situation, die ich hier beschreibe, ist speziell. Ich hoffe aber, dass man unser Beispiel auch auf andere Familien übertragen kann, die auch das Problem haben, ihr Kind zu etwas bewegen zu müssen, was es nicht.

00:06:15: Sprecher 2 Fühlt.

00:06:16: Sprecher 1 Daher hoffe ich, dass die Frage für den Podcast ausgewählt wird. Also ich bin seit 20 22 begeisterter Hörerin vom Familienrat und jetzt der Familiensprechstunde. Nun möchte ich nach langem Überlegen auch eine Frage stellen zu unserem Hintergrund. Mein Mann und ich haben einen 5-jährigen Sohn Manuel. Manuel ist ein ruhiges und sehr aufgewecktes Kind, das alles ganz genau verstehen will.

00:06:42: Sprecher 1 Manuel hat eine sehr seltene genetische Stoffwechselerkrankung, welche ihn im Alltag und im Kindergarten bisher zum Glück nicht einschränkt. Daher ist ihm auch nicht bewusst, dass er krank ist, weil er selbst nichts davon spürt. Was uns Eltern aber große Sorge macht, ist, dass er durch seine Erkrankung kein Hungergefühl hat. Zum Verständnis Es geht darum, dass er von sich aus lebensbedrohlich wenig Nahrung zu sich nimmt, selbst wenn sein Magen knurrt oder er schon ganz schwach wird, kommt er von selbst nicht auf die Idee zu essen und verweigert Essen auch oft komplett.

00:07:17: Sprecher 1 Die Empfehlung der Ärzte war eine Magensonde, die viele Kinder mit der Krankheit über mehrere Jahre dann haben. Allerdings hat die Sonde auch Risiken, zum Beispiel selber Essen wird verlernt, Gastritis, ständiges Erbrechen. Wir Eltern haben uns bewusst gegen eine Magensonde entschieden, um Manuel ein normales Leben zu ermöglichen. Wir haben in den letzten vier Jahren alles unternommen, was möglich ist.

00:07:41: Sprecher 1 Zuerst positive Verstärkung von Essen bis hin zum Tablet schauen am Tisch, was wir nur aus Verzweiflung zwischen dem zweiten und dritten Geburtstag eingesetzt haben. Danach ambulante und stationäre Therapie. Seit einer stationären Therapie vor zwei Jahren hat sich die Situation schon jedenfalls verbessert. Wir haben eingeführt erstens ganz feste Essenszeiten, sechs Mal am Tag, die unter allen Umständen eingehalten werden.

00:08:05: Sprecher 1 Zweitens Er darf essen, was er will. Und drittens Er darf selbst entscheiden, wann er fertig ist. Wir fragen nur noch einmal nach, ob er sicher ist. Zu den Essenszeiten ist er inzwischen aus reiner Gewohnheit. Auch wenn er oft sagt, dass er gar keinen Hunger hat. Was ja auch stimmt. Wir versuchen nach und nach zu erklären, dass die Energie fürs Spielen aus dem Essen kommt.

00:08:26: Sprecher 1 Er selbst kann die Folgen von zu wenig Nahrung mit fünf Jahren aber natürlich noch nicht einschätzen. Ich muss ihn also täglich dazu bringen, über sein Körpergefühl hinwegzugehen, ohne dabei Druck auszuüben. Ich wünsche mir aber, dass er in allen anderen Bereichen des Lebens auf sein Gefühl.

00:08:42: Sprecher 2 Hört.

00:08:43: Sprecher 1 Und für sich selbst einstehen kann. Ich versuche ihn deshalb innerhalb der fixen Tagesstruktur vieles, was ihn betrifft, selbst entscheiden zu lassen, was er anzieht, was wir spielen usw. Was kann ich noch beachten, damit er aus der leider notwendigen Situation beim Essen nicht fürs Leben mitnimmt? Was mir mein Körper sagt, stimmt nicht.

00:09:03: Sprecher 2 Viele Grüße, Conny.

00:09:09: Sprecher 2 Liebe Conny, wow.

00:09:10: Sprecher 1 Also vielen Dank erst mal für deine Mail, auch für deine lieben Worte, für deine Rückmeldung. Ich freue mich sehr, dass Dir der KBV Kurs so sehr geholfen hat, dein Kind besser zu verstehen, dass er dich bestärkt hat und du auch Ansätze mitnehmen konntest und dass du dich jetzt hier mit einer Mail hier in der Familiensprechstunde noch mal meldest.

00:09:30: Sprecher 1 Auch das freut mich, dass wir uns hier wieder begegnen. Und es spricht irgendwie für uns. Also vielen Dank für dein Vertrauen. Ja, ich muss noch mal sagen, dass es tatsächlich ja eine spezielle Situation ist. Und gleichzeitig finde ich das auch Das Schöne an der Familiensprechstunde, dass wir hier eben die Möglichkeit haben, ja auch ein bisschen die Situation, die Konstellationen, die uns mit Familie begegnen und dazu gehört eben auch.

00:10:01: Sprecher 2 Erkrankung.

00:10:01: Sprecher 1 Von Kindern uns anzuschauen und dass es hier eben nicht um ausschließlich gängige.

00:10:07: Sprecher 2 Erziehungsprobleme.

00:10:09: Sprecher 1 In Anführungsstrichen geht, sondern dass es hier eben auch um alles gehen darf, um alles, was uns als Eltern begegnet. Und ich war jetzt gerade in einem Podcast, der heißt Mit Haut und Herz, und der beschäftigt sich eben mit Hautkrankheiten, mit Hauterkrankungen und vielleicht habt ihr es gesehen. Ich habe das auch gepostet und fand es eben auch sehr, sehr spannend, immer wieder zu.

00:10:34: Sprecher 2 Gucken.

00:10:35: Sprecher 1 Wie können wir mit Erkrankung umgehen, ob jetzt Eltern erkrankt sind oder auch Kinder und auch, dass es sozusagen ja keine Frage der Allgemeingültigkeit, was kann man dann beachten, sondern sich dann anzugucken, wer es erkrankt? Wann? Wie äußert sich die Erkrankung, was ist entwicklungsgerecht, Was können Referenzpunkte sein, die wir dann genau beobachten können, die wir berücksichtigen können? Welche Perspektive können wir einnehmen?

00:11:02: Sprecher 1 Weil natürlich eine Erkrankung immer wieder auch zu Verunsicherung führt bei uns Eltern und dann eben auch zu Angst. Und aus Angst passiert es eben dann häufig, dass wir ja Dinge tun, die wir gar nicht tun.

00:11:16: Sprecher 2 Würden oder.

00:11:18: Sprecher 1 Wenn wir auf unsere Kognition zurückgreifen könnten oder auch auf unsere Sicherheit zurückgreifen könnten. Insofern, Conny, bin ich dir sehr dankbar, dass du deine Mail geschickt hast und kann ich auch gleich noch mal da überleiten, Denn was mich.

00:11:34: Sprecher 2 So berührt.

00:11:36: Sprecher 1 Glaube ich an deiner Mail ist, dass.

00:11:38: Sprecher 2 Du ja.

00:11:38: Sprecher 1 Sehr klar beschreibst, dass dein Sohn.

00:11:41: Sprecher 2 Diese Erkrankung.

00:11:42: Sprecher 1 Hat, eine genetische.

00:11:44: Sprecher 2 Erberkrankung.

00:11:45: Sprecher 1 Und dass ihr das ja auch erfahren habt. Du hast gesagt, die letzten vier Jahre, dein Sohn ist jetzt fünf, das heißt das erste Jahr weiß jetzt gar nicht wie das war, aber ihr habt nach dem ersten Lebensjahr in den ersten vier Jahren jetzt eine ganze Menge probiert und wenn ich da mich reinfühle, dann ist ja das, was ihr erlebt habt, ganz viel Sorge, ganz viel Angst und ja, ganz viel Unsicherheit.

00:12:09: Sprecher 1 Also jeder, der nach der Geburt eines Kindes nicht nach Hause gehen kann und damit konfrontiert ist, dass etwas passiert oder etwas so ist, wie man sich das gar nicht vorgestellt hat und dann möglicherweise auch die Gesundheit beeinträchtigt ist. Und man weiß ja dann auch oft noch gar nicht, was bedeutet das eigentlich? Der weiß, wie sich das anfühlt. Und ja, ich möchte erst mal sagen, dass ich davon berührt bin und dass ich finde, dass ihr echt ne Menge geschafft habt schon.

00:12:40: Sprecher 1 Und dass das viel Kraft erfordert und viel Selbstreflexion. Und auch mal unabhängig davon, dass ihr viele Termine bestimmt hattet. Und du beschreibst das ja auch mit stationärer und ambulanter Therapie usw, also das erfordert eine ganze.

00:12:55: Sprecher 2 Menge.

00:12:56: Sprecher 1 Noch mal anderes als das, was wir in unserem Familienleben als Eltern, als Mutter, als Vater sowieso.

00:13:03: Sprecher 2 Schon leisten.

00:13:04: Sprecher 1 Ja, also insofern ist das für mich etwas ganz Besonderes und freue ich mich jetzt hier in diesem Sinne auch über die Situation zu fliegen und auch so ein bisschen zu gucken, was ist eine gängige Entwicklung und was gehört vielleicht auch besonders dann noch mal auch zu eurer Situation. Also erst mal ganz viel. Conny, von dem, was du beschreibst und was ihr tut, fühlt sich für mich sehr, sehr stimmig an, also ihr macht das richtig, richtig gut.

00:13:36: Sprecher 1 Du machst das richtig gut und ich habe es eben schon gesagt. Ich bin auch berührt und beeindruckt davon, was du schreibst, welche Wege ihr schon gegangen seid, wie du es beschreibst. Und da die eigene.

00:13:47: Sprecher 2 Regulation.

00:13:48: Sprecher 1 Immer wieder auch mit im Blick zu haben, das ist nicht so einfach. Und was mich auch wirklich also woran ich gleich hängengeblieben bin und was mich tief beeindruckt ist, dass ihr euch.

00:13:59: Sprecher 2 Wohl überlegt.

00:14:00: Sprecher 1 Habt, euch dafür zu entscheiden, den Weg.

00:14:02: Sprecher 2 Ohne eine.

00:14:03: Sprecher 1 Magensonde zu gehen. Ja, dass ihr das abgewogen habt und dann an dieser Stelle in eurer Situation.

00:14:10: Sprecher 2 Ja im Grunde.

00:14:11: Sprecher 1 Ich sage jetzt mal, ich gehe mal so von dem medizinischen Weg, Ja, wirklich emotional. Wenn man diese emotionale Ebene berücksichtigt, dann habt ihr euch an dieser Stelle für.

00:14:20: Sprecher 2 Beziehung entschieden und der Weg ohne eine.

00:14:25: Sprecher 1 Magensonde.

00:14:27: Sprecher 2 Und.

00:14:27: Sprecher 1 Die Magensonde bedeutet ja, also die birgt natürlich auch medizinische Risiken, die hast du genannt und gleichzeitig wärst du ja dann sozusagen ein.

00:14:35: Sprecher 2 Stück.

00:14:36: Sprecher 1 Weiter raus aus dieser Verantwortung zu gucken, dass da eine körperliche.

00:14:40: Sprecher 2 Versorgung.

00:14:41: Sprecher 1 Entsteht und hättest vielleicht den einen oder anderen Gedanken, den ihr jetzt beim Essen eben gemeinsam habt, nicht? Also und deswegen. Ich finde das schon mal erst mal.

00:14:53: Sprecher 2 Einen.

00:14:53: Sprecher 1 Guten Weg und ich finde auch eure Gedanken nachvollziehbar. Ein möglichst ja nicht beeinträchtigt es leben alles, was sozusagen zusätzlich noch vielleicht auch auf Beeinträchtigung hinweisen könnte und anders möglich wäre.

00:15:06: Sprecher 2 Auch vorzuziehen.

00:15:09: Sprecher 1 Und das können wir feststellen. Wir können feststellen erst mal das deine Frage sich um das Essen dreht. Ja und Essen finde ich ein ganz spannendes Thema und ich sage das ganz häufig. Schon beim.

00:15:23: Sprecher 2 Stillen.

00:15:24: Sprecher 1 Sage ich, dass wenn es wenn die Kinder auf die Welt kommen und ja, im Grunde beginnen.

00:15:28: Sprecher 2 Autonom.

00:15:30: Sprecher 1 Nahrung zu sich zu nehmen. Essen ist nicht nur Nahrungsaufnahme. Ja, und genau deshalb fühlt sich auch, glaube ich für mich so stimmig an, dass ihr da auf die medizinische Maßnahme der Magensonde verzichten konntet und wolltet. Denn das würde ja tatsächlich das.

00:15:46: Sprecher 2 Erleben.

00:15:47: Sprecher 1 Des Essens auf die reine Aufnahme des Essens reduzieren. Also deshalb Essen ist keine reine Nahrungsaufnahme, heißt Essen ist eigentlich ich überspitzt das mal das Nebenprodukt einer gemeinsamen Zeit, die wir miteinander teilen. Ja, also Zeit, die wir miteinander teilen. Und das heißt, es ist. Ich sage das jetzt mal so ganz klassisch eben keine frage in Anführungsstrichen, sondern es geht wirklich um eine emotionale Versorgung, die natürlich auch die körperliche Versorgung mit einschließt, und das unter besonderen Bedingungen.

00:16:26: Sprecher 1 Das heißt, wenn ein Kind kein verlässliches Hungersignal hat oder keine.

00:16:31: Sprecher 2 Signale vom Körper.

00:16:32: Sprecher 1 Bekommt und medizinisch begleitet werden muss, dann seid ihr als Eltern ja nicht mehr in der Rolle, die irgendwelche Regeln durchsetzen, sondern ihr dürft die Rolle einnehmen, die ihr jetzt auch im Grunde schon einnimmt. Denn nämlich Schutz, Sicherheit, emotionale Versorgung und ihr gestaltet den Rahmen. Ja, und das ist eine Perspektive, in der ihr ja auch schon seid. Ich möchte sie nur noch mal besonders schärfen und euch auch noch mal bestärken, denn das ist ein anderer innerer Ort sozusagen.

00:17:02: Sprecher 1 Ja, und diese Schärfung kann noch mal eine Perspektive verschieben und verändert vielleicht dann auch im Außen bei der Gestaltung den Ton, den Blick, den Körper.

00:17:12: Sprecher 2 Ja, die.

00:17:13: Sprecher 1 Körperhaltung und auch die innere Haltung. Um das noch mal deutlicher zu machen Du fragst oder sagst ja, dass du hoffst, dass dieses Beispiel, was du jetzt bringst, auch auf andere Familien übertragen werden kann, die auch das Problem in Anführungsstrichen haben, ihr Kind zu etwas bewegen zu müssen, was es nicht fühlt. Und ich habe darüber nachgedacht, weil ich sage jetzt mal ganz überspitzt es gibt sehr viele Situationen, wo wir unsere Kinder dazu bewegen müssen, etwas zu tun, was sie nicht fühlen.

00:17:46: Sprecher 1 Ja, also ich habe gedacht an die Kita zum Beispiel. Also wir müssen an vielen Stellen.

00:17:51: Sprecher 2 Die Kinder morgens.

00:17:53: Sprecher 1 An einen Ort bringen, wo die Kinder eigentlich lieber bei uns wären. Auch Schule ist ein Ort, wo sie sich nicht für entschieden haben und den sie nicht fühlen. Ja, und das wäre vielleicht jetzt auch ein bisschen. Da würden wir so ein bisschen abkommen, weil das so unterschiedlich ist. Aber ich habe ein anderes Beispiel gefunden Aus dem Alltag und würde das gerne mal dahin übertragen, nämlich das Zähneputzen.

00:18:17: Sprecher 1 Also das sind ja auch Situationen im Bad, die die Kinder auch nicht wirklich fühlen. Bzw. Die Kinder müssen etwas tun, Ja, sie müssen ihre Zähne pflegen, sie müssen Zähne putzen, sie müssen Mundhygiene betreiben.

00:18:31: Sprecher 2 Was für sie überhaupt.

00:18:33: Sprecher 1 Nicht relevant erscheint und was wir im Grunde ja auch nur.

00:18:37: Sprecher 2 Tun können.

00:18:38: Sprecher 1 Sage ich mal, weil wir Kognition haben. Das heißt, wir müssen uns motivieren oder motivieren, uns.

00:18:44: Sprecher 2 Über.

00:18:45: Sprecher 1 Antizipation, Assoziationsund Abstraktionsleistungen, weil sonst würden wir auch im Grunde.

00:18:53: Sprecher 2 Die Zähne.

00:18:54: Sprecher 1 Nicht putzen, weil erst mal ja gar nicht so viel passiert. Und selbst wenn nach einer Zeit was passiert Unser Gehirn ist so strukturiert, dass wir es auch dann im Grunde wieder vergessen und dann vielleicht auch wieder nicht mehr zähneputzen würden. Und so ist es ja im.

00:19:08: Sprecher 2 Grunde auch.

00:19:10: Sprecher 1 Beim Essen. Für euch und euren Sohn. Ja, also er braucht Nahrung und Nährstoffe und er bekommt kein körperliches Signal für Hunger. So wie die Kinder beim Zähneputzen ja auch kein körperliches Signal dafür bekommen. Jetzt wäre es gut, Zähne zu putzen. Ja, das heißt, wir müssen Signale.

00:19:25: Sprecher 2 Im Grunde durch.

00:19:26: Sprecher 1 Die Gestaltung der Situation von außen setzen. Und wir haben da eigentlich ganz gute Karten, denn gleichzeitig sind unsere Kinder und auch dein Sohn auf.

00:19:36: Sprecher 2 Absolute Kooperation mit euch angelegt.

00:19:41: Sprecher 1 Also mit euch als Eltern. Alle Kinder sind auf Kooperation angelegt und das beschreibst du.

00:19:47: Sprecher 2 Ja im Grunde.

00:19:48: Sprecher 1 Ja und deswegen ist es wesentlich Zähneputzen, Kita, Schule. Wie auch immer, diese ganzen Situationen, wo Kinder sich eben verweigern können und auch eben das Essen jetzt gerade bei euch eben nicht zum Kampffeld zu machen, um dort in ein Machtgerangel zu geraten. Ja, sondern dass wir an der Stelle eben immer wieder gucken, wie können.

00:20:10: Sprecher 2 Kinder in.

00:20:11: Sprecher 1 Kooperation.

00:20:12: Sprecher 2 Mit uns kommen?

00:20:15: Sprecher 1 Impulse zum Mitnehmen. Zähneputzen ist ein leidiges, wiederkehrendes Thema in vielen Familien. Hier geht es weniger um Erziehung als um die Werte, die wir unserer Beziehung zugrunde legen, also Konsistenz vor Konsequenz. Grundsätzlich ist meine Haltung Zähneputzen ist wichtig und gehört vor dem Schlafengehen dazu. Und gleichzeitig gilt Wenn es dabei Streit und Kampf gibt oder der Tag einfach sehr lang war und eine außergewöhnliche Situation vorliegt, dann darf ich auch einen Schritt zurücktreten.

00:20:47: Sprecher 1 Ich muss Zähneputzen nicht konsequent, machtvoll, grenzüberschreitend oder gar gewaltvoll durchsetzen, Denn mein Grundwert ist nicht zuallererst die Zahngesundheit. Mein Grundwert ist Achtsamkeit und Verantwortung und seelische Gesundheit. Also ich setze meine Macht nicht rücksichtslos um jeden Preis durch. Der Mund ist eine Körperöffnung und gerade hier sollten wir die Grenze unserer Kinder besonders achtsam wahren und sie nicht gewaltvoll überschreiten.

00:21:15: Sprecher 1 Wenn wir das doch tun, kann beim Kind eine emotionale Botschaft ankommen wie Ich werde in meinen Signalen und Bedürfnissen gar nicht ernst genommen. Mit mir wird nicht achtsam umgegangen. Ich bin es gar nicht wert, dass meine Grenze respektiert wird. Und ja, dann trete ich in diesem Moment mit dem Wert der Zahngesundheit ein Stück zurück. Aber meine grundsätzliche Haltung zum Zähneputzen ändert sich dadurch natürlich nicht.

00:21:38: Sprecher 1 Ich finde es weiterhin wichtig und gesund. Nur setze ich nicht um jeden Preis das jetzt genau zu diesem Zeitpunkt durch, sondern ich bleibe bei meinen eigenen Beziehungswerten. Achtsamkeit und Verantwortung, seelische Gesundheit. Oft gibt es dann die Sorge, mein Kind merkt dann eine Lücke und nutzt das jetzt immer aus. Ich erlebe etwas anderes. Kinder lernen eben dann nicht. Ich kann meinen Eltern auf der Nase rumtanzen, sondern eher ich werde in meiner Überforderung und Not gesehen.

00:22:09: Sprecher 1 Meine Signale werden ernst genommen, meine Eltern achten auf mich und wollen, dass es mir gut geht. Ich bin wertvoll und es lohnt sich, auf mich zu hören. Und genau das ist eine wichtige Erfahrung. Um der Konsequenz willen konsequent zu sein, ist schnell destruktiv und endet häufig im Machtkampf. Wichtiger ist, dass Kinder Erwachsene erleben, die konsistent sind. Nicht im Sinne von immer durchsetzen, weil ich konsequent sein muss, sondern konsistent in der Haltung im Sinne von in sich stimmig.

00:22:38: Sprecher 1 Also Eltern, die ihre Werte nicht widersprüchlich leben, Gesundheit schützen und Grenzen achten.

00:22:47: Sprecher 1 Und Zähneputzen ist vielleicht auch ein gutes Beispiel deshalb, weil es wie das Essen mit Körper, Grenzen und der öffnung Mund zu tun hat. Also die Bürste geht zum Mund an die Zähne. Es heißt, die Bürste überschreitet.

00:23:00: Sprecher 2 Eine Körpergrenze.

00:23:02: Sprecher 1 Und das ist beim Essen auch so, das Essen wird über den Mund zu sich genommen. Ja, dafür habt ihr ja auch gesorgt. Bei der Magensonde wäre es wieder anders. Deswegen. Also das Essen geht über den Mund und dann kommt noch das.

00:23:13: Sprecher 2 Schlucken dazu, um.

00:23:15: Sprecher 1 Alles in den Körper aufzunehmen. Und da empfinde ich es als besonders wichtig, dass wir achtsam sind.

00:23:22: Sprecher 2 Ja.

00:23:23: Sprecher 1 Das weiß ich, dass das nicht so leicht ist. Das ist auch für Eltern beim Zähneputzen. Vielleicht kennt ihr das Thema ja auch jetzt mit manuell. Das ist nicht so leicht, weil wir es eben über unsere Kognition ganz klar sehen.

00:23:37: Sprecher 2 Und bei.

00:23:37: Sprecher 1 Euch jetzt noch mal zusätzlich auch Conni wahrscheinlich nicht so einfach, weil viel.

00:23:43: Sprecher 2 Auch.

00:23:43: Sprecher 1 Ängste mitschwingen.

00:23:44: Sprecher 2 Ja, die.

00:23:45: Sprecher 1 Spüre ich und ich kann sie auch nachvollziehen. Und ich nehme die.

00:23:48: Sprecher 2 Auch total ernst.

00:23:50: Sprecher 1 Auch wenn ich jetzt nicht jeden.

00:23:51: Sprecher 2 Tag.

00:23:52: Sprecher 1 In dieser Unsicherheit schwinge, sondern das nur quasi im Perspektivwechsel, jetzt hier in unserem virtuellen Austausch sozusagen wahrnehme. Ja, und die Angst ist nachvollziehbar. Es ist ganz nachvollziehbar und du schreibst es ja auch so, Ja, du schreibst auch sehr, wie soll ich sagen, alarmierend. Manuel nimmt lebensbedrohlich wenig.

00:24:14: Sprecher 2 Nahrung zu sich und.

00:24:17: Sprecher 1 Gerade weil eben Angst auch mitschwingt und immer mal wieder mitschwingt, weil ja auch Manuel heranwächst, es sich verändert, ja, Entwicklung in Wellenbewegungen passiert und vielleicht auch noch mal die Erkrankung kein statischer Zustand ist, sondern da vielleicht ja auch noch mal Herausforderungen.

00:24:35: Sprecher 2 Kommen.

00:24:36: Sprecher 1 Die dann dazu führen, dass du unsicher wirst oder ihr unsicher werdet und auch Ängste kommen. Sorgen kommen. Braucht dieses Gefühl auch einen Platz? Vielleicht hast du einen Raum.

00:24:47: Sprecher 2 Wo.

00:24:47: Sprecher 1 Du damit hingehen kannst, so dass du, wenn sie kommt im Alltag, dass du sie ein Stückchen.

00:24:54: Sprecher 2 In den Raum.

00:24:56: Sprecher 1 Verweisen oder mitnehmen kannst. Ja, und ich sage das deshalb, weil es so wichtig ist, dass die Angst eben nicht ist, um symbolisch so zu sprechen, im wahrsten Sinne des Wortes am Tisch mit sitzt und mit ist. Also wenn du kannst, dann ja.

00:25:14: Sprecher 2 Nimm mal wahr.

00:25:15: Sprecher 1 Dass es vielleicht eine der ersten Sachen, die du machen kannst Wann.

00:25:18: Sprecher 2 Und wo.

00:25:18: Sprecher 1 Im Alltag entsteht bei dir Druck.

00:25:21: Sprecher 2 Und.

00:25:21: Sprecher 1 Spürst du eine Sorge?

00:25:23: Sprecher 2 Also hast du.

00:25:24: Sprecher 1 Bestimmte Gedanken, die dir in den Kopf schießen? Das geht ja oft ganz schnell und versuch das erst mal.

00:25:30: Sprecher 2 Zu.

00:25:30: Sprecher 1 Lokalisieren und herauszufinden.

00:25:33: Sprecher 2 Ist das.

00:25:33: Sprecher 1 So? Wann ist das so? Wie stark ist das? Erst mal nur wahrnehmen, gar nicht bewerten, gar nicht wegmachen wollen, sondern erst mal nur wahrnehmen. Und ich habe noch einen Gedanken, der mir einfällt. Dann nämlich, wenn wir mit Erkrankung zu tun haben, dann ist es ja so, dass wir viel mit Krankenhaus, mit Praxen, mit Ärzten zu tun haben. Und vermutlich habt oder hattet ihr viel mit Ärzten zu tun.

00:26:00: Sprecher 1 Und ich habe jetzt auch gerade mit Ärzten zu tun gehabt, weil ich mir mein Handgelenk gebrochen habe und ich gemerkt habe, wie medizinisch oft.

00:26:10: Sprecher 2 Die.

00:26:10: Sprecher 1 Begriffe sind. Also wenn ich jetzt sage, ich habe mein Handgelenk gebrochen, dann würde ein Chirurg sagen, es ist eine Fraktur.

00:26:16: Sprecher 2 Und.

00:26:17: Sprecher 1 Das ist auch völlig in Ordnung. Aber medizinische Begriffe klingen oft eben sehr sachlich und manchmal eben auch existenziell bedrohlich. Ja, und ich will das gar nicht kleinreden. Essen ist lebensnotwendig, gar keine Frage. Und gleichzeitig empfinde ich die Formulierung lebensbedrohlich Wenig Essen zu sich zu nehmen schon auch als eine Formulierung, die unter Umständen vielleicht eher noch mal Angst verstärkend wirkt.

00:26:48: Sprecher 1 Also ja, euer Sohn bekommt erst mal körperlich wenig. Du schreibst keine, aber es sind ja doch welche da, Die können wir uns auch noch mal angucken. Signale für Hunger und gleichzeitig habt ihr gute Wege gefunden. Ja, und vielleicht könnt ihr für euch immer mal auch die sprachliche Perspektive dahingehend justieren, eher das zu formulieren, was da ist und nicht so sehr das, was fehlt und wo es hinführt, dass es dann lebensbedrohlich ist.

00:27:19: Sprecher 1 Also wirklich nur als ein Gedanke, weil Sprache formt auch unsere Wirklichkeit. Und wenn wir in einem eigentlich wichtigen nährenden Gedanken, nämlich die Frage Wie kann dein Sohn gut essen zu sich nehmen und genährt werden? Das Wort lebensbedrohlich wenig drin haben, dann kann das etwas machen mit uns, mit unserem System. Also das nur als Gedanke. Ihr macht das schon mal wirklich auch an allen Stellen sehr gut und ich nutze die Chance, jetzt nur noch mal auf Nuancen zu schauen.

00:27:49: Sprecher 1 Und vielleicht ist das ja auch ein Gedanke, der noch mal einen Perspektivwechsel für euch mitbringen kann. Und ich habe noch einen Gedanken Wenn ich so über deine.

00:27:58: Sprecher 2 Mail.

00:27:59: Sprecher 1 Fliege, denn du schreibst. Ich muß ihn also täglich dazu bringen, in Anführungsstrichen über sein Körpergefühl hinwegzugehen, ohne dabei Druck auszuüben. Ja, ohne Druck. Genau. Aber eigentlich stimmt es nicht, dass du über sein Körpergefühl hinweg gehst, oder? Also eben nicht so, wie ich dich verstanden habe, denn sein Körper hat ja schon Hunger und er braucht die Nahrung. Der Körper sendet nur die üblichen Signale nicht, Also bzw nicht so umfangreich.

00:28:28: Sprecher 1 Das heißt ja nicht, dass der, also das die Wahrnehmung ist ich will nicht essen, sondern ich verspüre erst mal keinen eigenen Drang zu essen. Also musst du erstmal streng genommen nicht über sein.

00:28:42: Sprecher 2 Körpergefühl.

00:28:43: Sprecher 1 Hinweggehen, sondern du schaffst einen Rahmen, in dem sein Körper das zu sich nehmen kann, was er braucht und gut für ihn ist, ohne dass es jetzt spezielle Körpersignale.

00:28:55: Sprecher 2 Für Manuel gibt.

00:28:56: Sprecher 1 Aber ich will damit sagen Du gehst nicht gegen etwas, sondern für etwas, was für ihn vielleicht aus dem Körpergefühl her nicht so deutlich spürbar ist, aber im Ergebnis ja doch das ist, was dem Körper entspricht. Eigentlich ist es ja noch deutlicher als beim Zähneputzen. Wenn ich jetzt das Beispiel noch mal als Matrize.

00:29:17: Sprecher 2 Über die.

00:29:18: Sprecher 1 Frage des Essens lege und das Hungergefühl es lege ja, denn beim Zähneputzen haben wir ja.

00:29:23: Sprecher 2 Auch überhaupt.

00:29:25: Sprecher 1 Kein Körpergefühl. Es gibt kein körperliches Signal, was uns jetzt irgendwie oder den Kindern täglich sagen würde Jetzt ist Zähneputzen dran. Es sei denn, man ist sehr empfindlich, weil man denkt, jetzt hab ich einen komischen Geschmack im Mund. Aber das ist ja bei den Kindern noch nicht der Fall. Also mein Ziel wäre jetzt, hier noch mal mehr Druck rauszunehmen, ohne dass ihr eure Struktur großartig verändert oder gar aufgibt.

00:29:49: Sprecher 1 Also eher noch mal zu gucken nach Ritualen, nach dem Ton. Wie sprecht ihr? Nach dem Timing, nach dem emotionalen Essensrahmen sozusagen. Und du beschreibst eben auch hier. Ich gucke da ganz fein noch mal drauf und du kannst es für dich auch noch mal prüfen. Du beschreibst hier erstens, zweitens, drittens erstens ganz feste Essenszeiten und dann auch, die unter allen Umständen eingehalten werden.

00:30:13: Sprecher 1 Ich verstehe das ja. Und trotzdem kannst du noch mal gucken, was heißt ganz und unter allen Umständen. Also da kannst du noch mal hinspüren, ob es nicht auch ausreichen würde für dich zu formulieren und da schon so ein bisschen Druck auch rausgeht, dass es feste Essenszeiten gibt, die eingehalten werden. So, das ist wäre jetzt etwas, was man ja auch sonst irgendwie machen würde.

00:30:35: Sprecher 1 Klar hat man noch ein bisschen mehr Flexibilität bei Kindern oder bei Familie, wo eben das Thema vielleicht jetzt nicht vorhanden ist. Ja, aber es kann schon sein, dass sich durch dieses es gibt so feste Essenszeiten, die wir einhalten, auch etwas verändert. Ja, und zwar jetzt nicht bei den Essenszeiten. Und dabei, dass sie eingehalten werden, sondern in deinem Körper, wenn du das so für dich sagst.

00:30:58: Sprecher 1 Ob da so was wie ein Druck eben auch rausgeht und das, was du noch mal machen kannst, fällt mir gerade ein, noch mal so eine Form von kleinem Mini Check vor den Essenssituationen. Wirklich nur so, weil sie nicht zehn 15 Sekunden, dass du noch mal für dich so schaust? Wie geht es mir gerade?

00:31:17: Sprecher 2 Gibt es irgendwo.

00:31:19: Sprecher 1 Eine eine Verspannung? Also fühle ich mich irgendwo eng? Bin ich gerade im Alarmmodus? Und dann wahrzunehmen? Ich darf Sorge.

00:31:27: Sprecher 2 Haben.

00:31:28: Sprecher 1 Ich kümmere mich um mich. Ich atme und ich kann gleichzeitig im Hier und Jetzt und Weich mit meinem Kind in Verbindung bleiben. Also gerade passiert nichts. Und ich will auch noch mal sagen es gibt kein Druck. Freies Ideal. Wir müssen nicht perfekt sein. Du musst nicht perfekt sein, du bist okay so wie du bist. Es gibt eben nur immer wieder die Frage, die wir uns stellen dürfen.

00:31:55: Sprecher 2 Wie.

00:31:56: Sprecher 1 Kann ich meine Führung ausrichten? Wie kann ich warm, würdevoll, bindungsund beziehungsorientiert sein und bleiben? Und das wäre sozusagen.

00:32:05: Sprecher 2 Eine.

00:32:06: Sprecher 1 Form von Messlatte, wenn du so willst. Also Referenzpunkte, Orientierungspunkte. Es muss nicht ohne Stress sein, sondern.

00:32:15: Sprecher 2 Mit.

00:32:15: Sprecher 1 Möglichst wenig Stress oder noch anders mit möglichst viel Leichtigkeit und Unbekümmertheit. Ja, und das wird.

00:32:23: Sprecher 2 Mal.

00:32:24: Sprecher 1 Mehr und mal.

00:32:24: Sprecher 2 Weniger gelingen.

00:32:26: Sprecher 1 Und vielleicht kann so ein innerer Leitsatz sein Ich führe weich, achtsam, Raum gebend und ich bleibe in Beziehung. Der Punkt ist nicht Du musst entspannt sein. So, das funktioniert ja ganz häufig gar nicht, sondern du bist im Kontakt mit dir. Du bist im Kontakt und in Verbindung.

00:32:44: Sprecher 2 Mit.

00:32:44: Sprecher 1 Deinem Kind. Impulse zum Mitnehmen Essen ist viel mehr als Nahrungsaufnahme. Gemeinsames Essen ist vor allem auch ein Ort von Verbindung und Beziehung. Verbindung zu sich selbst, Verbindung zu denen, mit denen wir Essen teilen. Nicht umsonst gehen wir mit unserem Partner, unserer Partnerin auch gemeinsam schön essen, teilen Zeit, Zugehörigkeit und tun uns gleichzeitig was Gutes. Und mit Kindern dürfen wir es gemeinsam gestalten.

00:33:13: Sprecher 1 Und der eigentliche Nährstoff ist Verbindung, Nähe, Zugehörigkeit, Beziehung. Nicht, weil jedes Essen automatisch harmonisch sein muss, sondern weil ein Tisch zu einer kleinen Beziehungsinsel werden kann, zu einem kurzen, verlässlichen Stück Alltag. Das trägt inmitten der Gleichzeitigkeit des stressigen Familienlebens. Und es geht nicht nur darum, dass gegessen wird, sondern auch und vor allem darum, wie wir dabei zusammen sind.

00:33:41: Sprecher 1 Ein Anfangs Ritual kann das Ankommen am Tisch begleiten und Ruhe reinbringen. Ganz klein eine Kerze, ein kurzer Blickkontakt, ein Satz Wie.

00:33:50: Sprecher 2 Schön.

00:33:51: Sprecher 1 Dass wir jetzt zusammen sind. Mit Kindern kann man auch einen kleinen Tisch machen. Sich die Hände reichen als Signal Wir gehören zusammen, Wir sind verbunden miteinander und wertschätzen das mit diesem Ritual nicht als Programm. Eher wie eine emotionale Tür, die ganz selbstverständlich aufgeht. Und auch ein gemeinsames Ende kann emotional markiert sein. Ein klarer, freundlicher Abschluss. Danke fürs Zusammensein.

00:34:17: Sprecher 1 Wir sind fertig. Das war gut.

00:34:19: Sprecher 2 So wird der.

00:34:20: Sprecher 1 Tisch und das Essen nicht zur offenen Baustelle oder zu einem Bahnhof, wo jeder kommt und geht, wann er will, sondern zu einem gestalteten, runden, herausgehobenen, ruhigen, emotionalen Moment, der dann auch gemeinsam vorbei sein und beendet werden darf. Ein gemeinsamer Anfang, bei dem wichtig ist Jeder gehört dazu und ist wichtig und wertvoll und ein gemeinsames Ende. Schön, dass wir zusammen waren.

00:34:44: Sprecher 1 So kann aus dem gemeinsamen Essen ein Ort werden, an dem nicht nur der Körper versorgt wird, sondern auch und vor allem die Seele genährt wird und der Fokus auf etwas ganz Wesentlichem liegt Sicherheit, Verbindung, Freude, Miteinander und Zugehörigkeit. Was mir als körperorientierte Therapeutin noch einfällt, ist, dass ihr auch mit den Signalen, mit den Körper signalen von Manuel auch ganz differenziert sein dürft.

00:35:14: Sprecher 1 Also gar nicht zu sagen, er nimmt ja gar nichts wahr oder er hat gar kein Hungergefühl, sondern dass ihr Interception nennt man das ja, dass man sozusagen Signale aus dem Nervensystem, aus dem Körperinneren, Herzschlag, Atmung, eben auch Hungergefühl, Schmerz, Hungergefühl ist ja nicht nur ein Gefühl. Es setzt sich ja aus vielen Dingen zusammen, dass wir das wahrnehmen und auch ein Stück in die Mitte bringen und auch interpretieren, weg.

00:35:44: Sprecher 2 Von Hunger spüren müssen. So diesem.

00:35:48: Sprecher 1 Großen Gefühl.

00:35:49: Sprecher 2 Hin.

00:35:50: Sprecher 1 Zum Sammeln von kleinen weiteren.

00:35:53: Sprecher 2 Markern.

00:35:54: Sprecher 1 Ja, ich traue mich das mal hier zu sagen, auch wenn ich mit dir nicht darüber gesprochen habe und wir das vielleicht jetzt auch im Gespräch noch mal anders miteinander austauschen würden. Aber das, was ich höre, ist ja schon, dass es eben auch so was gibt wie.

00:36:07: Sprecher 2 Energieverlust oder.

00:36:08: Sprecher 1 Konzentration, Müdigkeit und dass ihr das spielerisch machen könnt, auch zu gucken, wie sieht es aus, wie. Wie schwach bist du auf einer Skala von 1 bis 5 gerade ganz, ganz, ganz schwach. Nur eine eins oder ein ganz, ganz stark Und eine fünf? Ja, also ohne Testcharakter, sondern eher so als als was Spielerisches. Eher experimentell und mit Leichtigkeit. Und es geht nicht so sehr darum.

00:36:33: Sprecher 2 Deinen Körper lügt.

00:36:36: Sprecher 1 Er oder erzählt dir etwas, was nicht stimmt und ist defizitär, sondern der Körper schickt dir.

00:36:42: Sprecher 2 Beim Hunger.

00:36:43: Sprecher 1 Manchmal keine verlässlichen Nachrichten. So, das könnte die Haltung sein und deswegen helfen wir mit Zeiten. Wir helfen mit einem Rahmen. Man könnte sich das vorstellen wie eine Brille, die beim Sehen eben hilft. Nicht, weil die Augen falsch sind, sondern weil Unterstützung gut tut. Und weil Referenzpunkte helfen können, dann eben das zu tun, was für den Körper auch gut ist.

00:37:08: Sprecher 1 Also dein Körper sendet dir nicht keine Signale, sondern andere Signale. Lass uns mal hin fühlen, lass uns rein, spüren zum Beispiel Dein Magen knurrt, der spricht mit dir und fragt Sag mal, wie spät ist es eigentlich? Sollten wir nicht mal was essen? Lass uns mal auf.

00:37:25: Sprecher 2 Die uhr gucken.

00:37:26: Sprecher 1 Ja, so macht ihr das. Ja. Also das zu verknüpfen, auch das Signal Schwächer werden, schwach werden. Wie fühlt sich das an? Das sind ja Körpersignale, von denen du da berichtest. Und da dürft ihr genauer hinspüren und vielleicht auch den Zwischenschritt.

00:37:42: Sprecher 2 Machen von.

00:37:44: Sprecher 1 Festen Essenszeit. Jetzt hinzu Oh, du merkst, da war es. Wie fühlt sich das an, wenn du ein Schwachheitsgefühl hast? Wie fühlt sich das bei dir an als Mama an? Ja, Kennst du das? Könnt ihr darüber sprechen? Was kann man dann tun? Raum geben für ein kleines Einchecken in den Körper und mit den Markern sozusagen auch zu arbeiten und auch zu fragen, wie geht's dir jetzt nach dem Essen?

00:38:06: Sprecher 1 Kommt da die.

00:38:07: Sprecher 2 Energie, weil der Körper.

00:38:09: Sprecher 1 Braucht ja trotzdem das Essen und Energie kann er ja spüren, er hat nur kein Hungergefühl. Wenn ich dich richtig verstanden habe. Und weißt du, ich habe das tatsächlich. Das ist mir auch durch den Kopf gegangen. Gar nicht so selten in meiner Praxis, dass Eltern berichten, dass Kinder die Signale ihres Körpers und zum Hunger gar nicht so richtig zuordnen können, Also dass sie schon merken, der Magen knurrt, aber dass sie dann nicht die Schlussfolgerung daraus ziehen Jetzt muss ich essen, wenn Sie klein sind.

00:38:36: Sprecher 1 Also das heißt, Sie kommen auch nicht von selbst auf die Idee von Anfang an, wenn Sie schwach werden oder wenn der Magen knurrt, etwas zu essen. Und hier könnte vielleicht auch eine Überschneidung sein, denn zu dem Gedanken, den ich vorhin hatte, was gehört zur Entwicklung mit dazu? Bei Kindern? Und ja und was gehört vielleicht zur Erkrankung dazu? Und es ist vielleicht bei euch noch mal so ein bisschen verdichtet dieses Thema, aber im Grunde ist es schon so, dass die Kinder auch die Signale, die sie in ihrem Körper tragen, erst.

00:39:07: Sprecher 2 Lernen dürfen.

00:39:09: Sprecher 1 Zu.

00:39:09: Sprecher 2 Lesen.

00:39:10: Sprecher 1 Also ganz interessant. Ich hatte nämlich gerade eine Familie.

00:39:13: Sprecher 2 Die in der.

00:39:14: Sprecher 1 Praxis in der Beratung beschrieben hat, dass ihr Kind regelmäßig in einen total dysregulierten Zustand mit Wutanfällen, Ausstieg aus der Kooperation am späten Nachmittag usw reinkommt, wenn Sie eben nicht rechtzeitig dafür sorgen, dass das Kind etwas ist. Die Mutter sagt, sie hat immer irgendwas zu essen in der Tasche und ich will das nicht verharmlosen, was du beschreibst, sondern nur auch ein Stück einordnen.

00:39:36: Sprecher 1 Was gehört zur Erkrankung und was gehört auch zu einer gängigen Entwicklung. Und das ist ja auch eine Herausforderung, das zu sortieren. Und Kinder haben Körperempfindungen, das übrigens beim Trockenwerden ja auch ähnlich wie Kinder merken, sie müssen auf Toilette, also da zwickt und sfaktors, Aber sie nehmen das gar nicht wahr und auch nicht als Signal auf die Toilette zu gehen.

00:39:58: Sprecher 1 Also da haben wir das Phänomen auch.

00:40:01: Sprecher 2 Und mit diesem.

00:40:02: Sprecher 1 Fokus quasi auf die Körpermarker, über die wir gerade sprechen, auf die körperlichen Signale kommst du auch quasi dann als Nebenprodukt zu deinem Anliegen, dass du sagst Ich wünsche mir aber, dass er in allen anderen Bereichen des Lebens auf sein Gefühl hört und für sich einstehen kann. Und das tut er. Und das ist bei ihm beim Essen eben noch mal ganz besonders, weil es ein bisschen sich verschiebt und weil es vielleicht ein bisschen mehr Achtsamkeit, ein bisschen mehr Rahmen braucht.

00:40:30: Sprecher 1 Aber du und ihr sensibilisiert ihn auf das, was er wahrnimmt, denn er nimmt ja was.

00:40:35: Sprecher 2 Wahr.

00:40:36: Sprecher 1 Und er, das darf ganz selbstverständlich sein wie eine Sprache seines Körpers. Ja, so darf er das erfahren und emotional quasi verankern. Ganz selbstverständlich. Und er wird ja auch sein Leben lang mit der Besonderheit leben, dass er vielleicht auch auf die uhr schauen muss und sich andere Referenzpunkte.

00:40:56: Sprecher 2 Als die.

00:40:56: Sprecher 1 Üblichen Körpersignale für Hunger und Essen raussuchen muss und sich darauf orientieren.

00:41:01: Sprecher 2 Muss.

00:41:03: Sprecher 1 Also Conni, ihr macht das super. Ich bin wirklich beeindruckt. Und das was ich noch mal sagen kann, ist es wäre gut, wenn. Wenn du mit deiner Sorge, mit deiner Angst, wenn du damit noch mal arbeitest und versuchst, die wahrzunehmen und zu gucken, wann schwappt die sozusagen vielleicht auch in eure Beziehung dann rein? An diesen Stellen den Druck rausnehmen.

00:41:26: Sprecher 2 Seine Autonomie stärken.

00:41:29: Sprecher 1 So wie ihr das jetzt auch schon macht. Und da wäre für mich eben auch noch mal.

00:41:35: Sprecher 2 Die.

00:41:35: Sprecher 1 Frage, wenn ihr ihn fragt Er darf also essen, hast du ja gesagt und darf auch dann enden oder aufstehen, wann er möchte. Da wäre eben auch nochmal die Frage. Du sagst, ihr fragt dann noch einmal nach, ob er wirklich sicher ist. Und da wäre vielleicht noch ein kleiner Zwischenschritt. Wichtig, dass ihr nicht nur fragt Bist du sicher? Weil was heißt, bin ich sicher?

00:41:57: Sprecher 1 Er hat ja keine keinen Referenzpunkt dafür. Es könnte ja nur der Kopf sein, eine Entscheidung treffen. Ja, das heißt, man könnte da noch mal konkreter sagen Knurrt dein Magen noch? Ja, viel mehr rein. Also ich würde trotzdem immer wieder noch mal weniger. Sozusagen kontrollierend in Anführungsstrichen. Bist du sicher, dass du satt bist? Weil das ist für ihn wahrscheinlich nicht so richtig greifbar, sondern das tatsächlich auf den Körper zu beziehen und dann eben so, wie es auch schon macht, die Autonomie bestärken.

00:42:27: Sprecher 1 Auswahl, Menge im Rahmen, Mitbestimmung. Das ist goldrichtig und also richtig in Anführungsstrichen. Das fühlt sich sehr golden an und genau so fühlt sich das stimmig an und ihr könnt eben auch so wie du es eigentlich auch machst, im Alltag immer mal wieder auch gucken, wo ist Selbstbestimmung auch dran? Vielleicht verändert sich das auch mit den Essenszeiten noch mal, wenn du dann irgendwie sagst, sind jetzt sechs Mahlzeiten und die sind aber sehr spärlich aus eurer Sicht oder auch aus körperlicher medizinischer Sicht.

00:42:57: Sprecher 1 Vielleicht verändert sich das und irgendwann sind es dann eben fünf oder es sind drei Mahlzeiten, die aber dann eben auch kräftig sind. Also da auch immer so ein Stück flexibel sein und auch immer.

00:43:08: Sprecher 2 Ihn vorkommen.

00:43:09: Sprecher 1 Lassen in der Beziehung, die ihr gestaltet. Ja, und aus der Frage, die du gestellt hast, was kann ich noch beachten, damit er aus der leider notwendigen Situation beim Essen nicht fürs Leben mitnimmt? Was mir mein Körper sagt, stimmt nicht. Eher die Frage machen was erzählt mir mein Körper denn genau? Also Magen knurren, schwach fühlen, Energie brauchen. Also eigentlich so ein kleiner, verschobener Perspektivwechsel zu dem, was da ist, denn sein.

00:43:40: Sprecher 2 Körper spricht.

00:43:41: Sprecher 1 Schon mit ihm und er darf da mit dir gemeinsam.

00:43:44: Sprecher 2 Genau hinhören.

00:43:48: Sprecher 1 Ja, liebe Conny, vielleicht kannst du. Könnt ihr mit meinen Gedanken und Impulsen etwas anfangen? Und ich finde, auch hier passt der Gedanke wieder so gut. Ich habe es vorhin schon mal zwischendrin gesagt Ich bin okay so wie ich bin. Du, Conny, bist okay, so wie du bist. Ihr macht das großartig und deine Frage ist so nachvollziehbar und ihr seid schon so viele Wege gegangen und ihr werdet auch alles weitere kraftvoll und mit Zuversicht, die ich spüre, irgendwie weitergehen und habt gute Strategien, euch sicher zu machen.

00:44:19: Sprecher 2 Ja, und.

00:44:19: Sprecher 1 Du willst ja letztlich auch deinem Sohn genau das vermitteln. Du bist okay so wie du bist, auch wenn du vielleicht andere Referenzpunkte für Hungergefühl hast und es manchmal anders ist als bei anderen. Aber du bist okay so wie du bist. Ja, danke sehr für deine Frage, Conny, und für deinen Mut, sie hier zu stellen und für dein Vertrauen.

00:44:40: Sprecher 2 Ihr Lieben.

00:44:41: Sprecher 1 Das war für heute die Familiensprechstunde. Schreibt doch gerne mal in den Kommentaren. Bei Spotify zum Beispiel Wie geht es euch mit euren Kindern, wenn ihr etwas wollt oder etwas nötig ist, was eure Kinder nicht wollen und nicht fühlen? Ich habe ja einige Beispiele genannt. Wie gestaltet ihr das? Welche Erfahrungen habt ihr? Ich freue mich auf den Austausch und natürlich könnt ihr gerne eure Fragen an Podcastminus, Familien, Sprechstunde etc..

00:45:06: Sprecher 1 Katia Saalfrank.

00:45:07: Sprecher 2 Punkte.

00:45:08: Sprecher 1 An mich senden und ihr dürft auch wieder Sterne dalassen, wenn es euch gefällt und abonnieren und.

00:45:13: Sprecher 2 Anderen von.

00:45:15: Sprecher 1 Dem Podcast.

00:45:15: Sprecher 2 Erzählen.

00:45:16: Sprecher 1 Danke schön, dass ihr hier diesen Weg mit mir geht und mitgestaltet. Jede einzelne Frage gestaltet das jeder Kommentar und das bedeutet mir wirklich viel. Für heute sage ich Auf Wiedersehen. Ich danke euch fürs Zuhören, für euer offenes Herz, für euer offenes Ohr. Bleibt weich und liebevoll mit euch selbst und mit euren Kindern. Bis nächste Woche. Eure Katia. Das war die Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank.

00:45:47: Sprecher 1 Eine neue Folge gibt es jeden Montag überall dort, wo es Podcasts gibt. Und wenn du magst, nimm dir jetzt noch einen Moment Zeit für dich. Zeit, das Gehörte nachwirken zu lassen. In Kopf, Herz und in deinem Körper. Vielleicht hat sich etwas gezeigt, eine neue Perspektive oder eine leise Bewegung nach innen. Spür gerne nach und entschleunige noch mal Wenn du selbst eine Frage hast, die du hier in der Familiensprechstunde teilen möchtest, schreib mir gerne an Podcastminus, Familiensprechstunde etc..

00:46:17: Sprecher 1 Katia Saalfrank, .de. Alle Zuschriften werden natürlich anonymisiert. Hinweise zur aktuellen Folge sowie Informationen zu meinen Kursen und Ausbildungen und allen Angeboten findest du in den Shownotes. Schau dich dort gerne um. Ich danke dir von Herzen, dass du dir Zeit genommen hast und ich wünsche dir viele gute Beziehungserfahrungen und Verbindungsmomente. Und nicht vergessen es gibt keine schwierigen Kinder, sondern nur schwierige Situationen.

00:46:47: Sprecher 1 Bleibt nicht damit alleine schon ein Gespräch kann Veränderung bringen. Ein Austausch entlasten und Fragen zu stellen, kann neue Wege öffnen. Deine Katia.

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